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5 praktische Tipps zum Kauf einer Decke oder Steppdecke

Inhalt (klicken Sie auf das Thema, wofür Sie sich interessieren)

Kauf einer Decke – worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Kauf einer Decke – worauf sollte man achten, wenn man die ideale Decke auswählen möchte?

Vielleicht ist es aufgefallen, dass im Titel sowohl Decken als auch Steppdecken erwähnt werden. Die beiden haben zwar die selbe Funktion, und doch sind sie nicht gleich, und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten den Unterschied nicht kennen. Eine Decke ist (in der Regel, aber nicht immer) dünner, als eine Steppdecke und homogen (meistens aus Gewebe). Zum Beispiel die Merinoflor Wolldecke aus qualitativ hochwertigem Kammgarngewebe. Eine Steppdecke ist dagegen (häufig) dicker, sie hat  eine obere Schicht und eine Füllung (das Füllmaterial ist an die obere Schicht geheftet oder genäht).

Schauen wir zuerst die Anhaltspunkte an, die beim Kauf einer Decke oder Steppdecke wichtig sind.

Größe der Decke

Im Allgemeinen gilt die Regel, dass die Decke um 15-20 cm länger sein soll, als die Körpergröße, denn so kann man sie gemütlich hochziehen, ohne dass die Beine raushängen. Eine reguläre Decke ist übrigens 200 cm lang (ich habe ein paarmal schon kürzere gesehen), was für einen durchschnittlich hohen Mann ausreichend ist.

Die nächste Frage, die man sich überlegen sollte, ist, wie breit die Decke sein soll. Soll sie überhaupt für eine Person gemacht sein, oder für zwei?

Bei Decken für eine Person ist die 130 cm oder 140 cm breite am beliebtesten, das ist die Regel (ab und zu findet man welche, die 135 cm oder 150 cm sind). Ich halte die Größe 140×200 für praktisch, man kann sich gemütlich zudecken, oder sich auch damit einwickeln, selbst wenn man etwas stärker gebaut ist.

Ich weiß, viele Paare lieben das Gefühl, sogar durch eine große Decke miteinander verbunden zu sein (Decken für zwei sind meistens 200 cm oder 220 cm breit), trotzdem sollte man sich überlegen, lieber zwei Decken zu benutzen, zum einen ist das bequemer, man kann sie nicht so leicht von dem anderen runterziehen, außerdem ist eine Winterdecke ziemlich schwer und unhandlich (zB. eine Winterwolldecke für zwei Personen kann ca. 6 Kilogramm schwer sein!).

Hochgewachsene, oder Leute, die für ihren Bezug eine Decke mit spezieller Größe brauchen, können sich auch eine in individueller Größe machen lassen.

Warum ist die richtige Decke so wichtig?

Um erholsam zu schlafen, und sich am Morgen energisch zu fühlen und mit Schwung in den Tag zu starten, braucht man nicht nur eine gemütliche Matratze, die richtige Bettwäsche, also Kissen und Decke/Steppdecke sind ebenso wichtig.

Fehlt es daran, und es ist beispielsweise zu warm, die Decke ist nicht atmungsaktiv, dann wacht man verschwitzt auf, und erkältet sich beim Aufstehen. Wenn man sich in der Nacht immer wieder zudecken muss, kann auch keine Rede vom erholsamen Schlaf sein. Dazu müssen wir noch wissen, dass eine Decke, die ein Friedhof für Milben ist, allergische und asthmatische Beschwerden verschlimmert.

Warmhalten und individueller Wärmebedarf, gesundheitliche Probleme

Die ideale Decke bietet also dem Körper angenehm warme/kühle Temperatur und Trockenheit, indem es die Körpertemperatur hält, und dabei auch luftdurchlässig ist. Eine gute Decke hält warm und man schwitzt nicht.

Woran kann man die ideale Decke erkennen?

