Monat: Februar 2018

5 praktische Tipps zur Auswahl der perfekten Daunendecke!

Schon unsere Vorfahren hatten eine Ahnung davon, als sie ihre Decken mit den Federn und Daunen ihrer Haustiere füllten. Die mit Enten- oder Gänsedaunen gefüllten Daunendecken waren wegen ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften weit bekannt.

Vielleicht erinnerst du dich noch an die Federndecke deiner Großmutter, die unglaublich warm (manchmal sogar zu warm) war und oft leider ein wenig kratzte, geschweige davon, dass sie auch noch ein ordentliches Gewicht hatte. Unter eine Daunendecke zu schlüpfen ist da schon ein ganz anderes Gefühl.

Eine Daunendecke ist warm und federleicht, während sie zugleich verwöhnend weich und fein anschmiegsam ist. Es ist vielleicht nicht übertrieben sie ein wenig mit einer Seidendecke zu vergleichen.

Dieses Erlebnis wird dir aber nur zuteil, wenn du sie richtig nach ihren Eigenschaften auswählst. Schauen wir mal worauf du beim Kauf achten solltest.

Inhaltsverzeichnis – klick auf das Thema, das dich interessiert!

  • Welches Füllmaterial – Federn, Daunen-Federn-Gemisch und Daunen
  • Füllkraft – was man über eine hochwertige Daunendecke wissen sollte
  • Wieso ist das Füllgewicht der Decke so wichtig?
  • Ein paar Worte zum Obermaterial der Decke
  • Wo sollte man eine Daunendecke kaufen?
  • + 1 Tipp: Handhabung und Reinigung der Daunendecke

 Welches Füllmaterial – Federn, Daunen-Federn-Gemisch und Daunen

Auf dem österreichischen Markt findet man neben Decken mit Federfüllung solche aus Daunen-Federn-Gemisch sowie mit reiner Daunenfüllung. Die nur mit Federn befüllten Decken ähneln im Prinzip den Daunendecken (nur nicht so schwer und pieksig).

Die Füllung beim Daunen-Federn-Gemisch besteht in der Regel aus 50-80% Daunen, der Rest aus kleinen Federn. Das ist zwar schon sehr viel praktischer als eine Federndecke, aber immer noch nicht das Wahre.

Das „Daunendecken Feeling“ bringen erst die echten, zu 100% mit Daunen befüllten Decken (laut Insiderinformationen enthalten auch diese Decken minimal kleine Federchen, daher beträgt der wahre Daunengehalt ca. 95%. Das beeinflusst aber nicht den Komfort der Decken. Oft werden aber auch Decken mit einem Daunengehalt von 90% mit dieser Bezeichnung versehen.)

Die zweidimensionalen Federn schützen die Daunen vor Staub, sind gut wärmedämmend, pieksen aber wegen ihrer Schäfte und haben mehr Gewicht als Daunen, deswegen sind Federdecken zwar warm, können aber – trotz ihres vor den Federn schützenden Inletbezugs – zu Stechgefühlen auf der Haut führen und besitzen ein höheres Gewicht als echte Daunendecken.

Federn mit flexiblem Schaft verwendet man mit Vorliebe für Kissenfüllungen (diese nennt man Federkissen), da sie den Halswirbeln stabilen und prallen Halt geben.

Die Daunen sind der flockenförmige Teil des Gefieders, sehr weich und quasi ohne Gewicht, sind dreidimensional mit unzähligen strahlenförmig angeordneten Federästen, die die Luft hervorragend einfangen und deren Wärmegrad somit mit zum Besten gehören, das es gibt.

Je größer der Daunenanteil, desto leichter, weicher und wärmer die Decke.

Deswegen ist es ein unvergleichliches Erlebnis in eine Daunendecke gekuschelt zu schlafen. Stell dir vor, deine Decke umhüllt dich so sanft, dass du überhaupt nicht spürst, dass etwas auf dir liegt und wärmt dich selbst in ausgesprochen kühler Umgebung. Zudem steigert sie deinen Schlafkomfort dadurch, dass sie deine Haut absolut nicht irritiert.

Ein Daunen-Feder-Gemisch ist auch nicht schlecht, bleibt aber bezüglich des Komforts hinter der reinen Daune zurück. Da der größte Vorteil der Daunendecke gerade in ihrer „Schwerelosigkeit“ liegt, sollte man keine Kompromisse schließen und sich lieber für eine reine Daunendecke entscheiden.

Eine Decke aus Enten- oder Gänsedaune?

Obwohl beide Arten von guter Qualität sein können, sollte man aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften lieber zur Gänsedaune greifen.

Nicht von ungefähr erfreut sich die Gänsedaunenfüllung auf dem österreichischen Deckenmarkt größerer Beliebtheit. Die Gänsedaune ist größer und hat bessere wärmedämmende Eigenschaften als die der Ente und besitzt somit eine höhere Füllkraft. Die Daunen der Ente, die übrigens früher geschlachtet wird, sind von gelblicher Färbung, kleiner und weniger leicht als die der Gans und gelten damit im Allgemeinen las nicht so hochwertig.

Als Besonderheit erwähnenswert ist noch die Daune der Eiderente, die über die beste Wärmedämmung aller Daunen verfügt. Wegen der horrenden Preislage für Eiderentendaunen finden sich damit befüllte Daunendecken auf dem österreichischen Markt selten im Angebot.

Füllkraft – was man über eine hochwertige Daunendecke wissen sollte

Die wirklich gute Daunendecke wird mit einem kleinerem Gehalt an größeren Daunen befüllt. Diese sind wirklich zugleich warm und leicht, da mehr Luft in der Decke ist. Sie sind luftiger, oder anders ausgedrückt wärmeisolierender und ätherischer.

