Monat: August 2017

Welche Matratze sollte man bei Kreuzschmerzen wählen?

Rückenschmerzen bzw. Lumbago gehören zu den ernsthaftesten Volkskrankheiten der heutigen Zeit, fast jeder empfindet mal in seinem Leben die quälenden Symptome.

Ich will dir nicht vorschwindeln, dass wenn du alles, was in diesem Artikel steht, genau einhältst, dann deine Schmerzen auf einmal verschwinden, denn Rücken- und Kreuzschmerzen können verschiedene Gründe haben.

Eine ideale Matratze kann aber zur Vorbeugung bzw. Linderung der Schmerzen viel beitragen, die Bekämpfung ist jedoch nur mit einer kompletten Änderung der Lebensweise möglich.

Lies‘ unsere Studie durch und kannst erfahren, welche Matratzen die Rückentherapeuten bei Rückenschmerzen empfehlen bzw. welche Schlafposition die Qualen lindern können.

Ursachen von Rückenschmerzen

Nicht umsonst habe ich oben erwähnt, dass die Einhaltung meiner Ratschläge keine Garantie für schmerzfreie Tage sein wird, denn für die Rücken- und Kreuzschmerzen sind nur teilweise die schlechten Matratzen verantwortlich. Ursachen können auch Sachen sein, an die gar nicht denkst.

Quelle: nensuria /freepik.com

Unser Rücken tut seitdem weh, seit wir uns auf zwei Beine gestellt haben, d.h. der Rücken- und Kreuzschmerz ist eine sog. Zivilisationskrankheit. Der Rückgrat musste sich an die ungewöhnliche, senkrechte Position gewöhnen, die neue Haltung überlastete die Teile des Rückgrats: die Wirbel, Muskel, Sehnen und Bänder. Der lumbale Teil des Rückgrats (Lendenbereich) beugte sich früher nämlich nach hinten, nachdem wir uns aufgerichtet haben, beugte sich wiederum nach vorne. Die bewegungsarme Lebensweise hat die Lage noch weiter verschlechtert.

Die meisten Menschen sind von den akuten, von Zeit zu Zeit auftretenden Rückenschmerzen betroffen, die muskelbedingt sind. Dabei wird das Rückgrat einseitig belastet, die umgebenden Muskeln werden überdehnt, verkrampfen sich und tun weh. Arbeit beim Sitzen, beim Stehen, plötzliches Heben von großem Gewicht oder eine schlechte Bewegung, all das können es auslösen.

Die, die weniger Glück haben, müssen sich mit chronischen Rückenschmerzen herumplagen, die sogar 3-6 Monate dauern können, das ist schon die Erkrankung des Rückgrats, eine krankhafte Veränderung. Sie kann von einer Entzündung ausgehen, oder durch die Überlastung der Wirbel, Muskeln oder Bänder, Abnutzung der Wirbel, Bandscheibenvorfall, die seitliche Verkrümmung des Rückgrats, Wirbelkanalverengung eventuell Osteoporose entstehen.

In gewissen Fällen geht es um Metastasen der inneren Organe, der Schmerz hat also mit dem Rückgrat nichts zu tun.

Am Interessantesten ist es aber, wenn der Rückenschmerz infolge von seelischen Krankheiten entsteht. Wusstest Du es, dass dein Rücken oder Kreuz auch wegen deinem schlechten seelischen Zustand oder wegen Stress und Depression wehtun kann? Die ausgeglichene körperliche und mentale Kondition generiert also weniger Rückenschmerzen und Lumbago.

Aufbau und Funktion des Rückgrats

Warum ich dich mit dem Aufbau und Mechanismus des Rückgrats traktiere?

Wenn du sie kennenlernst, kannst du nämlich die Empfehlungen der sich auf Rückgrat spezialisierten Ärzte in Bezug auf die rückgratschonenden Matratzen gegen Rückenschmerzen besser verstehen.

Die Hauptfunktion des Rückgrats ist der Schutz des Rückenmarks, das hält unseren Kopf und Rumpf, sorgt für die Beweglichkeit bzw. leitet die Belastung auf das Becken weiter.

Das Rückgrat hat drei größere Biegungen (sie zeichnen ungefähr eine S-Form), das sind die Hals-, Brust- und Lenden- (lumbale)wirbelsäule. Die Brustwirbelsäule in Form eines umgekehrten C (konkav) besteht aus 12, die Halswirbelsäule in Form eines C (konvex) aus 7, die lumbale Wirbelsäule aus 5 Wirbeln. Die Fortsetzung der Lendenwirbelsäule ist das aus 5 Wirbeln bestehende Kreuzbein und das aus 4 Wirbeln bestehende Steißbein. Diese natürlichen Biegungen machen den Rückgrat flexibel und elastisch.

Unsere Wirbelsäule sieht so aus. /Quelle:  freepik.com

Die Wirbel sorgen für die Haltung und Stabilität des Rückgrats, ihre Flexibilität können sie den Bandscheiben zwischen ihnen (die sie miteinander verbinden) danken. Außerdem helfen die Muskeln und Sehnenbänder dem Rückgrat, seine Funktion auszuüben.

Das Rückgrat ist also eine aus mehreren kleinen „Bestandteilen“ bestehende komplizierte Konstruktion, der durch seine Flexibilität und Spannkraft in großem Maße die Belastungen neutralisiert, die wegen der Stehposition entstanden sind.

Mittelfeste Matratze für Rückenschmerzen

Es mussten einige Jahrzehnte vergehen, bis die Medizinwissenschaft bis zu dieser Feststellung angelangt ist.

Der Mythos, dass „die steinharte Matratze ist die Beste“ ist dermaßen Teil des allgemeinen Denkens geworden, dass es Ärzte gibt, die bis zum heute diese ihren Patienten empfehlen. Ich kann es nicht mal zusammenzählen, wie oft ich diesen Satz von meinen Kunden beim Matratzenkauf gehört habe: „Den Rückgrat stützt am besten eine steinharte Matratze, nicht wahr“?


Was für eine Matratze soll ich kaufen?


Die Wahrheit ist, dass der Zusammenhang zwischen Matratze und Gesundheit des Rückgrats lange nicht im Fokus der Medizinwissenschaft  stand. Da es weder wissenschaftliche Forschungen noch Erhebungen gemacht wurden, entstanden mangels dessen Irrglauben über die ideale, „orthopädische“ Matratze.

Das ist wahr, dass man nach einer Rückgratoperation ca. 2 Wochen lang tatsächlich am besten auf einer so harten Betteinlage wie ein Brett schläft, aber langfristig ist eine sehr harte Matratze eine wahre „Horror“.  Meiner Meinung nach entstand diese Vorstellung deswegen, weil es für logisch erschien, gegenüber die zu weichen Betteinlagen, die den Lendenbereich nicht richtig stützen konnten, die harten Matratzen zu bevorzugen.

Quelle: Kjpargeter / freepik.com

Es bildete sich ein Gegensatz zwischen den Orthopäden und Rückgratspezialisten, von denen die ersten steif daran festhielten – und einige auch noch heute festhalten -, dass für die Gesundheit des Rückgrats nur die ausgesprochen harten Matratzen gut seien.

Seitdem wurde dieser Gesichtspunkt verworfen, was mehreren Erhebungen und Studien am Anfang der 2000er Jahre zu verdanken ist. Die erste und vielleicht die wichtigste Studie erschien sogar im medizinischen Fachblatt The Lancet. Die zuerst2003 veröffentlichte spanische Studie stützte sich auf eine Erhebung, woran 313 an Rücken- und Kreuzschmerzen leidende Erwachsene teilnahmen. Während des 90 Tage langen Experiments wurden die alten Betteinlagen der Teilnehmer auf neue, mittelfeste Matratzen ausgetauscht.  Das Ergebnis war eindeutig und klar, mithilfe von mittelfesten Matratzen kann man am effektivsten die Kreuzschmerzen lindern.

Einige Jahre später die von der Oklahoma State University  herausgegebenen Fachartikel und die Studie des Blattes für Chiropraktische Medizin Journal of Chiropractic Medicine bestätigten die Konklusion des erwähnten Experiments.

Aber warum sind die mittelfesten Matratzen bei Rückenschmerzen am besten?

Unser Rückgrat wird in stehender und in sitzender Position am meisten belastet, in Liegeposition sinkt die Belastung erheblich. Beim Herumstehen werden die Wirbel zusammengedrückt, beim Liegen wiederum streckt sich der Rückgrat.

Die ideale Matratze für dich ist die, die dein Rückgrat deinem Körpergewicht und Schlafposition angepasst in dem Maße stützen kann, dass es sich in seiner ganzen Länge strecken kann. In diesem Fall entfernen sich die Wirbel voneinander, die Bandscheiben erweitern sich und der Kreislauf der Körpersäfte in ihnen wird zureichend.  Die perfekte Entlastung der Wirbel ist eine Grundvoraussetzung zur Vorbeugung bzw. Heilung der Rückenschmerzen.

Eine mittelfeste Matratze ist bei Rückenschmerzen am besten.

Wie es auch aus den Forschungen hervorgeht, bei einem Menschen von durchschnittlichem Körperbau können die mittelfesten Matratzen den Rückgrat stützen, ohne dass dabei Druckpunkte entstehen würden, diese verteilen effektiv den Körpergewicht. Bei Menschen mit überdurchschnittlichem Gewicht (sagen wir mal 90-100+) bzw. bei denen, die nur auf dem Rücken schlafen (nicht in jedem Fall!) kann es vorkommen, dass auch die etwas härteren Matratzen ihre Funktion erfüllen können, die Menschen von grazilem Körperbau bzw. die, die auf der Seite und auf dem Bauch schlafen, fühlen sich wiederum auch auf weicheren Matratzen wohl.  Die betonharten oder ausgesprochen weichen Matratzen sind dagegen niemandem zu empfehlen.

Ich denke, dass das Grundmaterial der Matratzen sekundär ist (die Qualität und die Eigenschaften des Stoffes sind natürlich sehr wichtig). Ein Memory-Schaum mit optimaler Dicke und Dichte, ein dichter Kaltschaum von großer Elastizität, eine mit Zonen gestaltete Latexmatratze  oder eine Taschenfederkern-Matratze mit einer Federdichte von mindestens 250-300 Stück/m2 können genauso den Rückgrat entlasten.

Eine Matratze mit Zonen kann hilfreich sein.

Wie ich es früher erwähnt habe, das Rückgrat verfügt über drei natürlichen Biegungen, diesen muss die Matratze folgen und sie beim Schlafen stützen. Eine mittelfeste Matratze hält also den Rückgrat nicht gerade (weil es nicht völlig gerade ist!), sondern passt sich genau an dessen natürlichen Biegungen, der Form deiner Körper an und ermöglicht dadurch die feine dynamische Bewegung des Rückgrats, die Nährstoffaufnahme für die Wirbel.

Dagegen hält eine harte Matratze den Rückgrat steif, bildet Druckpunkte auf dem Körper (meistens an den Hüften und Schultern), die den Rückgrat deformieren und den Blutkreislauf unterbrechen. Aber auch dann biegt sich das Rückgrat krankhaft, wenn die Matratze zu weich ist, weil sie den Beckenknochen nicht halten kann. Die zu harten oder zu weichen Matratzen verursachen also ebenfalls Rücken- und Kreuzschmerzen.

Rückenschmerzen und Schlafposition

Welche Schlafposition macht dem Rückenschmerz ein Ende? Welche ist für den Rückgrat am gesündesten?

Die Schlafexperten halten es für das Beste, wenn man auf dem Rücken oder der Seite schläft. Bei beiden kann man leicht den Rückgrat entlasten und entspannen. Der Schlaf auf dem Bauch ist dagegen zu vermeiden, weil das Rückgrat in dieser Position so gut wie sicher überlastet wird.

Das Köpergewicht verteilt sich auf dem Rücken liegend am effektivsten auf der Matratze. In dieser Schlafposition entstehen wahrscheinlich keine Druckpunkte, das Rückgrat wird gut gestützt.  Deswegen kann man etwas nachgiebiger sein, neben den mittelfesten können sich auch die etwas härteren Matratzen in Rückenlage als nützlich erweisen, wenn man den Rückenschmerz vermeiden will.

Man muss aber darauf achten, dass die Matratze nicht hart wie Beton ist, sonst können sich die Brustwirbel deformieren (es stützt die mittlere Biegung des Rückgrats nicht, sondern hält sie steif) bzw. die Lendenwirbel können sich anspannen, denn das Beckenknochen kann nicht in ausreichendem Maße in die Matratze einsinken.

Gerade um die Lendenwirbelsäule zu schonen empfehlen die Experten, ein flaches Kissen unter die Knien zu legen, es entlastet nämlich die Lendenwirbel. Unter den Kopf empfiehlt es sich, ein mittelhohes Kissen (niedrigeres als für Seitenlage, aber dickeres als für Bauchlage) zu legen, das in einer natürlichen Lage den Hals ruhen lässt.

Die beliebteste Schlafposition ist die Seitenlage (50-60% der Menschen schlafen so), bzw. derer Variationen (z.B.: die fötale Position). In dieser Lage kann man einfach Rücken- und Kreuzschmerzen vermeiden, denn die natürlichen Biegungen der Wirbelsäule entsprechend gestützt werden, der entlastete Rückgrat kann sich strecken, die Versorgung der Bandscheiben mit Nährstoff ist ideal.

Dazu braucht man nur eine mittelfeste Matratze, die genau den Körperkonturen folgt und Hüften und Schultern einigermaßen in sich einsinken lasst. Vergiss die harten Matratzen bei dieser Schlafposition, denn diese bilden Druckpunkte auf den hervorstehenden Körperteilen, was zu Rückenschmerzen und Lumbago führen kann.

Mit einer mittelfesten Matratze kann man Lumbago und Rückenschmerzen vorbeugen.

In der Seitenlage muss man ein verhältnismäßig hohes Kissen benutzen, das die Lücke zwischen Schultern und Hals ausfüllt und die Halswirbel in natürlicher Position hält.  Da die Knien in dieser Schlafposition voneinander abrutschen können und sich die Lendenwirbel deformieren könnten, kann man die Lendenwirbel dadurch entlasten, indem man ein flaches Kissen zwischen den Knien legt und so dafür sorgt, dass das Kreuzbein in symmetrische Position gerät.

Die Bauchlage ist eindeutig die schlechteste, was die Rücken- und Kreuzschmerzen angeht, wer in dieser Position schläft, muss später höchstwahrscheinlich mit Überlastung des ganzen Rückgratabschnitts rechnen.   Bei Bauchlage hält die Matratze die Wirbelsäule zu steif, besonders die Lendenwirbel können unter Druck sein. Die Halswirbel können sich ebenfalls drehen, denn man kann ja nur so einschlafen, indem man den Kopf auf die Seite dreht, sonst kriegt man keine Luft.

Wenn du aber aus Gewohnheit nur in dieser Position einschlafen kannst, dann verwende Zubehör, das dein Schlaf bequemer gestalten kann. Ein flaches Kissen unter dem Kopf kann praktisch sein, viele benutzen aber gar kein Kissen bei der Bauchlage (welche Variante für dich am besten ist, kannst du nur so entscheiden, indem du es mit dem Kissen versuchst).  Um die Lendenwirbel zu schonen tue ein flaches Kissen unter die Hüfte und den Bauch.

Matratzen und Schlafpositionen bei speziellen Rückgraterkrankungen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind leider in vielen Fällen die krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule. Bei chronischen Rückgratbeschwerden muss man besonders darauf achten, auf was für einer Matratze und in welcher Schlafposition man schläft.

Die meisten Rückgratbeschwerden können durch Schlaf in der Seitenlage auf einer mittelfesten Matratze gelindert werden. Die seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, Rheuma und Gelenkentzündungen bedürfen gleicherweise einer mittelfesten Matratze.

Die Hüftenschmerzen können ebenfalls durch Schlaf auf mittelfester Matratze vorgebeugt werden, mit einem flachen Kissen zwischen den Knien. Bei Bursitis müssen verhindert werden, dass keine Druckpunkte auf dem Körper entstehen, wofür ebenfalls die mittelfesten Matratzen am geeignetsten sind.

Quelle: eorthopod.com

Die fötale Position (Liegen auf der Seite mit hochgezogenen Beinen) wird für an Knochengelenk-Entzündungen und an Verengung der Wirbelkanal Leidenden empfohlen, und zwar auf einer mittelfester Matratze, die die Nervenwurzel entlastet und die schmerzhafte harte Druckpunkte beseitigt.

Obwohl ich früher die Bauchlage beim Schlafen verdammt habe, für die degenerativen, verschleißbedingten Rückgraterkrankungen kann trotzdem diese Schlafposition die Heilung bringen. In der Bauchlage können nämlich die Bandscheiben zwischen den Wirbeln vom Druck entlastet werden. Mittels einer Matratze, die härter als der Durchschnitt ist und mit einem flachen Kissen unter dem Bauch und den Hüften können die Lendenwirbel entlastet werden.

Die Art des Bandscheibenvorfalls, die Position der Bandscheiben beeinflussen, welche Schlafposition für dich am besten ist. Die Bauchlage wird bei parazentralen, die fötale Position bei dem foraminalen Bandscheibenvorfall.

Alte Matratzen, Hauptursachen des Rückenschmerzens

Außer einer schlechten Matratze, einer falsch gewählten Schlafposition und den anderen Problemen der Lebensweise kann auch eine zu alte Matratze oft Rücken- und Kreuzschmerzen verursachen.

Neben der Qualität  beeinflusst auch das Alter der Matratze in großem Maße, ob sie die Wirbelsäule genügend stützen kann. In den USA wurde eine Befragung durchgeführt, laut der 20 % der Bevölkerung auf einer durchgelegenen Matratze schlafen und deswegen über Rücken- oder Kreuzschmerzen klagen.  Auch in Ungarn kann die Lage nicht besser sein, denn beim Matratzenverkauf klagen besonders die von meinen Kunden über Hüft- oder Rückenschmerzen, die ihre Matratzen schon seit Langem, mindestens seit 8-15 Jahren benutzen.

Eine alte Matratze kann Rücken-und Kreuzschmerzen verursachen.

Wir bevorzugen, unsere Matratzen über viele Jahre zu benutzen, einerseits aus finanziellen Gründen, andererseits wegen den verlockenden Garantien für 10-25 Jahre (die sich in jedem Fall auf Herstellungsfehler beziehen und nicht „für das ewige Leben“ der Matratze), das vergessen wir aber, dass sich auch das Grundmaterial der Matratze irgendwann „ermüdet“.

Wie lange lohnt es sich, eine Matratze zu benutzen?

Im Westen empfehlen die Matratzenexperten und die sich auf Rückgrat spezialisierten Ärzte, dass man 5-7 Jahre eine Matratze benutzen soll, wenn man Rückenschmerzen und Lumbago vermeiden will. So schlage ich vor, deine Matratzen mindestens alle 7-8 Jahre auszutauschen.

Viel Erfolg beim Auswählen der Matratze! Ich wünsche rückenschmerzfreie Tage!

Quellen:

  • www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14630439
  • www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17597575
  • www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20579971
  • www.journalchiromed.com/article/S1556-3707(08)00129-6/fulltext
  • www.amerisleep.ca/best-mattresses-for-back-pain
  • sleepopolis-mattress-reviews.com/best-mattress-for-back-pain/
  • www.everydayhealth.com/back-pain/mattresses-for-back-pain.aspx
  • www.sleepjunkie.org/whats-the-best-mattress-for-a-bad-back/
  • www.sleeppassport.com/best-mattress-for-back-pain.html
  • bestmattressforbackpainreviews.com/
  • www.mattress-guides.net/top-premium-mattresses-chronic-lower-back-pain/
  • www.sleeplikethedead.com/mattress-bad-back.html
  • www.spine-health.com/wellness/ergonomics/posture-straighten-your-back
  • www.spine-health.com/wellness/sleep/mattresses-and-sleep-positions-each-back-pain-diagnosis
  • www.spine-health.com/wellness/sleep/choosing-best-mattress-lower-back-pain
  • http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(03)14792-7/fulltext
  • http://www.landofsleep.com/blog/5-pros-cons-of-hard-vs.-soft-mattresses
  • www.arthuman.hu/hatfajas/
  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/how-to-pick-your-perfect-mattress
  • www.reumaorvos.hu/index.php?page=cikk&cid=91
  • www.webbeteg.hu/cikkek/mozgasszervi_betegseg/1290/mit-erdemes-tudni-a-hatfajasrol
  • gerincambulancia.hu/szolgaltatasaink/hatfajas-hatfajdalom
  • www.hatfajas.net/tunet.htm

Warum ist es sinnvoll, Männer-Frauen-Matratzen zu verwenden?

Das Konzept von Männer-Frauen-Matratzen klingt für viele von uns noch fremd, dabei beruht es auf einem einfachen Prinzip, dass sich auf der anderen Seite des Atlantiks bereits eingebürgert hat, auf einer praktischen Innovation. Man könnte denken, dass dies den von den österreichischen oder deutschen Kunden präferierten Matratzennutzungsgewohnheiten ein wenig widerspricht, wo es sie doch vielmehr ergänzt.

Bei dieser Matratzennutzungsattitude denke ich vielmehr an bereits früher behandelte Momente, dass wir in Österreich viel lieber eine Doppelmatratze als zwei Ein-Personen-Matratzen verwenden.

Quelle: www.femcafe.net

Dies haben wir in unserem damaligen Artikel nur dezent angedeutet, aber außer den bisher bekannten Optionen gibt es auch eine solche Lösung, und zwar sowohl in einem als auch getrennt, so dass im Allgemeinen die Sympathisanten beider Lager zufriedengestellt werden können. (Hier kannst du mehr über dieses Thema lesen) Und das ist die Kategorie Männer-Frauen-Matratze, die auch in Österreich und Deutschland schön langsam an Bedeutung gewinnt.

Woran erkenne ich Männer-Frauen-Matratzen?               

Ansehen tut man es ihnen nicht, entweder informiert dich der Berater oder du triffst auf der Homepage auf diesen Ausdruck. Das ist nämlich gerade die Essenz der Männer-Frauen-Matratzen; dass sie wie eine traditionelle Doppelmatratze aussehen.

Aber in dem Bezug befindet sich nicht einen große, sondern zwei verschieden gestaltete Ein-Personen-Matratzenkerne. Mit diesem kleinen winzigen Trick brauchen wir – wenn wir uns nicht mit dem Gedanken von getrennten Matratzen anfreunden können – nicht darauf zu verzichten, dass wir dennoch auf Oberflächen, die sich unterschiedlich anfühlen, schlafen. Die Männer-Frauen-Matratze ist also der goldene Mittelweg zwischen der Doppel- und den getrennten Matratze.

Die Vorteile der Männer-Frauen-Matratze?

  • Mit der Erfindung der Männer-Frauen-Matratzen können wir eine an die individuellen Ansprüche von Paaren angepasste Härte verwenden, und zwar so, dass dennoch das Erlebnis einer gemeinsamen Matratze nicht verloren geht.
  • Du kannst also wählen, welcher von den beiden Komfortmöglichkeiten deinen Vorstellungen am ehesten entspricht.
  • Da du deine eigene Seite wendest, musst du nicht auf der vom anderen „durchgelegenen“ Fläche schlafen.
  • Die beiden Matratzenkerne werden stramm durch den gemeinsamen Bezug zusammengehalten, so können sie nicht auseinanderrutschen und lassen sich auch auf dem Boden oder in einem Bettrahmen mit niedrigen Seitenelementen benutzen.
  • Der Transport und das Wenden ist auch viel leichter.

Aufgrund einer Verschmelzung der Erwartungen und der Erfahrungen mit den häufigsten Schlafpositionen hat sich der halbharte Männer-Frauen-Typ am meisten bewährt. Bei diesen Matratzen fallen zwei unterschiedliche Flächen in jeweils einen kalkulierten Punkt der Kategorie halbhart, so dass auch zerbrechlicher und massiver gebaute Benutzer damit zufrieden sein können.

Natürlich hängt nur von der Phantasie der Hersteller ab, was für ein Grundmaterial von welcher Qualität sie benutzen, ob die technischen Extras einander ergänzen bzw. wie praktisch und niveauvoll der Bezug ist. Versuchen wir so viele Variationen wie möglich aus und vergessen wir nicht, dass auch hier die goldenen Regeln der Matratzenwahl gelten.

Es ist wichtig, dass die Männer-Frauen und die Doppel- sowie zwei komfortable Matratzen bei den meisten Vertriebsunternehmen Synonyme füreinander sind, bei jeden von ihnen geht es um zwei unterschiedlich harte Matratzenkerne in einem gemeinsamen Bezug.


Kennst du dich nicht beim Kauf der Matratze aus? Wir helfen dir, damit du die richtige Matratze für dich findest! 


Männer-Frauen-Matratzen im In- und Ausland

Eine der interessantesten Initiativen der Matratzenindustrie der Vereinigten Staaten dieser Art ist Lilybed, die im Gegensatz zu den einheimischen Typen ausschließlich zwei Matratzen für Frauen herstellen. Nicht nur beim wunderschönen Design, sondern auch beim Material des Bezugs und bei der weicheren, sich an die Form anpassenden Ausführung bemühten sie sich, sich die Besonderheiten der weiblichen Statur vor Augen zu halten. Besonders großes Gewicht legen sie auf ihre Kommunikation, dank derer immer mehr Frauen sich für den Weg des qualitativ besseren Schlafs entscheiden.

Quelle: Lilybed.com

In Österreich kann man sie auch im Repertoire einiger Matratzengeschäfte diese besonderen Typen finden, und zwar in den unterschiedlichsten Härten und Zusammensetzungen (z. B. NOKS Matratze)

Immer mehr Käufer finden jedoch die klassischen Matratzen mit Bezug, jedoch die mit Doppelkomfort, bei denen man noch nicht die Konzeption zwei Matratzenkerne – ein Bezug verwendet, aber ich breche auch weiterhin eine Lanze dafür, dass sie sich wunderbar miteinander kombinieren lassen und wir sowieso eine 2 in 1 Lösung mit nach Hause nehmen.

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Gefahren beim Kauf von gebrauchten Matratzen

Die Anzeigenseiten sind voll von Werbungen für gebrauchte Matratzen. Aber lohnt es sich überhaupt, eine gebrauchte Matratze zu kaufen? Stört es dich nicht, wenn jemand Jahre lang ein Sexmarathon nach dem anderen auf der ausgewählten Betteinlage veranstaltet hat? Überhaupt, wird es was taugen oder kauft man etwas Unbenutzbares, was man danach nicht zurückschicken kann?

Ich weiß nicht, was mit dieser Matratze passiert ist, aber ich würde sie nie kaufen!

Ich suche in meiner Artikel Antworte auf die obigen Fragen und man teilt den Begriff gebrauchte Matratze am besten gleich in zwei Untergruppen:

  • Matratzen von Privatpersonen, die eine fragliche Herkunft haben.
  • Gebrauchte, zurückgelieferte, ausgestellte Matratzen aus Fachgeschäften.

Gebrauchte Matratzen von Flohmarkt und Willhaben

Die größten Fundgruben für von Privatpersonen angebotene gebrauchte Matratzen sind die – meines Wissens – zwei beliebtesten Webseiten für Kleinanzeigen, die Willhaben und die Flohmärkte. Die Leute versuchen meistens über diese zwei Seiten die ihnen aus irgendeinem Grund am Hals gebliebenen Betteinlagen zu verkaufen. Aber warum will jemand seine alte Matratze loswerden? Schauen wir mal die möglichen Gründe an:

  1. Für ihn selber ist es unbequem geworden, deswegen kauft er sich eine neue.
  2. Jemand ist gestorben und die geerbten Möbelstücke werden verkauft.
  3. Er zieht um und für das neue Bett braucht er eine kleinere oder größere Matratze.
  4. Er hat eine neue Matratze gekauft, sie hat sich aber als unbequem erwiesen.

Die ersten drei Gründe erwecken eher traurige Gedanken im zukünftigen Käufer. Warum würde jemand eine 10 Jahre alte Matratze kaufen? Man kann nicht wissen, wie sehr der ehemalige Besitzer die Matratze geschont, eine Matratzenauflage oder überhaupt einen Bettlaken benutzt hat.


Du hast schon eine Matratze, aber du weißt nicht, wie deine Matratze gereinigt werden soll? Wir helfen dir!


Vielen wird es auch schon beim Gedanke mulmig, dass auch andere vor ihnen im Hotelbett übernachtet haben, obwohl dort die Bettwäsche einer ernsthaften Desinfizierung unterzogen wird. Man kann aber nie wissen, ob man nicht die Matratze eines Kranken gekauft hat – ohne jegliche Desinfizierung.

Insekte in der Matratze?

Nehmen wir ein abschreckendes Beispiel.  Das ist sicher, dass es eine größere Kolonie von Hausstaubmilben in der gebrauchten Matratze lebt, aber was ist dann, wenn uns etwas Fürchterlicheres begegnet? Flöhe, Wanzen, usw. Wusstest Du es, dass in New York z.B. den Handel mit gebrauchten Matratzen ein extra dafür vorgesehenes Gesetz regelt? Dort ist das Problem mit den Bettwanzen natürlich etwas verbreiteter als in Österreich oder Deutschland, aber ich lese in den Nachrichten, dass es auch hier immer mehr gibt.

In New York wurde ein Gesetzt gegen Flöhe und Wanzen in der gebrauchten Matratze eingeführt!

Über die Fragen der Hygiene gibt es auch die der Bequemlichkeit.  In den seltensten Fällen kann man die auf Willhaben oder Amazon gekaufte Matratze ausprobieren. Niemand wird nämlich einen Wildfremden in seine eigene Wohnung reinlassen, damit er die Matratze von Omi ausprobieren kann.

Aber auch das spricht Bände, wenn jemand eine neue Matratze kauft und versucht, die alte zu verkaufen. Wenn jemand eine Betteinlage rausschmeißen will, wie könnte es dann für jemanden anders gut sein? Wenn man von Privatperson eine gebrauchte Matratze kauft, dann ist es sicher, dass man es auch in dem Fall nicht zurückschicken kann, falls es sich als unbequem erweist – eine Geld-zurück-Garantie bieten nur einige Fachgeschäfte im Land an.

Gebrauchte Matratzen aus dem Fachgeschäft für Matratzen

Anders sieht es mit gebrauchten Matratzen aus, die im Fachgeschäft angeboten werden. Unter diesen kann man drei Sorten unterscheiden:

  • Ausgestellte Matratzen,
  • lieferungsbedingt geschädigte Matratzen,
  • zurückgebrachte Matratzen.

Diese Matratzen werden meistens mit erheblicher Ermäßigung angeboten, man kann sie ausprobieren, es wird für sie eine Garantie gewährt, in vielen Geschäften sogar eine Geld-Zurück-Garantie.  Diese Methode ist also viel sicherer, als von einer Privatperson zu kaufen.

Für diejenige, die bei der hygienischen Fragen empfindlicher sind, empfehle ich auch weiterhin nicht, gebrauchte Matratzen zu kaufen, aber die im Geschäft ausgestellten oder lieferungsbedingt geschädigten Matratzen können sicher nicht in einem schäbigen Zustand sein wie die, die seit Jahren benutzt werden – und dass es kein Geschlechtsleben auf sie stattgefunden hat, scheint ziemlich sicher zu sein.

Alles in allem empfehle ich euch lieber, keine gebrauchten Matratzen zu kaufen. Und solltet ihr sogar nach einer guten Matratze suchen, besucht einfach das Team von Matratzenmann Schlafblog!

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Matratzen mit Bonellfederkern

Matratzen mit Bonellfederkern – eine veraltete Technologie

Vielleicht wird dieser Artikel viele Leute beleidigen, aber ich bin der Meinung, man sollte über die Wahrheit schreiben. Die Zeit der Matratzen mit Bonellfederkern ist vorbei. Um ganz ehrlich zu sein, ich habe solche Matratzen früher auch verkauft, dann habe ich entdeckt, dass es bessere gibt. Wir schlafen ja auch nicht mehr in Höhlen, genauso lohnt es sich nicht mehr, solche Matratzen zu kaufen. Sehen wir uns mal an, warum nicht.

Vorteile von Matratzen mit Bonellfederkern

Damit niemand behaupten kann, dieser Blog sei voreingenommen, fangen wir gleich mal mit den Vorteilen an. Matratzen mit Federkern sind luftdurchlässig, also auch die mit Bonellfederkern. Natürlich sind sie das, innen ist ja nichts anderes, nur die Federn und Luft.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Federn aus Stahl sehr haltbar sind. Sie müssen natürlich entsprechend dick sein, aber ich habe noch nie gehört, dass eine Stahlfeder zerbrochen wäre. Dazu würde ich aber hinzufügen, dass nicht der Federkern abgenutzt wird, sondern die Polsterung darüber, und es gibt nichts, was unbequemer ist, als beim Liegen die Federn zu spüren – das wollte ich nur mal gesagt haben.