Das hängt davon ab, wie die Temperatur (die Beheizung) im Schlafzimmer in den verschiedenen Jahreszeiten ist, wie hoch der individuelle Wärmebedarf ist, oder auch ob man gesundheitliche Probleme (zB. Allergien) hat. Diese Faktoren entscheiden darüber, aus welchem Material die Decke am praktischsten sein soll.

Man kann sich eine dünnere, weniger warme Decke (bzw. eine Steppdecke mit leichterem Füllgewicht) für den Sommer und mildere Jahreszeiten (Herbst, Frühling) anschaffen (Dicke und Warmhaltefähigkeit gehen nicht immer parallel einher!), im Winter kann man zu einer isolierenden, dicht gewobenen, schwereren Decke wechseln. Es gibt auch Übergangsdecken für alle Jahreszeiten, die man das ganze Jahr über benutzen kann.

Das folgende Beispiel zeigt, wie schwer es ist, die ideale Decke zu finden, und wie subjektiv das Ganze ist. Ich benutze eine leichte, nicht so dicke Decke (abwechselnd mit einer Bambusdecke) im Sommer und in den Übergangszeiten (Herbst, Frühling), im November hole ich die dichte, doppelschichtige Wolldecke hervor. Der Chefredakteur unseres Blogs, Gábor dagegen heizt sein Schlafzimmer so warm, dass er das ganze Jahr über mit seiner anschmiegsamen Wolldecke auskommt.

Atemwegserkrankungen wie Allergien und Asthma haben auch eine Einfluss darauf, welche Decke man wählt. Man sollte sich eine suchen, in die die Milben nicht hineingelangen (es gibt nur wenige davon), oder eine, die man bei warmer Temperatur (über 60 Grad) waschen kann, um diese Schädlinge zu bekämpfen.

Wo soll man Decken und Steppdecken kaufen?

Meiner Meinung nach ist es besser, auch Decken und Steppdecken im Fachgeschäft für Schlafkultur zu kaufen (oder, wenn es geht, im Markengeschäft des Herstellers), als in den großen Einrichtungshäusern (IKEA, KIKA, Jysk und Co.), oder, wie wir sehen können, gibt es mittlerweile Billigbettwäsche in den Supermärkten (z. B. Spar). Man sollte ins Fachgeschäft gehen, auch wenn man im Kaufhaus alles billiger bekommt.

Warum bietet ein Fachgeschäft mehr?

Der Verkäufer versteht wirklich etwas von Decken, er kann individuell beraten, die Decken können befühlt und ausprobiert werden, und auch später wird man über die Pflege und Reinigung beraten. Auch eventuelle Beschwerden werden im Fachgeschäft ernst genommen und flexibel behandelt, ein Kaufhaus kann man dagegen endlos anrufen, bis einer endlich ans Telefon geht…

Deshalb muss man auch beim Online Kauf vorsichtig sein, da kann man sich nur auf die Produktbeschreibung verlassen, deshalb sollte man unbedingt auf Umtausch oder Geld-zurück-Garantie bestehen, wenn man keinen Fehlgriff machen möchte. Geldrückgabe ist sowieso praktisch, weil man mehrere Nächte unter der Decke schlafen sollte, bis man entscheidet, ob sie wirklich die richtige ist, bei Bettwäsche ist es aber nicht typisch, dass es diese Möglichkeit zur Probe gibt.

Man sollte wissen, dass die Garantie normalweise, wenn keine Umtauschgarantie vorliegt, sich nur auf Produktionsfehler bezieht (Materialmängel, Nähfehler), man kann nicht reklamieren, wenn die Decke zu warm, zu schwer oder unbequem ist.

Schauen wir uns jetzt die Materialien der Decken und Steppdecken an.

Wolldecke und Wollsteppdecke

Merinoflor Wolldecke

Ich bin ein wenig voreingenommen, was Wolldecken betrifft, ich lege mich nämlich seit Jahren unter einer Wolldecke schlafen (und schlafe zum Teil deswegen prima), wenn ich unabhängig davon bei Google suche, finde ich etwa doppelt so viele Treffer für den Begriff „Wolldecke” als beispielsweise für „Daunendecke” (das ist vielsagend, auch wenn das Ergebnis nicht 100%-ig ist). Das heißt, dass Wolldecken auf jeden Fall die beliebtesten Decken sind.

Diese Beliebtheit ist kein Zufall, eine Wolldecke hat nämlich eine herausragende Eigenschaft, die Temperaturregulierung, oder temperaturausgleichende Wirkung. Das heißt, die Wollfasern isolieren ausgezeichnet (halten warm), sind luftdurchlässig, und können dabei noch eine große Menge Feuchtigkeit aufsaugen (die Wollfaser saugt etwa 30% des eigenen Gewichtes auf), trotzdem fühlt sich Wolle auch bei hoher Feuchtigkeit angenehm trocken an.

Es ist also praktisch unmöglich unter einer Wolldecke zu schwitzen, beim Schlafen saugt sie die Feuchtigkeit von der Haut und gibt sie wieder ab, stellt also ein ideales Schlafklima zu jede Jahreszeit her, wie man sagt, im Winter heizt sie, im Sommer kühlt sie. Ich habe schon viele Decken und Steppdecken ausprobiert, und diese Eigenschaft fand ich persönlich bei der Wolldecke am effektivsten (wobei ich anmerken muss, dass die thermoregulierende Wirkung nicht so gut ist, wenn die Decke im Bezug steckt. )

Eine Merinoflor Wolldecke ist nicht dasselbe, wie eine Steppdecke mit Wollfüllung. Eine Wolldecke ist aus Kammgarngewebe, und im Gegensatz zur Steppdecke von außen „behaart”. Das muss betont werden, weil ich schon oft unter einer Steppdecke geschwitzt habe, die sind sehr dick und nicht so richtig luftdurchlässig.

Worauf man beim Kauf einer Wolldecke achten sollte?

Es gibt drei wichtige Faktoren, die man beim Kauf einer Wolldecke beachten sollte. Diese sind  Echtheit und Art der Wolle und die Dichte der Wolle, ob die Decke aus einer Schicht, oder aus zwei Schichten besteht, kann auch von Bedeutung sein.

Leider ist Wolle auch unter den Fälschern sehr beliebt. Wolldecken sind Lieblingsprodukte von Hausierern und Produktpräsentationen, Geschädigte können haarsträubende Geschichten erzählen. Bettwäsche aus Kunstwolle oder aus Wolle-Synthetik-Mischung bieten aber bei weitem nicht das Schlaferlebnis, wie echte Wolldecken.

Zum Glück gibt es einen Trick, mit dem jeder feststellen kann, ob die Decke aus echter Wolle ist, oder nur eine Fälschung. Man soll einige Fäden aus der Decke ziehen und a Flamme halten. Wenn es nach Plastik riecht, und mit hoher Flamme brennt, und die Asche hart wird, dann handelt es sich zu 100% nicht  um eine echte Wolldecke. Echte Wollfaser brennt nicht in Flammen, sondern verglüht langsam, riecht dabei nach verbranntem Haar, die Überreste können zerkrümelt werden (wenn man nicht gern mit dem Feuer spielt, sollte man Wolldecken nur im Fachgeschäft kaufen, da bekommt man garantiert eine echte.)