Je größer und flexibler (und somit haltbarer) die Daune, desto höher ihre Füllkraft und desto weniger braucht man zur Deckenfüllung. Die Füllkraft gibt also Qualität und Wertigkeit einer Daunendecke an und wie hoch das Daunendecken-Feeling ist (wie warm, leicht und langlebig).

Bei einer niedrigeren Füllkraft muss die Decke mit so viel Daunen befüllt werden, dass diese die Kammern ausfüllen und somit weniger leicht und warm ist.

Da die diesbezüglichen Normzahlen von den Händlern leider oft nicht angegeben werden, bekommt man nur dann Sicherheit, wenn man die Daunendecke in einem einschlägigen Fachgeschäft kauft.

Wieso ist das Füllgewicht der Decke so wichtig?

Neben der Füllkraft bestimmt das Füllgewicht den Wärmegrad der Daunendecke. Das Füllgewicht einer 1-Personen- Daunendecken bewegt sich gewöhnlich zwischen 400 und 1300 Gramm.

Bei der Auswahl des Füllmengengewichts lohnt es sich die Schlafzimmertemperatur (Heizungsgrad) und den persönlichen Wärmebedarf (und wie leicht man friert) zu berücksichtigen.

Für die leichtere Sommerzeit empfiehlt sich im Allgemeinen eine 400-Gramm Daunendecke, für die Übergangs- und Winterzeit Decken mit einem Füllgewicht von 800-1300 Gramm. Die Füllmengen variieren abhängig vom Hersteller jeweils ein wenig, momentan arbeitet die Firma Dilani mit dem höchsten Füllgewicht (im Gegensatz zu anderen Herstellern beträgt beispielsweise die Füllmenge von deren Winterdecken 1300 Gramm).

Decken mit einem Daunen-Federn-Gemisch können in leicht höheres Gewicht aufweisen, da die darin enthaltenen Federn größer sind.

Ein paar Worte zum Obermaterial der Decke

Das Material des Daunendeckenbezugs beeinflusst den Komfort und die Geschmeidigkeit bei Daunendecken und verhindert bei Decken mit reiner Federnfüllung oder solchen mit einem Daunen-Federn-Gemisch, dass die Federn durchstechen.

Im Allgemeinen verwendet man Baumwollinlets, Baumwolle, Satin, aber auch Leinen, seltener Seide. Alle Stoffe können gut ausgelüftet werden und besitzen hervorragende Feuchtigkeit absorbierende Eigenschaften.

Falls die Wahl auf eine Decke mit Daunen-Federn-Gemisch fällt, sollte man unbedingt darauf achten, dass der Bezug aus einem dichtgewebten, federsicheren Baumwollstoff besteht. Man sollte die Decke in einem Fachgeschäft ausprobieren, da die Erfahrung zeigt, dass die Bezeichnung „federsicher“ nicht bei jedem Bezug wörtlich genommen werden kann…

Heutzutage weisen Daunendecken eine Kassettenstruktur auf. Dabei wird das Obermaterial in Längs- und Querrichtung gesteppt, wodurch sich das Füllmaterial gleichmäßig in den Kassetten verteilt und wegen den Trennnähten nicht hin- und herrutschen kann. Das ist praktisch, weil somit eine gleichmäßige Wärmeisolierung über die gesamte Oberfläche der Decke gewährleistet wird. So können unter der Decke auch die Füße nicht frieren (früher war noch die „Kanalwandlösung“ in Mode, heute nicht mehr gebräuchlich).

Wo sollte man eine Daunendecke kaufen?

Beim Kauf einer qualitativ hochwertigen Daunendecke sollte man die oben aufgeführten Gesichtspunkte unbedingt berücksichtigen. Wenn alles stimmt, hat man beste Chancen, in Zukunft wirklich besser schlafen zu können.

Man kann auch auf Nummer Sicher gehen, indem man die Decke dort kauft, wo man mit nötigem Fachwissen und Beratung bei der Auswahl der individuell besten Decke behilflich ist. In solchen Fachgeschäften ist die Chance, ein Produkt zu erwerben, das alle persönlichen Bedürfnisse zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, am größten.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich hier die Hersteller Billerbeck, Naturtex und Dilani erwähnen. Die Daunendecken von Naturtex und Dilani kenne ich etwas näher und halte deren Produkte für hervorragend.

+ 1 Tipp: Handhabung und Reinigung von Daunendecken

Damit Dir die Daunendecke über lange Jahre schöne Träume bieten kann, muss sie mit großer Sorgfalt behandelt werden.

Das tägliche Auslüften von Bettwäsche und Decken versteht sich von selbst und gilt selbstverständlich auch für Daunendecken. Man sollte sie sogar täglich auslüften (wobei man aber die pralle Sonne meiden sollte, da sie sonst austrocknen), damit die während der Nacht aufgesogene Feuchtigkeit entweichen kann und sie wieder frisch werden. Daneben empfiehlt sich ein vorsichtiges Bewegen, beziehungsweise vorsichtiges Schütteln, damit die Decke ihre ursprüngliche Form wiedererlangt.

Abstauben und (Aus-) Klopfen einer Daunendecke sollte man tunlichst vermeiden, genauso wie sie mit dem Staubsauger abzusaugen, da die Daunen und filigranen Federn sonst zerbrechen oder zerreißen können.

Ein Teil der Daunendecken darf nur in der Reinigung gereinigt werden, wenn sie sehr verunreinigt sind. Andere wiederum können bei 30-60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden, bzw. im den Wäschetrockner getan werden.

Viel Erfolg bei der Auswahl Deiner Daunendecke!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen