Kaltschaummatratze – wie kann man die perfekte finden?

Kaltschaummatratze – wie kann man die perfekte finden?

Tipps zur Auswahl einer Kaltschaummatratze

Man kann guten Gewissens sagen, in der heutigen Matratzenindustrie gibt es kein besseres Material, als Kaltschaum. Die ganze Mannschaft vom Schlafblog Matratzenmann steht voll und ganz hinter dieser Aussage, es gibt nichts Besseres…

Aber was ist Kaltschaum überhaupt, und was muss man besonders beachten, wenn man die individuell passende Kaltschaummatratze aussuchen möchte? Wir erklären das!

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Was ist Kaltschaum?

Bei Herstellung von Schaumstoffen war die Entwicklung des hochelastischen Kaltschaums zweifellos eine Spitzenleistung. Wir meinen, diese Leistung ist so bedeutend, wie damals die Entwicklung von Memoryschaum.

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Eine gute Matratze aus Kaltschaum ist komfortabel, hält lange, ist luftdurchlässig, demnach tragen alle Eigenschaften zur gesunden und hygienischen Nachtruhe bei. Kaltschaum sollte man nicht mit anderen Schaumstoffen (z. B. mit Schaumgummi) verwechseln, die Zusammensetzung und die Herstellungstechnologie ist grundlegend anders (daraus folgt, dass die typischen Merkmale auch anders sind, wie die besondere Homogenität und die Dichte).

Aber warum Kaltschaum?

Die Antwort darauf ergibt sich aus dem Herstellungsvorgang.

Herstellung von Kaltschaummatratzen

Kaltschaum ist eigentlich Polyurethan aus zwei Komponenten. Das sind Polyol (mit anderem Namen Zuckeralkohol, oder mehrwertiger Alkohol), und Isocyanat. Die chemische Reaktion der organischen Verbindungen der Hydroxygruppe (Polyol) und der isocyanathaltigen Gruppe (Isocyanat) ergibt das Polyuretan (Polimerkette), das unter dem Namen Kaltschaum bekannt wurde.

Bei der Herstellung wird jeder einzelne Vorgang strengstens überwacht, so können die Hersteller nicht nur die Merkmale und die Qualität des Kaltschaums gewährleisten (Elastizität, Härte, Dichte), sondern können auch auf den Umweltschutz achten (Zuckeralkohol – das auch als Süßstoff benutzt wird – ist völlig ungefährlich, der kontrollierte Verbrauch von Isocyanaten ist ebenso unbedenklich.)

Im Grunde gibt es zwei verschiedene Prozesse bei der Herstellung von Kaltschaum. Die eine Art war früher in Mode, die Schaumstoffe wurden lange Zeit bei hoher Temperatur hergestellt. Diese Technologie gehört mittlerweile der Vergangenheit an, die Behandlung bei niedriger Temperatur hat sich durchgesetzt und wurde verbreitet. In diesem Fall findet die chemische Reaktion bei relativ niedriger Temperatur (30-75 C°) statt, die Zyklusdauer ist kürzer (3-5 Minuten).

Daher kommt also der Begriff Kaltschaum.

Vorteile von Kaltschaummatratzen

Kaltschaum verfügt über zahlreiche günstige Eigenschaften, wenn man alle aufzählt, wird es klar, dass die Merkmale insgesamt das beste Matratzenmaterial ergeben. Kaltschaum ist bequem, formanpassend, punktelastisch, lange haltbar und luftdurchlässig.

Im Gegensatz zu anderen Schaumstoffen kann Kaltschaum die Wirbelsäule stützen, ohne Herausbildung von Druckstellen, er passt sich also perfekt der Körperkontur an. Dieser elastische Schaumstoff ist also fähig, Rücken- Hüft- oder Halswirbelschmerzen vorzubeugen oder diese zu lindern, indem er die Rückenwirbel entlastet.

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Kaltschaum passt sich der Körperform so perfekt an!/Quelle: sleepdelivered.com

Kaltschaum, der dem Körpergewicht entsprechend hart und geformt (profiliert) ist, passt sich der Körperform so perfekt an, wie Memoryschaum, oder qualitative Matratzen mit Taschenfederkern.

Einzigartige Punktelastizität ist auch charakteristisch für Kaltschaum (auch Memoryschaum zeichnet sich damit aus), wenn man also auf die Matratze hüpft, wird sich die Seite des Partners nicht einmal regen, die Matratze fällt also nicht in die Richtung ab. Unnötig zu betonen, wie wichtig das für die vollkommene Entspannung ist.

Jeder weiß schon im Schlaf, dass man für die erholsame Nachtruhe relativ kühles und trockenes Klima benötigt. So muss man sich im Schlaff nicht so oft umdrehen, man schwitzt nicht, und die Entgiftung ist optimal. Die „durchlöcherte“ Struktur der Kaltschaummatratze bietet dieses ideale Schlafklima. Man muss sich das so vorstellen, dass es tausende und abertausende dünne Adern in der Matratze befinden, diese mikroskopisch kleine Kanäle leiten die Feuchtigkeit, die beim Schlaf aus dem Körper entweicht, ab, so erwacht man am Morgen unter hygienischen Bedingungen.

Neigt man zum Schwitzen, ist Kaltschaum die ideale Lösung für das Problem, im Gegensatz zu Memoryschaum wird er nämlich ausgezeichnet durchgelüftet, man schwitzt also in der Nacht nicht.

Belastungstests haben ergeben, dass Kaltschaum selbst bei dauerhafter, hoher Belastung weniger aus der Form kommt, als andere Materialien. Eine Betteinlage aus Kaltschaum sollte also bei passender Behandlung (Umdrehen, Beachten des Gewichtslimits, kein „Sofaeffekt“) mindestens 7-8 Jahre lang halten (Fachleute aus Amerika meinen übrigens, man sollte eine Matratze 5-7 Jahre lang nutzen). Matratzen mit Federung halten deshalb nicht länger, als Kaltschaum, weil in denen als Komfortschicht ebenfalls irgendeine Schaum- oder Latexpolsterung ist, und wenn die kaputtgeht, bietet die Federung allein keinen Komfort.

Ein weiterer Vorteil von Kagerollte Matratzenltschaummatratzen ist, dass sie besonders pflegeleicht sind. Es gibt nur sehr wenige Betteinlagen, die man nicht ab und zu umdrehen muss, damit beide Seiten gleichmäßig gebraucht werden, um keine Seite durchzulegen. Latexmatratzen und Matratzen mit Federung sind wahnsinnig schwer, eine Kaltschaummatratze dagegen kann mit einer leichten Bewegung umgedreht werden. Da sie vakuumverpackt sind, sehen die Kaltschaummatratzen  so aus, wie eine übergroße Kapsel, so ist der Transport ein Kinderspiel (sie passen sogar in ein kleineres Auto), Folienverpackung in mehreren Schichten schützt sie vor Verschmutzung und Verletzungen.

Dieses wunderbare Material ist vielseitig kombinierbar, so kann jeder für sich das individuell günstigste aussuchen. Kaltschaummatratzen unterscheiden sich in Härte, Elastizität und Dichte, es gibt verschiedene Variationen von vollkommen dichten, in Form geschnittenenund profilierten Kaltschaummatratzen.

Härtegrad der Kaltschaummatratzen

Dieses Thema wirft Probleme auf, es gibt nämlich keine einheitliche Norm oder Kategorie bezüglich des Härtegrades. Einige Vertreiber verwenden zwar die Kennzeichnungen H1, H2, H3, andere nicht, also kann man nicht bequem von zu Hause aus entscheiden, welche die geeignete ist, oder wenn man die eine mit H kennzeichnete Härte ausprobiert hat, hat man immer noch keine Grundlage, diese mit anderen zu vergleichen.

So bleibt einem nichts anderes übrig, als ins Fachgeschäft zu gehen und die Matratzen auszuprobieren. Dann und dort, die gewohnte Schlafposition aufnehmend kann man fühlen, ob es sich lohnt, in die Matratze zu investieren. Im Voraus können wir sagen, dass das Körpergewicht und die Schlafposition entscheidend für die Auswahl der sympathischsten Kaltschaummatratze sein werden.

Warum ist die Dichte des Kaltschaumes ausschlaggebend?

Die Dichte des Materials ist ein ausschlaggebendes Kriterium für den Wert einer Kaltschaummatratze. Die dichtere ist einfach besser. Sie enthält mehr Material, ist länger haltbar, man kann sie einfach nicht so leicht durchliegen. Die Maßeinheit ist kg/m3, davon hängt auch das Gewicht der Matratze ab.

Wie auch bei anderen Themen, gibt es in dieser Frage auch bedeutende Meinungsunterschiede zwischen der österreichischen und der ausländischen Matratzenindustrie. In Österreich sind Kaltschaummatratzen von 28-32 kg/m3 Dichte verbreitet, eine mit 35 Dichte hebt sich schon hervor. In Westeuropa oder in den Vereinigten Staaten schwört man dagegen auf Kaltschaum mit 40 kg/m3 Dichte.

Wonach soll man sich also richten? Am besten wählt man Kaltschaum ab 35 kg/m3 oder höheren Dichte, solche schon als Premiummarke geltenden Matratzen  kann man vereinzelt auch auf dem ungarischen Markt finden.

Hochelastischer Kaltschaum

In Österreich kann man eher festen Kaltschaum finden, der ist härter und bietet bei überdurchschnittlichem Gewicht, stärkerem Körperbau oder bei Schlaf in Rückenlage echten Komfort.

Elastischer Kaltschaum dagegen ist bequemer, bietet optimale Gewichtverteilung, unabhängig von der Schlafposition und vom Körpergewicht. Unserer Erfahrung nach kann es eine relativ härtere, an der Oberfläche feste (nicht in Zonen aufgeteilte), aber elastische Kaltschaummatratze mit einer Matratze mit 2-3 cm Memoryschaumschicht aufnehmen.

Profilierte und in Zonen geteilte Kaltschaummatratze

Forschungen haben ergeben, dass halbharte Matratzen bei Menschen mit durchschnittlichem Körpergewicht Rücken- und Kreuzschmerzen lindern können, weil diese Matratzen die Wirbelsäule optimal entlasten.

Herkömmliche feste, steife oder auch elastische Kaltschaummatratzen können bei Seitenlage oder Bauchlage die Hüfte oder die Schultern zu sehr unter Druck setzten. Diese bieten also nur bei überdurchschnittlichem Gewicht, oder bei Leuten, die ausschließlich auf dem Rücken schlafen, echten Komfort.

Der Durchschnitt (Statistiken zufolge schlafen 50-60% der Menschen auf der Seite, 10-20% auf dem Bauch) kann die Wirbelsäule auf profilierten, halbharten Kaltschaummatratzen besser regenerieren.

Was bedeutet eigentlich Profilierung?

Mikrocomputergesteuerte Schneidmaschinen (auch CNC genannt) bilden auf der Oberfläche des Kaltschaums verschiedene Mustern. Kaltschaummatratzen mit profilierter Oberfläche sinken besser ein, bilden keine Druckpunkte auf den verschiedenen Körperteilen, sie sind auch ideal luftdurchlässig, und verhindern so das Schwitzen während der Nachtruhe. Die Formen auf der Oberfläche der Matratze sind meistens nicht so tief geschnitten, dass der Körper zu sehr  einsinkt, das würde nämlich die Wirbelsäule deformieren.

Profilierte Kaltschaummatratze

Die Ventilation kann noch weiter verbessert werden, indem man nicht nur die untere, und/oder obere Liegefläche der Matratze formt, sondern auch ins Innere Kanäle schneidet. So wird die Matratze auch von Innen durchgelüftet, und sie ist an diesen Stellen auch weicher.

Durch die Technologie der Profilierung wird aus der auch so schon ausgezeichnete Stütze bietenden Kaltschaummatratze eine Matratze mit mehreren Zonen, die sich getrost mit qualitativ hochwertigen Memorymatratzen oder Taschenfederkernmatratzen messen kann, was Formanpassung und Bequemlichkeit betrifft.

Wie dick soll die Kaltschaummatratze sein?

Unserer Meinung nach ist eine Matratze erst ab 16-18 cm zu gebrauchen. Eine dickere Matratze enthält mehr Material, wird nicht so leicht weich, es bilden sich keine Dellen, und die Liegefläche ist auch höher, so muss man am Morgen nicht mühsam aus dem Bett klettern, sondern man steht einfach auf. Es ist kein Zufall, dass ernstzunehmende Matratzen für Erwachsene mindestens 18 cm dick sind, nur die können nämlich das Körpergewicht entsprechend halten.

Es stimmt aber auch, dass das Material der Matratze, und ihre Härte die ideale Dicke ebenfalls beeinflussen. 18 cm will nichts heißen, wenn die Matratze viel zu weich ist, und eine entsprechend festere von 14 cm auch geeignet wäre.

Die Kaltschaummatratze sollte mindestens 16-18 cm dick sein, oder noch höher, ihre Lebensdauer hängt unter anderen Faktoren (Qualität, Dichte, usw.) auch davon ab.

Welches Bettgestellt eignet sich für Kaltschaummatratzen?

Dünnere, 10-15 cm hohe Matratzen haben den Nachteil, dass sie nicht tief genug für das Körpergewicht sind, so kann man an der Hüfte das darunter liegende Bettgestell fühlen. Bei so einer Matratze muss also das Gestell elastisch sein, um Formanpassung zu bieten.

Hält man sich jedoch an die oben genannte Regel (und nimmt eine mindestens 18 cm Matratze), kann man auch ein elastisches, verstellbares Gestell zur Kaltschaummatratze kaufen, wenn man Lust hat, möchte man aber eher Geld sparen und trotzdem eine dauerhafte Lösung finden, nimmt man ein Bettgestell aus festem, massivem Kieferholz, oder Hartholz.

Für die Hygiene der Kaltschaummatratze: waschbarer Bezug und Matratzenschoner

Eine Matratze, die man jahrelang benutzt, wird zu einer echten Ansammlung von Milbenkot, was ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem sein kann, denn die Proteine im Milbenkot sind für die meisten allergischen und asthmatischen Beschwerden verantwortlich. Außerdem gelangen mehrere Liter Schweiß in den Matratzenkern, ganz zu schweigen von der Verschmutzung. Kurz gesagt wird die Matratze in einigen Jahren abgenutzt.

Was die Luftdurchlässigkeit betrifft, ist Kaltschaum der eindeutiger Sieger unter den Schaumstoffen, dank der zahlreichen dünnen Kanälen im Inneren sorg die Profilierung für noch effektivere Luftdurchlässigkeit. Sie ist also praktischer, als andere Schaumstoffmatratzen, trotzdem muss man noch weitere Maßnahmen treffen, um die Hygiene der Matratze jahrelang zu sichern.

Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug gehört mittlerweile zur Standardausstattung jeder Matratze. Es klingt gut, dass der Bezug der ausgesuchten Kaltschaummatratze abziehbar und sogar waschbar ist. Eins vergisst man aber immer wieder: Matratzenbezüge sind viel dicker, als ein Bettlaken, und ein Bezug in Doppelbettgröße passt nicht in die Waschmaschine, die meisten können nur in einem Stück abgezogen werden.


Noks Matratze – die perfekte Matratze


Man sollte also auf der Hut sein, und eine Kaltschaummatratze mit einem Bezug wählen, der rundherum mit Reißverschluss versehen ist, so kann man den Bezug in zwei Teilen von der Matratze nehmen, und die Liegefläche passt ganz einfach auch in eine kleinere Waschmaschine. Diese Bezüge sind im Übrigen nicht dazu gedacht, sie jede Woche zu waschen, sie halten auch Wäsche über 60 Grad nicht so gut aus.

Der Matratzenschoner ist geeignet für häufiges Waschen (eventuell jede Woche) bei hoher Temperatur (90-95°). Diese Schonbezüge sind meistens aus Mischfaser (Baumwolle-Polyester), so gehen sie nicht vorzeitig kaputt und können beliebig oft „gekocht” werden. Die schon erwähnten Milben können nur bei hoher Temperatur (mindestens über 60°) 100% sicher abgetötet werden.

Möchte man die Lebensdauer der Kaltschaummatratze verlängern, sie vor Abnutzung, Verschmutzung und Milben schützen, sollte man Matratzenschoner benutzen!

Bei weiteren Fragen im Zusammenhang mit Kaltschaummatratzen, schreiben Sie einfach an diese Adresse: info@matratzenmann.at

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Quellen:

  • topxltwinmattress.com/cold-foam-mattress-reviews/
  • www.chemtrend.com/process/high_resilience_cold_foaming
  • www.slideshare.net/laurieblackford/cold-foam-mattress-for-the-best-night-sleep
  • www.eurofoam.hu/alvaskultura/hideghab/
  • www.eurofoam.hu/termekek/specialis-komfort/
  • www.us-mattress.com/what-is-hi-resiliency-foam.html
  • www.bedtek.com/flexible-foam-mattresses-s/13024.htm
  • en.materasso.eu/materials/hr-foam-cold-foam.html

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