Die Matratze federt. Als Kind war es ein Riesenspaß, auf dem Bett zu hüpfen, Bonellfederkern ist dafür das Beste, was es gibt. Vielleicht hochelastischer Kaltschaum kann genau so elastisch sein. Wenn man also auf dem Bett hüpfen möchte – oder beim Sex ein bisschen Federung braucht – kann man auf Stahlfedern vertrauen.

Nachteile von Matratzen mit Bonellfederkern                

Der größte Nachteil dieser  Matratzen ist vielleicht, dass sie sich kaum der Form anpassen. Punktelastizität ist für sie unbekannt. Das Problem ist, dass alle Federn miteinander verbunden sind, und sie sind auch noch auf einen Stahlrahmen befestigt. Daraus ergibt sich, dass die ganze Bettmatratze in die Richtung abfällt, wo der höchste Druck ist.

Das stört nicht nur wegen der fehlenden Formanpassung, sondern auch aus dem Grund, wenn man nicht allein im Bett schläft, fällt die Matratze auf der Seite ab, wo die schwerere Person liegt. Im Allgemeinen kullert dann die Dame in Richtung des Mannes runter. Auf so einem Hang zu schlafen ist nicht gerade entspannend.

Quelle: ministryofsleep.in

Übrigens kann man das Feeling bedeutend verbessern, wenn man die Polsterung über dem Bonellfederkern dicker macht. Das größte Problem hat man dann, wenn man sich für die billigste Bonellfederkernmatratze entschieden hat. In diesem Fall ist die Komfortschicht ganz besonders dünn. Man fühlt dann beim Liegen jede einzelne Feder. Solche Matratzen findet man leider in vielen Unterkünften…


Air HD Premium Matratze ab 331€


Hier muss erwähnt werden, dass man eine ganz prima Matratze haben kann, wenn man genügend Polsterung von guter Qualität auf den Bonellfederkern legt. Das gilt aber auch für eine Menge anderer Sachen. Man kann Polster auf Kieselsteine legen, oder auf Reißzwecke. Mit genügend Polster kann das auch gut sein. Aber wozu sind dann die Sachen darunter gut?

Viele Leute wollen Matratzen mit Bonellfederkern kaufen, ihr Argument dafür ist, dass Stahl sicher nicht kaputtgehen wird. Wie oben schon erwähnt, das stimmt auch, die Federn halten wirklich jahrelang, aber die Polsterung nicht. Das Problem ist, dass jeder Hersteller und Händler nur für die Federung Garantie gibt – nicht für die Polsterung. Demnach ist eine Garantie für den Matratzenfederkern nichts wert.

Quelle: lazada.com.my

Bonellfederkernmatratzen in der Größe 80×200 sind schon ab 100 € erhältlich, aber es gibt auch welche für über 300 €. Meiner Meinung nach findet man in dieser Preisklasse bessere Matratzen mit Taschenfederkern oder aus Kaltschaum, aber das ist nur meine persönliche Meinung.


Weißt du nicht, was für Matratze du kaufen sollst? Wir helfen dir! Klick auf den Link!


Schlusswort zum Thema Bonellfederkern

Ich bitte alle Leser, schreiben Sie mir keine Briefe, von wegen „ es stimmt gar nicht, dass Bonellfederkernmatratzen nicht gut sind“. Mag sein, dass es gute gibt, aber in Österreich oder in Ungarn sind sie schwer zu finden. Ganz sicher ist diese Technologie schon völlig überholt, danach zu suchen ist Zeitverschwendung, es gibt einfach bessere. Irgendeine Betteinlage mit Taschenfederkern, statt Bonellfederkern ist schon viel besser. Alles andere ist nur Marketing.

Ich gebe auch den Rat, einige Matratzen mit Bonellfederkern auszuprobieren. Das wichtigste beim Kauf einer Matratze ist die Probe – und nur der Käufer selbst kann entscheiden, was ihm gefällt. Viel Spaß dabei!


Was für eine Matratze soll ich kaufen?


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Was ist eine Jugendmatratze?

Wenn die Hersteller Betteinlagen aus den merkwürdigsten Materialien in verschiedenen idiotischen Größen so billig wie möglich herstellen, nennen sie diese Jugendmatratze.

Scherz beiseite, Jugendmatratze ist nicht so eine exakte Kategorie, wie beispielsweise die Jugendliteratur, und auch unter dem Begriff Jugend stellt sich jeder etwas anderes vor, so ist es schwer, sich richtig auszukennen. Ich kann erklären, wie ich laut meiner Erfahrungen beim Verkauf von einigen tausend Matratzen und 7 Jahren Berufserfahrung in der Matratzenbranche (im Jahre 2017) für mein Kind eine Matratze aussuchen würde.

Es ist nicht egal, auf welcher Matratze die Kinder schlafen!

Die Erklärung ist ganz einfach: ich würde eine Matratze nehmen, die formanpassend und luftdurchlässig ist, aber die perfekte Matratze zu finden ist nicht so einfach.

Warum ist es wichtig, für Kinder die passende Matratze zu nehmen?

Ich halte es für wichtig zu betonen, dass die Meinung, für ein Kind tut sich eine einfache Betteinlage aus Schwamm, weil Kinder Härte aushalten, vollkommen falsch ist.

Ein Kind arbeitet eigentlich viel mehr, als wir Erwachsene. Es geht morgens um 8 in die Schule, und kommt da bis nachmittags um 4 Uhr gar nicht mehr raus. Danach muss das Kind noch lernen, und nicht gerade wenig, vielleicht nimmt es an Extrastunden, oder Trainings teil, so kommen ganz schnell 10-12 Arbeitsstunden zusammen.

Damit die armen Jugendlichen es noch schwerer haben, wird ihr Leben noch zusätzlich durch ihre körperliche Entwicklung erschwert – das allein ist schon anstrengend genug. Man würde nie darauf kommen, aber ein durchschnittlicher Junge wächst zwischen seinem 10. und 11. Lebensjahr fast 5 cm und nimmt 4 Kilo zu. Man kann leicht einsehen, dass das sehr anstrengend ist, der Organismus muss sich von dieser – automatisch geleisteten – Arbeit ordentlich erholen.

Zusätzlich muss noch erwähnt werden, dass das Gehirn in der Nacht, im Schlaf all das tagsüber gelernte verarbeiten muss (ja, genau, das Gehirn ruht sich nicht aus, es strukturiert die täglichen Informationen), und ein durchschnittliches Kind nimmt in der Schule den ganzen Tag neue Informationen auf, und auch anderswo wird es ständig mit neuen Reizen überflutet.

All das habe ich nur geschrieben, damit man Bescheid weiß, womit das Kind im Alltag zu kämpfen hat – und wie wichtig die ausreichende Nachtruhe ist. Wie könnte es sonst in der Schule Leistung bringen?

Welche Jugendmatratze soll man nehmen?

Als wir unseren Artikel über die geeignete Matratze für Erwachsene verfasst haben, wurde diese Zusammenfassung etwa 33.000 Charakter lang. Das ist so viel, wie die Hälfte einer Diplomarbeit. Das ganze müsste jetzt hier wiederholt werden, aber unter diesem Link kann man es nachlesen – diese Grundsätze gelten auch für Kinder.


Was für eine Matratze soll ich kaufen?


Das wichtigste wiederholen wir aber noch einmal: die richtige Jugendmatratze ist formanpassend und luftdurchlässig. Eine harte Matratze sollte man nicht kaufen, weil sie auf die Gelenke, Nerven, Muskeln und auf den Kreislauf drückt, die Wirbeln und die Wirbelsäule in eine falsche Stellung zwingt. Ist die Matratze zu hart, muss sich das Kind die ganze Nacht herumwälzen und kann nicht ruhig schlafen. Wer von diesen paar Sätzen noch immer nicht überzeugt ist, kann hier alles über harte Matratzen nachlesen. Wirkungen der harten Matratze auf die Gesundheit!

Eine richtige Jugendmatratze sieht so aus. Sie ist formanpassend und luftdurchlässig!/Quelle: Matrackuckó

Es lohnt sich also nicht, eine Matratze ohne ergonomische Zonen, oder ausschließlich aus Kokosfaser zu kaufen – Kokosfaser ist steinhart – diese sind meistens wahnsinnig hart.

Genauso wenig kann ich Memoryschaummatratzen empfehlen, weil Memoryschaum schnell warm wird – und es ist wohl klar, dass niemand gut schlafen kann, wenn er schwitzt. Darüber kann man hier mehr lesen. Jugendmatratzen aus Memoryschaum sind gar nicht typisch, weil dieses Material viel zu teuer ist..

Also, das wichtigste noch einmal zusammengefasst: Eine Jugendmatratze soll formanpassenden und luftdurchlässig sein.

Welche Größe soll die Jugendmatratze haben?

Wenn man die falsche Größe wählt, wird man es später bereuen. In Österreich und Deutschland gelten diese Größen als Norm: 80×200, 90×200, 140×200, 160×200, 180×200.

Wenn man eine Matratze nimmt, die nicht eine von diesen Größen hat, bekommt man kein passendes Bett dazu. Man muss es extra anfertigen lassen, und das Problem ist, dass die meisten Hersteller das nicht machen, die anderen verlangen einen Aufpreis dafür. So hat man weniger Auswahl für mehr Geld.

Mein Rat ist, keine andere Größe zu wählen, als die oben genannten, wenn es nicht unbedingt sein muss, das gibt nämlich nur Probleme… Ähnliche Probleme hat man auch bei Betten in Größe 80×160, wir haben schon darüber geschrieben, warum diese nicht herkömmliche Größe am Ende mehr kostet…

Wo sollte man Jugendmatratze kaufen?

Ich rate immer dazu, mehrere Matratzen auszuprobieren, so kann man leichter die passende aussuchen. Man kann eine Matratze online bestellen. (Natürlich mit minimum 30 Tage Probeschlafen und Geld-Zurück-Garantie) Ich würde bei Webshop-Matratzenmann kaufen, weil wir zufällig eine prima Jugendbetteinlage mit dem Namen Orange Matratze haben… – die Autoren des Schlafblogs Matratzenmann sind auch bei ihnen tätig.  Zum Shop von Orange Matratze!

Sollten noch weitere Fragen aufkommen, die in diesem Artikel nicht beantwortet wurden, schreiben Sie an die Adresse info@matratzenmann.at, und ich beantworte sie.

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Umfrage über die Schlafgewohnheiten in Wien (2017)

Die Wiener stehen morgens müde auf! 1608 Wiener haben an der Umfrage über die Schlafgewohnheiten auf Facebook teilgenommen. Die Umfrage wurde vom 9. Juli bis 6. August durchgeführt. Die Befragten haben 10 Fragen erhalten. Sie war nicht repräsentativ! Wir haben schon Umfragen über die Schlafgewohnheiten durchgeführt, sieh dir an, wie die Linzer, St.Pöltener oder Grazer schlafen!

Die Auswertung der Umfrage

45, 5% der Befragten antworteten, dass sie nachts auf der Seite schlafen. Die Seitenlage ist sehr gesund! In dieser Schlafposition kann die Wirbelsäule entlastet werden und sie kann sich regenerieren. Bei dieser Schlafposition können wir Schnarchen und Atemaussetzer vorbeugen. 50% der Weltbevölkerung schlafen auf der Seite! Wir empfehlen, wenn jemand ein Seitenschläfer ist, sollte er sich eine halbharte Matratze kaufen. Auf solcher Matratze können das Kreuz, die Hüfte und die Schultern einsinken. Wichtig! Ein Seitenschläfer darf nie auf einer harten Matratze schlafen! Hier kannst du mehr über Wirkungen der harten Matratze auf die Gesundheit erfahren!

28,2 % der Befragten wechseln die Schlafpositionen nachts. 20,1 % der Wiener schlafen auf dem Bauch. Wir haben eine gute Nachricht für Sie, weil diese Schlafposition Vorteile hat. Die Bauchlage ist ideal gegen Schnarchen und Schlafapnoe! (Was weißt du eigentlich über Schlafapnoe? Klick hier auf den Link! Mach dich schlau über dieses Thema! Schlafapnoe)Wenn diese Bauchlage Vorteile hat, gibt es auch Nachteile. Die Hals- und Kreuzwirbeln werden überlastet. Das bedeutet, wir können nur so schlafen, wenn wir unseren Kopf zur Seite drehen und das deformiert die Wirbel.

5,4 % der Wiener schlafen in der Rückenlage. Diese Schlafposition ist die gesündeste, weil die Wirbelsäule richtig entlastet werden kann. Die Rückenschläfer können auf einer halbharten oder härteren Matratze schlafen. Wichtig! Es gibt leider Nachteile für diese Schlafposition. Nämlich sind die Rückenschläfer meistens von Schnarchen, Schlafapnoe und Atmungsbeschwerden betroffen.

0,7 % der Befragten wissen nicht genau, wie sie nachts schlafen. Wir empfehlen Ihnen, dass sie ein Schlaflabor aufsuchen sollen, weil wenn die Schlafstörungen vorliegen, können sie untersucht werden und es gibt dadurch Möglichkeit, dass sie vermeiden.

32,8 % der Befragten schlafen 7 Stunden und 21,1 % der Wiener schlafen 8 Stunden. Wir brauchen zwischen 7-8 Stunden zu schlafen. 53,9 % der Befragten antworteten, dass sie genügend schlafen. Natürlich bedeutet es nicht sofort, dass alle topfit aufstehen, die zwischen 7-8 Stunden schlafen. Es hängt von vielen Faktoren ab. z.B.: Wenn eine Matratze der Person nicht passt, kann sie nicht topfit aufstehen. Es ist ganz egal, wie viel sie schläft.

40,3 % der Wiener schlafen 6 Stunden oder weniger als 5 Stunden. 27,4 % der Befragten schlafen durchschnittlich 6 Stunden und 12,9 % schlafen weniger als 5 Stunden. Wir können oft vergessen, wie wichtig der Schlaf ist.Wenn wir regelmäßig wenig schlafen, führt es zu einem chronischen Schlafdefizit.

Die Folgen von dem Schlafdefizit:

  • beschleunigtes Puls
  • erhöhter Blutdruck
  • Risiko für Herzinfarkt

Da wir in der Nacht wach sind, können sich die Herzmuskeln nicht regenerieren, weil sie arbeiten müssen. Je wenig wir schlafen, desto mehr Stresshormone bilden sich in unserem Blut, aus diesem Grund verdoppelt sich Herzinfarktrisiko.

29,3 % der Befragten gehen zwischen 22-23 Uhr ins Bett. 31,9 % der Wiener gehen zwischen 23-24 Uhr schlafen. 11,4 % gehen früher als die Mehrheit schlafen. (zwischen 20-22 Uhr) 22 % der Wiener schlafen zwischen 24-02 Uhr ein.

36,9 % der Wiener sehen vor dem Schlafen fern. Wegen des Gerätes können wir nur schwer einschlafen, weil dieses Gerät uns wach hält. Tipp: Sieh dir keinen Horror oder Thriller vor dem Schlafen an, weil Stresshormon durch Fernsehen im Blut gebildet werden kann und es ist kein Wunder, dass wir wach werden und nicht einschlafen können. Wenn wir trotzdem fernsehen, wählen wir lieber einen Dokumentarfilm oder einen Film, der uns beruhigen kann.  24,4 % der Befragten spielen mit dem Handy, bevor sie schlafen gehen. Wegen des Lichts von dem Display des Handys wird die Produktion des Hormons Melatonin gestört, ist dieses Hormon für den normalen Schlaf verantwortlich. (Hier kannst du mehr über das Handy im Bett lesen) 10,6 % der Befragten lesen nur Buch, bevor sie ins Bett gehen.

62,7 % der Wiener stehen morgens müde auf. Sie können nicht genug schlafen und fühlen sich morgens unausgeschlafen, obwohl sie topfit aufstehen sollten. Wir brauchen viel Energie zur Arbeit oder zur Konzentration. Wir müssen mit den Folgen der Müdigkeit rechnen, wenn wir uns nicht genug Zeit geben, uns auszuschlafen!

Die Folgen der Müdigkeit:

  • Blutdrucksprobleme
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Verdauungsstörung

Zu guter Letzt geben wir den Wienern ein paar Tipps, mit denen sie besser schlafen und morgens topfit aufstehen können:

Wir hoffen, wir konnten helfen!

Zoltan Balo/Matratzenmann

Schreib uns einfach! Entweder via E-Mail an info@matratzenmann.at oder ruf uns an +43 676 6337090!

Der Inhalt der Umfrage kann kopiert und bearbeitet werden! Wir bitten euch, dass ein Link auf unsere Umfrage oder auf www.matratzenmann.at angezeigt werden soll! (Der Link muss klickbar sein!!!)

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Matratze auf den Boden? Wird sie da nicht schimmeln?

Matratzenhersteller und -händler haben allseits die Ansicht verbreitet, dass die Matratze nicht auf den Boden gelegt werden darf, deshalb kommen die Käufer schon mit der Frage ins Geschäft, worauf sie die Matratze legen dürfen.
In einigen Fällen lohnt es sich nicht, die Matratze auf den Boden zu legen, aber nicht weil die Matratze nicht gut genug ist. Das liegt nicht an der Matratze, sondern an der Wohnung.

In zwei Fällen ist es ausgeschlossen, die Matratze auf den Boden zu legen:

Wenn in der Wohnung Bodenheizung ist, möchte man natürlich, dass sie effektiv heizt, in diesem Fall empfehle ich es auch nicht – vor allem, wenn die Temperaturschwankung in der Wohnung zu hoch ist-, die Matratze auf den Boden zu legen. Auf dem Bild unten kann man sehen, wie schon ein Teppich die Effektivität beeinträchtigt. Eine Matratze wäre da auch keine Hilfe.

Es gibt aber noch schlimmeres, wenn es verboten ist, die Matratze auf dem Boden zu benutzen. Wenn die Wände und der Boden feucht oder schimmelig sind, oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. In so einer Wohnung zu leben ist schon an sich ungesund, und wenn dann auch noch die Matratze auf den Boden gelegt wird, kann es vorkommen, dass wegen der falschen Lüftung die Matratze von unten feucht wird und anfängt zu schimmeln.

Das ist kein Fehler der Matratze. Würde man ein Haufen Holzbretter auf den Boden legen, würden die auch schimmeln. Schimmelt die Matratze, ist natürlich der schuld, bei dem wir sie gekauft haben – denken viele. Eben wegen diesen Leuten kam der Satz „die Matratze nicht auf den Boden legen”. Klar, es ist auch besser fürs Geschäft, mit der Matratze auch gleich ein Bett und ein Bettgestell zu verkaufen.
Unabhängig davon denke ich, dass es besser ist, wenn die Matratze von unten Luft bekommt. Ich denke auch, dass das Leben ohne diese Probleme viel einfacher ist. Nur zur Sicherheit – würde ich meine Matratze auf den Boden legen – würde ich sie ein paarmal in der Woche auf die Kante stellen, wenn ich arbeite. Es schadet nie, etwas gut durchzulüften.

Nachteile, wenn man die Matratze auf dem Boden hält

Es gibt noch einige störende Faktoren, wenn die Matratze auf dem Boden ist:

  • Staub. Staub kommt meistens auf den Boden, so atmet man viel mehr Staub ein. Putzen kann natürlich hilfreich sein, aber so viel man auch putzt, auf dem Boden wird immer mehr Staub liegen, als auf dem Bett.
  • Insekten, Käfer, Spinnen. Viel mehr Spinnen werden auf der Matratze rumkrabbeln, wenn man auf dem Boden liegt, als auf dem Bett.
  • Warme Luft treibt nach oben, kalte nach unten. Wenn man oft friert, ist es besser, oben zu sein. (Ja, zu diesem Satz gehört der Quellenverweis der Technischen Universität )
  • Neben den zahlreichen Nachteilen gibt es auch einen eindeutigen Vorteil. Die Stützung. Liegt die Matratze auf einem Bettgestell mit Lücken, kann sie leicht kaputtgehen. Das passiert auf dem Boden ganz sicher nicht. Scherz beiseite, wenn die Wohnung in Ordnung ist, hat man nichts zu befürchten. Trotzdem sollte man die Matratze einmal pro Woche auf die Kante stellen, und gut durchlüften…

Was für eine Matratze soll ich kaufen?


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Matratzenauflage – Schützt vor Schmutz, Hausstaubmilben und verlängert die Nutzungsdauer!

Eine der nützlichsten Ergänzung zur Matratze ist zweifelsohne die Matratzenauflage. Mit etwas Übertreibung könnte ich sagen, ohne dies lohnt es sich gar nicht, Matratze zu kaufen. Es ist nämlich unentbehrlich für einen gesunden und hygienischen Schlaf, kann die Symptome von Asthma und Allergie mildern und obendrein die Nutzungsdauer der Matratze verlängern.

Schauen wir uns mal an, warum ich die Matratzenauflage für ein Muss halte, also welche unvergängliche Verdienste sie hat, welche es sich lohnt, zu kaufen, was die Leute von Zeit zu Zeit vom Kauf einer Matratzenauflage doch zurückhält bzw. ich würde ein paar Worte zu den sog. „alternativen“ Matratzenauflagen sagen.

1. Vorteile der Matratzenauflage

Wenn man über die Haltbarkeit einer Matratze redet, vergessen wir leider oft  den Faktor Hygiene Es ist zwar eine Binsenwahrheit, aber wir verbringen ein Drittel unseres Lebens tatsächlich zwischen Kissen im Bett. Denk‘ mal nach, wieviel Liter Schweiß du im Laufe der Jahre ins Bett schwitzt (hier würde ich mich über Speichel und andere Körpersäfte eher nicht auslassen…).

Die meistens weißen Matratzenbezüge werden sehr schnell schmutzig und staubig. Außerdem benutzen auch deine Heimtiere das Bett als Durchganshaus, Hunde und Katzen beschmutzen leicht den Bezug. Auch die „einfachen Unfälle“ passieren oft, wenn man z.B. etwas über die Matratze kippt. Von den Kleinkindern geht sogar „die Gefahr“ aus, dass sie darauf pinkeln.

Viele Matratzen werden obendrein auch noch heute mit einem nicht abnehmbaren Bezug hergestellt, der nicht vom Matratzenkern runtergezogen d.h. nicht gereinigt werden kann (das Staubsaugen nützt nicht viel). Der abnehm- und waschbare Bezug wiederum ist nicht einfach handzuhaben, ab- und aufzuziehen bzw. die meisten können in einem Stück abgezogen werden, es ist also so gut wie ausgeschlossen, dass du den Bezug einer Doppelbettmatratze in deine Waschmaschine stopfen kannst (nicht nur wegen der Größe, sondern auch wegen des Gewichts).

Man kann selten Bezug mit Reißverschluss sehen!

Die Matratzenbezüge können obendrein das häufige Waschen nicht ab(sie gehen ein oder leiern aus, eventuell zerfällt das Stoff schneller), außerdem können nur bei 30-40- Grad gewaschen werden (um sachlich zu bleiben:  der abnehmbare Bezug ist zwar von Vorteil, aber wirklich nur dafür gut, damit du es halbjährlich auswaschen oder reinigen lassen kannst).

Ich denke, auch du möchtest nicht Jahre lang auf einer dreckigen, vom Schweiß klebenden Matratze schlafen, die so aussieht, als hätte man sie aus dem Maul des Hundes gezogen.

Stell‘ dir mal vor, wie praktisch eine Matratzenauflage ist, die einfach auf deiner Matratze befestigt werden muss und die den Matratzenbezug vom Verunreinigung und Flecken schützt. Sie kann mit einer Handbewegung abgezogen und (meistens bei hohen Temperaturen) gewaschen werden, so kannst du auch noch nach Jahren auf einer frisch duftenden, hygienischen Matratze schlafen.

Darauf könntest du sagen, das tut auch ein einfaches Bettlaken, ist das nicht geeignet dafür?

Leider nicht. Ein dünner Bettlaken ist nicht viel wert, zum Beispiel wenn eine größere Menge Flüssigkeit auf deine Matratze kommt, die wasserundurchlässige Matratzenauflage lässt sie nicht durchdringen, während die zwar nicht wasserundurchlässige, aber genug dicke, mehrschichtige Matratzenauflage sie effektiv aufsaugt.

Ein dünner Bettlaken ist nicht viel wert!

Wir verbringen täglich mindestens 7-8 Stunden mit Schlaf, nachts drehen wir uns einige Male um (man kann sich aus vielen Gründen wälzen, das ist laut Spezialisten bis zu einem gewissem Grad normal). Der Matratzenbezug ist infolge der häufigen und andauernden Nutzung und des Wälzens einer besonders starken Benutzung ausgesetzt.

Infolge des Wälzens und der physikalischen Reibung wird der Bezug immer schäbiger und langsam abgewetzt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Bezüge ohne Matratzenauflage benutzter Matratzen innerhalb von ca. 2 Jahren schon ziemlich unter der Nutzung leiden (in unserem Fachgeschäft war das bei den nicht andauernd benutzten Ausstellungsexemplaren so, wie kann es dann wohl bei täglichem Gebrauch aussehen…). Auch die dünneren, normalen Laken aus Baumwolle verbessern nicht viel an der Lage.

Die richtige Lösung ist auch in diesem Fall die dickere Matratzenauflage, die die Reibung mildert und die Lebensdauer der Matratze sogar um Jahre verlängern kann, denn sie schützt sie vor vorzeitiger Abnutzung, Abwetzen (selbstverständlich wird auch die Auflage nach einer Zeit zerfallen, die kann aber ausgetauscht werden und kostet auch weniger als ein Matratzenbezug). Nehmen wir den Fall, dass es sich auf  deiner Matratze 8 Jahre lang gut liegen lässt: es ist wirklich ärgerlich, wenn der Bezug nach 2-3 Jahren abwetzt. Die Vorteile der „supertollen“ Matratzenbezüge gehen einerseits verloren, wenn die Hälfte des Bezugs fehlt, andererseits trägt der dicke Bezug bei vielen Matratzen auch zur Schlafkomfort bei.

Da der Bezug der Matratzen in vielen Geschäften sich nicht leicht beschaffen lässt bzw. der Hersteller nicht immer für Ersatz sorgt, auch wenn man es kaufen kann, ist der Preis alles andere als günstig, so kannst du mit einer Matratzenauflage sogar ein kleineres Vermögen sparen.

2. Matratzenauflage – ohne das gibt es keine Matratze für Allergiker!

Bei Verkauf von Matratzen wurde mir oft die Frage gestellt: „Diese ist eine Matratze für Allergiker, nicht wahr?“ Matratze für Allergiker in sich gibt es leider nicht (vergeblich locken damit viele Matratzenhersteller und -verkäufer), die Hausstaubmilben können jedoch von der Matratze ferngehalten werden.

Man braucht dazu nichts anderes, als eine mehrschichtige Matratzenauflage, die dick genug dafür ist, dass die Staubmilben nicht blitzschnell durch sie durchgehen können bzw. bei hohem Temperatur (mindestens bei 60, oder besser bei 90-95 Grad) waschbar ist.

Die Hausstaubmilben, diese spinnenähnlichen Parasiten, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind, ernähren sich nämlich mit  von der Haut, den Haaren und Nägeln runtergefallenen, abgestorbenen Epithelzellen und Schuppen.  Dementsprechend klettern die Milben in den Bezug deiner Matratze und dann ins Innere und vermehren sich dort schnell. Ihr Kot, der frei in der Luft herumfliegt, enthält ein Eiweißstoff, das der Hauptverantwortliche für Stauballergie und Asthma ist. Wie ernst das Problem ist, zeigt, dass die Allergie heute sowohl in Ungarn als auch auf der ganzen Welt zu Volkskrankheit wurde.

Wir wissen aber von diesen Schädlingen auch, dass sie über 60 Grad eingehen.

Du brauchst also nichts Anderes zu tun als deine Matratze mit einer Matratzenauflage zu benutzen, in die die Staubmilbe zwar genauso reinklettert, wenn du hingegen die Auflage so oft wie möglich bei hohem Temperatur wäschst, dann kannst du diese winzigen Ungeheuer, die deiner Gesundheit schaden, aus deinem Bett effektiv fortjagen.

3. Entfällt die Garantie für die Matratze ohne Matratzenauflage weg?

Mir begegnete dieses Problem auf ausländischen Seiten. In Österreich kann man über diese Frage nur im übertragenen Sinne sprechen, wortwörtlich verliert man nicht die Garantie für die Matratze wenn man keine Matratzenauflage kauft oder benutzt.

Bei den Matratzen umfasst jedoch die Garantie nur und ausschließlich die Herstellungsfehler. Man kann also nicht deswegen reklamieren, weil die Matratze bei den Hüften nach 6 Jahren weicher wurde (das nennt man natürliche Abnutzung) oder das Stoff des Bezugs vorzeitig zerfetzt, denn du hast ja die Möglichkeit, Matratzenauflage zu verwenden, der Matratzenhersteller haftet also nicht.

In Österreich gewähren die Hersteller für den Bezug im Übrigen fast überall 1-2 Jahre Garantie, aber die natürliche Abnutzung gilt auch hier nicht als Garantieproblem.  In meiner Laufbahn begegnete mir einmal eine Matratze, wo sich die Nähte auf der mit Merinowolle beschichteten Winterseite nach 2 Monaten trennten, das ist natürlich eine andere Sache, das zählt als Herstellungsfehler und dementsprechend wurde es auch seitens des Herstellers behandelt.

Es gibt aber einen Vertreiber, der (unter gewissen Bedingungen) eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie gewährt, wenn du bei ihm Matratzenauflage kaufst (die Matratzen werden nämlich nur in sauberem Zustand zurückgenommen, wofür die Matratzenauflage sorgt).

4. Welche Matratzenauflage sollte man wählen?

Aber welche Matratzenauflage ist die Beste? Wie findet man die am für sich idealste?

Deine persönlichen Präferenzen bestimmen, welche für dich am besten geeignet ist. Für den normalen Gebrauch empfehlen wir eine, die gut luftdurchlässig ist und man sich beim Liegen nicht von der Wärme erdrückt fühlt. Über diese Auflagen muss man wissen, dass sie nicht wasserundurchlässig sind, man muss also mit einem Glas Wein oder Becher Kakao aufpassen.

Für Kleinkinder ist dagegen die wasserundurchlässige Matratzenauflage praktisch, die den Kern der Matratze vor den „Unfällen“ schützt, kein Tropfen wird durchgelassen, die Unterseite ist nämlich aus PVC. Bei diesen muss man jedoch damit rechnen, dass die kaum Luft durchlassen, bzw. sich die obere Seite aus Frottee wie „Pappe“ anfühlt, die man mittels eines Baumwoll-Lakens gemütlicher gestalten kann. Für Kranke, Ältere oder bei Inkontinenz ist ebenfalls die wasserundurchlässige Matratzenauflage die sichere Lösung.

Einige Matratzenauflagen decken nur die Oberseite der Matratze ab und sind mit Gummiband an den Ecken zu befestigen, andere wiederum decken auch die Seiten der Matratze zu (sind den Spannbettlaken ähnlich). Ich halte die erste Lösung für ausreichend, denn die größte Gefahr droht immer die Oberseite der Matratze (Abnutzung, Flecken, usw.).

Wichtig ist noch das Grundmaterial der Matratzenauflage. Wie ich es erwähnt haben, die Unterseite der wasserundurchlässigen Matratzen ist aus PVC, die Oberseite aus Baumwollfrottee. Die gut luftdurchlässigen, normalen Matratzenauflagen werden meistens aus Stoffen aus Mischfäden hergestellt. Darum ist das Grundmaterial aus einer Baumwoll-Kunststoff-Mischung, denn diese können bei höheren Temperaturen gewaschen werden, eine zu 100% aus Baumwolle hergestellte Matratzenauflage könnte das nicht ab.

Man sollte auf jeden Fall eine Matratzenauflage kaufen, die über 60 Grad gewaschen werden kann (die besseren können bei 90-95 Grad sogar gekocht werden), denn mit damit kann man die Hausstaubmilben der Matratze fernhalten und dadurch auch für Allergiker geeignet machen. Wenn du es dir leisten kannst, wähle eine dickere, die die herübergekippte Flüssigkeit aufsaugt und sogar einem Schar von Hausstaubmilben widersteht (sie können nicht so schnell über sie durchklettern) bzw. eine dicke Matratzenauflage erhöht auch ein bisschen den Liegekomfort deiner Matratze. Die besten sind die aus drei Schicht bestehenden Matratzenauflagen, wobei die zusammengesteppten Deckmaterialen auch noch gefüllt sind.

5. Unbegründete Sorgen im Zusammenhang mit Matratzenauflagen

Die oben Erwähnten konnten dich schon davon überzeugen, wie viele Vorteile eine Matratzenauflage hat. Mit sind trotzdem Kunden begegnet, die ihre Bedenken im Zusammenhang mit Matratzenauflagen äußerten (um ehrlich zu sein, solche gab es ca. zweimal im Jahr).

Das eine war, dass die Matratzenauflage die Luftdurchlässigkeit der  Matratze beeinträchtigt. Tatsächlich, egal, welche Bettwäsche oder Laken du über die Matratze tust, es wird die Durchlüftung der Matratze immer ein wenig einschränken.  Es lohnt sich aber trotzdem zu benutzen, denn dieser kleine Nachteil ist Nichts (zu vernachlässigen) im Verhältnis zu den vielen Vorteilen, andererseits lohnt es sich tatsächlich eine luftdurchlässige, nicht ganz aus Kunststoff bestehende Matratzenauflage zu wählen. Übrigens, wenn man danach geht, dürfte man gar keinen Laken auf das Bett legen.

Das andere Bedenken war, dass die Matratzenauflage den Komfort der Matratze verändert. Die gesteppten, gefüllten, dicken Auflagen machen die Matratze tatsächlich um ein Hauch weicher, aber du darfst nicht glauben, sie würden aus einer harten Matratze eine halbharte machen.

“Warum ist das Stoff nicht ganz aus Baumwolle?”

Auch diese Frage wurde mir gestellt. Das Wesentliche an den Matratzenauflagen ist, dass sie bei hoher Temperatur gewaschen werden können, so kann man die Matratze für Allergiker geeignet gestalten. Die meisten Baumwollstoffe reagieren jedoch schlecht auf das Kochen (sie gehen ein, leiern aus, usw.), sie können nur Waschen bei 30-40 Graf ab, deswegen ist eine Matratzenauflage aus reiner Baumwolle selten.

6. Matratzenauflagen-Größen

Erstaunlicherweise stimmen die Größen von Matratzenauflagen mit denen der üblichen Matratzengrößen überein. Das heißt, dass die Vertreiber meistens die Matratzenauflagen in den Größen 80, 90, 140, 160, 180×200 auf Lager halten bzw. diese können mit kurzer Lieferzeit bestellt werden.

Wenn deine Matratze eine individuelle Größe hat, dann kannst du eventuell einen Hersteller suchen, die es dir auf Maß anfertigt. In diesem Fall musst du mit einer Lieferzeit von mehreren Wochen bzw. Monaten rechnen und man kann bei Anzahlung oder Bezahlung des vollständigen Kaufpreises bestellen.

Wenn es in deinem Doppelbett zwei Einzelmatratzen sind, dann lohnt es sich, nicht zwei kleinen, sondern eine große Matratzenauflagen zu kaufen, die deckt nämlich die Besucherritze ab (bzw. du kriegst die große Auflage wahrscheinlich zu günstigerem Preis als die zwei kleinen).

7. Alternative Matratzenauflagen

Es gibt auch Fälle, wobei gewisses Schlafzubehör auch als Matratzenauflage dienen kann.

Solche ist das Unterbett aus Wolle, das für ein angenehm warmes, trockenes Schlafklima für deinen erholungsbedürftigen Körper sorgt, vor Erkältung schützt, und deine Matratze durch seine Weiche gemütlicher gestaltet. Das Unterbett aus Wolle trennt deinen Körper vom Bezug der Matratze, bildet also eine Art Schutzschicht darauf. Es ist ein selbstreinigendes Material, das laut Forschungen auch von den Bettmilben gemieden wird.

Matratzentopper ist das Genre derjenigen, die mit einer harten Matratze den Kürzeren gezogen haben. Der Memory-Schaum, kalte Schaum oder die Latex Matratzentopper sorgen dafür, dass man auch auf einer viel zu harten Matratze bequem liegen kann, dass sie die Hüfte und Schulter beim Schlafen nicht drücken und man keinen Rückenschmerzen kriegt. Der Matratzentopper sorgt aber nicht nur für mehr Liegekomfort, sondern schützt auch den Matratzenbezug vor äußeren Einwirkungen, Verschmutzungen, Abnutzung.

Achte aber darauf, dass dieses nützliche Zubehör keine Matratzenauflage, die leicht zu pflegen ist und bei hohem Temperatur gewaschen werden kann, ersetzen können, sie nutzen sogar ohne Matratzenauflage schneller ab bzw. auch dein Portemonnaie wird sich nicht freuen, wenn du anstelle der Auflage diese kaufen würdest.  

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Kauf deiner Matratzenauflage!

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Tipps zur Auswahl einer Kaltschaummatratze

Man kann guten Gewissens sagen, in der heutigen Matratzenindustrie gibt es kein besseres Material, als Kaltschaum. Die ganze Mannschaft vom Schlafblog Matratzenmann steht voll und ganz hinter dieser Aussage, es gibt nichts Besseres…

Aber was ist Kaltschaum überhaupt, und was muss man besonders beachten, wenn man die individuell passende Kaltschaummatratze aussuchen möchte? Wir erklären das!

Inhalt (klicken Sie auf das Thema, wofür Sie sich interessieren)

Was ist Kaltschaum?

Bei Herstellung von Schaumstoffen war die Entwicklung des hochelastischen Kaltschaums zweifellos eine Spitzenleistung. Wir meinen, diese Leistung ist so bedeutend, wie damals die Entwicklung von Memoryschaum.

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Eine gute Matratze aus Kaltschaum ist komfortabel, hält lange, ist luftdurchlässig, demnach tragen alle Eigenschaften zur gesunden und hygienischen Nachtruhe bei. Kaltschaum sollte man nicht mit anderen Schaumstoffen (z. B. mit Schaumgummi) verwechseln, die Zusammensetzung und die Herstellungstechnologie ist grundlegend anders (daraus folgt, dass die typischen Merkmale auch anders sind, wie die besondere Homogenität und die Dichte).

Aber warum Kaltschaum?

Die Antwort darauf ergibt sich aus dem Herstellungsvorgang.

Herstellung von Kaltschaummatratzen

Kaltschaum ist eigentlich Polyurethan aus zwei Komponenten. Das sind Polyol (mit anderem Namen Zuckeralkohol, oder mehrwertiger Alkohol), und Isocyanat. Die chemische Reaktion der organischen Verbindungen der Hydroxygruppe (Polyol) und der isocyanathaltigen Gruppe (Isocyanat) ergibt das Polyuretan (Polimerkette), das unter dem Namen Kaltschaum bekannt wurde.

Bei der Herstellung wird jeder einzelne Vorgang strengstens überwacht, so können die Hersteller nicht nur die Merkmale und die Qualität des Kaltschaums gewährleisten (Elastizität, Härte, Dichte), sondern können auch auf den Umweltschutz achten (Zuckeralkohol – das auch als Süßstoff benutzt wird – ist völlig ungefährlich, der kontrollierte Verbrauch von Isocyanaten ist ebenso unbedenklich.)

Im Grunde gibt es zwei verschiedene Prozesse bei der Herstellung von Kaltschaum. Die eine Art war früher in Mode, die Schaumstoffe wurden lange Zeit bei hoher Temperatur hergestellt. Diese Technologie gehört mittlerweile der Vergangenheit an, die Behandlung bei niedriger Temperatur hat sich durchgesetzt und wurde verbreitet. In diesem Fall findet die chemische Reaktion bei relativ niedriger Temperatur (30-75 C°) statt, die Zyklusdauer ist kürzer (3-5 Minuten).

Daher kommt also der Begriff Kaltschaum.

Vorteile von Kaltschaummatratzen

Kaltschaum verfügt über zahlreiche günstige Eigenschaften, wenn man alle aufzählt, wird es klar, dass die Merkmale insgesamt das beste Matratzenmaterial ergeben. Kaltschaum ist bequem, formanpassend, punktelastisch, lange haltbar und luftdurchlässig.

Im Gegensatz zu anderen Schaumstoffen kann Kaltschaum die Wirbelsäule stützen, ohne Herausbildung von Druckstellen, er passt sich also perfekt der Körperkontur an. Dieser elastische Schaumstoff ist also fähig, Rücken- Hüft- oder Halswirbelschmerzen vorzubeugen oder diese zu lindern, indem er die Rückenwirbel entlastet.

kaltschaum

Kaltschaum passt sich der Körperform so perfekt an!/Quelle: sleepdelivered.com

Kaltschaum, der dem Körpergewicht entsprechend hart und geformt (profiliert) ist, passt sich der Körperform so perfekt an, wie Memoryschaum, oder qualitative Matratzen mit Taschenfederkern.

Einzigartige Punktelastizität ist auch charakteristisch für Kaltschaum (auch Memoryschaum zeichnet sich damit aus), wenn man also auf die Matratze hüpft, wird sich die Seite des Partners nicht einmal regen, die Matratze fällt also nicht in die Richtung ab. Unnötig zu betonen, wie wichtig das für die vollkommene Entspannung ist.

Jeder weiß schon im Schlaf, dass man für die erholsame Nachtruhe relativ kühles und trockenes Klima benötigt. So muss man sich im Schlaff nicht so oft umdrehen, man schwitzt nicht, und die Entgiftung ist optimal. Die „durchlöcherte“ Struktur der Kaltschaummatratze bietet dieses ideale Schlafklima. Man muss sich das so vorstellen, dass es tausende und abertausende dünne Adern in der Matratze befinden, diese mikroskopisch kleine Kanäle leiten die Feuchtigkeit, die beim Schlaf aus dem Körper entweicht, ab, so erwacht man am Morgen unter hygienischen Bedingungen.

Neigt man zum Schwitzen, ist Kaltschaum die ideale Lösung für das Problem, im Gegensatz zu Memoryschaum wird er nämlich ausgezeichnet durchgelüftet, man schwitzt also in der Nacht nicht.

Belastungstests haben ergeben, dass Kaltschaum selbst bei dauerhafter, hoher Belastung weniger aus der Form kommt, als andere Materialien. Eine Betteinlage aus Kaltschaum sollte also bei passender Behandlung (Umdrehen, Beachten des Gewichtslimits, kein „Sofaeffekt“) mindestens 7-8 Jahre lang halten (Fachleute aus Amerika meinen übrigens, man sollte eine Matratze 5-7 Jahre lang nutzen). Matratzen mit Federung halten deshalb nicht länger, als Kaltschaum, weil in denen als Komfortschicht ebenfalls irgendeine Schaum- oder Latexpolsterung ist, und wenn die kaputtgeht, bietet die Federung allein keinen Komfort.

Ein weiterer Vorteil von Kagerollte Matratzenltschaummatratzen ist, dass sie besonders pflegeleicht sind. Es gibt nur sehr wenige Betteinlagen, die man nicht ab und zu umdrehen muss, damit beide Seiten gleichmäßig gebraucht werden, um keine Seite durchzulegen. Latexmatratzen und Matratzen mit Federung sind wahnsinnig schwer, eine Kaltschaummatratze dagegen kann mit einer leichten Bewegung umgedreht werden. Da sie vakuumverpackt sind, sehen die Kaltschaummatratzen  so aus, wie eine übergroße Kapsel, so ist der Transport ein Kinderspiel (sie passen sogar in ein kleineres Auto), Folienverpackung in mehreren Schichten schützt sie vor Verschmutzung und Verletzungen.

Dieses wunderbare Material ist vielseitig kombinierbar, so kann jeder für sich das individuell günstigste aussuchen. Kaltschaummatratzen unterscheiden sich in Härte, Elastizität und Dichte, es gibt verschiedene Variationen von vollkommen dichten, in Form geschnittenenund profilierten Kaltschaummatratzen.

Härtegrad der Kaltschaummatratzen

Dieses Thema wirft Probleme auf, es gibt nämlich keine einheitliche Norm oder Kategorie bezüglich des Härtegrades. Einige Vertreiber verwenden zwar die Kennzeichnungen H1, H2, H3, andere nicht, also kann man nicht bequem von zu Hause aus entscheiden, welche die geeignete ist, oder wenn man die eine mit H kennzeichnete Härte ausprobiert hat, hat man immer noch keine Grundlage, diese mit anderen zu vergleichen.

So bleibt einem nichts anderes übrig, als ins Fachgeschäft zu gehen und die Matratzen auszuprobieren. Dann und dort, die gewohnte Schlafposition aufnehmend kann man fühlen, ob es sich lohnt, in die Matratze zu investieren. Im Voraus können wir sagen, dass das Körpergewicht und die Schlafposition entscheidend für die Auswahl der sympathischsten Kaltschaummatratze sein werden.

Warum ist die Dichte des Kaltschaumes ausschlaggebend?

Die Dichte des Materials ist ein ausschlaggebendes Kriterium für den Wert einer Kaltschaummatratze. Die dichtere ist einfach besser. Sie enthält mehr Material, ist länger haltbar, man kann sie einfach nicht so leicht durchliegen. Die Maßeinheit ist kg/m3, davon hängt auch das Gewicht der Matratze ab.

Wie auch bei anderen Themen, gibt es in dieser Frage auch bedeutende Meinungsunterschiede zwischen der österreichischen und der ausländischen Matratzenindustrie. In Österreich sind Kaltschaummatratzen von 28-32 kg/m3 Dichte verbreitet, eine mit 35 Dichte hebt sich schon hervor. In Westeuropa oder in den Vereinigten Staaten schwört man dagegen auf Kaltschaum mit 40 kg/m3 Dichte.

Wonach soll man sich also richten? Am besten wählt man Kaltschaum ab 35 kg/m3 oder höheren Dichte, solche schon als Premiummarke geltenden Matratzen  kann man vereinzelt auch auf dem ungarischen Markt finden.

Hochelastischer Kaltschaum

In Österreich kann man eher festen Kaltschaum finden, der ist härter und bietet bei überdurchschnittlichem Gewicht, stärkerem Körperbau oder bei Schlaf in Rückenlage echten Komfort.

Elastischer Kaltschaum dagegen ist bequemer, bietet optimale Gewichtverteilung, unabhängig von der Schlafposition und vom Körpergewicht. Unserer Erfahrung nach kann es eine relativ härtere, an der Oberfläche feste (nicht in Zonen aufgeteilte), aber elastische Kaltschaummatratze mit einer Matratze mit 2-3 cm Memoryschaumschicht aufnehmen.

Profilierte und in Zonen geteilte Kaltschaummatratze

Forschungen haben ergeben, dass halbharte Matratzen bei Menschen mit durchschnittlichem Körpergewicht Rücken- und Kreuzschmerzen lindern können, weil diese Matratzen die Wirbelsäule optimal entlasten.

Herkömmliche feste, steife oder auch elastische Kaltschaummatratzen können bei Seitenlage oder Bauchlage die Hüfte oder die Schultern zu sehr unter Druck setzten. Diese bieten also nur bei überdurchschnittlichem Gewicht, oder bei Leuten, die ausschließlich auf dem Rücken schlafen, echten Komfort.

Der Durchschnitt (Statistiken zufolge schlafen 50-60% der Menschen auf der Seite, 10-20% auf dem Bauch) kann die Wirbelsäule auf profilierten, halbharten Kaltschaummatratzen besser regenerieren.

Was bedeutet eigentlich Profilierung?

Mikrocomputergesteuerte Schneidmaschinen (auch CNC genannt) bilden auf der Oberfläche des Kaltschaums verschiedene Mustern. Kaltschaummatratzen mit profilierter Oberfläche sinken besser ein, bilden keine Druckpunkte auf den verschiedenen Körperteilen, sie sind auch ideal luftdurchlässig, und verhindern so das Schwitzen während der Nachtruhe. Die Formen auf der Oberfläche der Matratze sind meistens nicht so tief geschnitten, dass der Körper zu sehr  einsinkt, das würde nämlich die Wirbelsäule deformieren.

Profilierte Kaltschaummatratze

Die Ventilation kann noch weiter verbessert werden, indem man nicht nur die untere, und/oder obere Liegefläche der Matratze formt, sondern auch ins Innere Kanäle schneidet. So wird die Matratze auch von Innen durchgelüftet, und sie ist an diesen Stellen auch weicher.

Durch die Technologie der Profilierung wird aus der auch so schon ausgezeichnete Stütze bietenden Kaltschaummatratze eine Matratze mit mehreren Zonen, die sich getrost mit qualitativ hochwertigen Memorymatratzen oder Taschenfederkernmatratzen messen kann, was Formanpassung und Bequemlichkeit betrifft.

Wie dick soll die Kaltschaummatratze sein?

Unserer Meinung nach ist eine Matratze erst ab 16-18 cm zu gebrauchen. Eine dickere Matratze enthält mehr Material, wird nicht so leicht weich, es bilden sich keine Dellen, und die Liegefläche ist auch höher, so muss man am Morgen nicht mühsam aus dem Bett klettern, sondern man steht einfach auf. Es ist kein Zufall, dass ernstzunehmende Matratzen für Erwachsene mindestens 18 cm dick sind, nur die können nämlich das Körpergewicht entsprechend halten.

Es stimmt aber auch, dass das Material der Matratze, und ihre Härte die ideale Dicke ebenfalls beeinflussen. 18 cm will nichts heißen, wenn die Matratze viel zu weich ist, und eine entsprechend festere von 14 cm auch geeignet wäre.

Die Kaltschaummatratze sollte mindestens 16-18 cm dick sein, oder noch höher, ihre Lebensdauer hängt unter anderen Faktoren (Qualität, Dichte, usw.) auch davon ab.

Welches Bettgestellt eignet sich für Kaltschaummatratzen?

Dünnere, 10-15 cm hohe Matratzen haben den Nachteil, dass sie nicht tief genug für das Körpergewicht sind, so kann man an der Hüfte das darunter liegende Bettgestell fühlen. Bei so einer Matratze muss also das Gestell elastisch sein, um Formanpassung zu bieten.

Hält man sich jedoch an die oben genannte Regel (und nimmt eine mindestens 18 cm Matratze), kann man auch ein elastisches, verstellbares Gestell zur Kaltschaummatratze kaufen, wenn man Lust hat, möchte man aber eher Geld sparen und trotzdem eine dauerhafte Lösung finden, nimmt man ein Bettgestell aus festem, massivem Kieferholz, oder Hartholz.

Für die Hygiene der Kaltschaummatratze: waschbarer Bezug und Matratzenschoner

Eine Matratze, die man jahrelang benutzt, wird zu einer echten Ansammlung von Milbenkot, was ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem sein kann, denn die Proteine im Milbenkot sind für die meisten allergischen und asthmatischen Beschwerden verantwortlich. Außerdem gelangen mehrere Liter Schweiß in den Matratzenkern, ganz zu schweigen von der Verschmutzung. Kurz gesagt wird die Matratze in einigen Jahren abgenutzt.

Was die Luftdurchlässigkeit betrifft, ist Kaltschaum der eindeutiger Sieger unter den Schaumstoffen, dank der zahlreichen dünnen Kanälen im Inneren sorg die Profilierung für noch effektivere Luftdurchlässigkeit. Sie ist also praktischer, als andere Schaumstoffmatratzen, trotzdem muss man noch weitere Maßnahmen treffen, um die Hygiene der Matratze jahrelang zu sichern.

Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug gehört mittlerweile zur Standardausstattung jeder Matratze. Es klingt gut, dass der Bezug der ausgesuchten Kaltschaummatratze abziehbar und sogar waschbar ist. Eins vergisst man aber immer wieder: Matratzenbezüge sind viel dicker, als ein Bettlaken, und ein Bezug in Doppelbettgröße passt nicht in die Waschmaschine, die meisten können nur in einem Stück abgezogen werden.


Noks Matratze – die perfekte Matratze


Man sollte also auf der Hut sein, und eine Kaltschaummatratze mit einem Bezug wählen, der rundherum mit Reißverschluss versehen ist, so kann man den Bezug in zwei Teilen von der Matratze nehmen, und die Liegefläche passt ganz einfach auch in eine kleinere Waschmaschine. Diese Bezüge sind im Übrigen nicht dazu gedacht, sie jede Woche zu waschen, sie halten auch Wäsche über 60 Grad nicht so gut aus.

Der Matratzenschoner ist geeignet für häufiges Waschen (eventuell jede Woche) bei hoher Temperatur (90-95°). Diese Schonbezüge sind meistens aus Mischfaser (Baumwolle-Polyester), so gehen sie nicht vorzeitig kaputt und können beliebig oft „gekocht” werden. Die schon erwähnten Milben können nur bei hoher Temperatur (mindestens über 60°) 100% sicher abgetötet werden.

Möchte man die Lebensdauer der Kaltschaummatratze verlängern, sie vor Abnutzung, Verschmutzung und Milben schützen, sollte man Matratzenschoner benutzen!

Bei weiteren Fragen im Zusammenhang mit Kaltschaummatratzen, schreiben Sie einfach an diese Adresse: info@matratzenmann.at

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Quellen:

  • topxltwinmattress.com/cold-foam-mattress-reviews/
  • www.chemtrend.com/process/high_resilience_cold_foaming
  • www.slideshare.net/laurieblackford/cold-foam-mattress-for-the-best-night-sleep
  • www.eurofoam.hu/alvaskultura/hideghab/
  • www.eurofoam.hu/termekek/specialis-komfort/
  • www.us-mattress.com/what-is-hi-resiliency-foam.html
  • www.bedtek.com/flexible-foam-mattresses-s/13024.htm
  • en.materasso.eu/materials/hr-foam-cold-foam.html