Auf dem Markt sind neben Merinowolldecken („Merino” ist die Bezeichnung der Schafrasse, die feine Wolle gibt) meistens Wolldecken aus Lamawolle und Kaschmir erhältlich. Was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft, sind Merinowolldecken die eindeutigen Gewinner, sie sind kaum weniger weich, als exklusivere Wolldecken (oder sie sind ebenso weich, vielleicht ist nur Kaschmir ein wenig weicher), sie haben dieselben günstigen Eigenschaften, aber da der Wollertrag des Merinoschafes viel höher ist und sie größere Mengen an Wolle abgeben, ist die Wolle wesentlich günstiger (ganz zu schweigen davon, dass Bettwäsche aus Lama- und Kaschmirwolle wegen den hohen Produktionskosten immer mit Schafwolle vermischt produziert werden. )

Wenn man mit einer Merinowolldecke liebäugelt, sollte man unbedingt nachfragen, ob sie aus Schaf- oder Lammwolle gemacht ist. Was das Erlebnis betrifft, gibt es da nämlich einen riesen Unterschied. Die Wolle eines älteren Merinoschafes nach einer Vielzahl von Schuren ist viel spröder und gröber, als die Wolle eines Lamms, bei einem Lämmchen, das jünger ist, als ein Jahr, ist die Wolle schneeweiß und weich (bei der ersten Schur). (Die Novetex Wolldecken sind aus Schafwolle gefertigt. )

Bettwäsche aus Wolle kann wegen der besonders hohen Saugfähigkeit (das große Gewicht droht damit, die Trommel der Waschmaschine abzureißen), und wegen deren Neigung zu verfilzen ausschließlich von Hand gewaschen werden. Eine Ausnahme ist die Superwash Wolle, die mit besonderer Technologie behandelt wurde, und bei Schonwaschgang auch in der Maschine gewaschen werden darf, sie ist auch weicher sind seidiger, als normale Wolldecken (man sollte wissen, dass Wolle selbstreinigend ist, Wollwachs/Lanolin bewahrt die Fasern vor Schmutz, man muss sie nicht oft waschen.)

Die Isolierung, Warmhaltefähigkeit der Wolldecke hängt von der Dichte der Wolle ab, aber auch davon, ob die Decke aus einer, oder aus zwei Wollschichten besteht. Dünnere Wolldecken mit einer Schicht sind leichter und anschmiegsamer, als die zweischichtigen, deshalb ideal im Sommer oder in milderen Jahreszeiten. Dickere Bettwäsche, bei der zwei Schichten zusammengenäht wurden, sind wärmer, dafür aber viel fester und schmiegen sich nicht so an den Körper. Diese schwerfälligeren Decken sind im Winter praktisch.

Die Wolldichte zeigt, wie viel Gramm Wolle sich auf einem Quadratmeter befinden. Auf dem Markt beträgt das im Allgemeinen 400-700 g/m2, je höher diese Zahl, desto mehr hält die Decke die Wärme. Sucht man zum Beispiel eine Wolldecke für alle vier Jahreszeiten, sollte man eine mit einer Schicht, aber mit hoher Dichte (700g) wählen, die schützt vor Erkältung, ist aber nicht unerträglich warm.

In Ungarn durchgeführte Versuche haben ergeben, dass die Hausstaubmilbe, die Asthma und Allergien verursachen kann, sich nicht in Wolle einnistet. (Dr. Vahid Yousefi-Kóbori Judit: Zucht und Auswahl von Merinoschafen. Verlag Szaktudás Kiadó Ház, Budapest, 2002, Seite 20.),  so kann man auch als Allergiker eine Wolldecke benutzen.

Wolldecken sollte man nur da kaufen, wo sie genau sagen können, was für eine Art Wolle das ist (nicht nur, ob Merino, oder nicht, sondern auch ob es sich um Schafwolle oder Lammwolle handelt), wenn sie auch noch den Abstammungsort sagen können, ist das schon eine Belohnung Wert (Merinowolle aus Australien und Neuseeland gehört zu den besten, die exklusive Lama- und Kaschmirwolle kommt aus Südamerika und Asien). Man sollte sein Glück nicht bei Herstellern versuchen, die keine Ahnung haben, was Wolldichte überhaupt ist (vor kurzem habe ich diese traurige Erfahrung bei einem der größten Matratzen- und Bettwäschehersteller machen müssen).

Die Marke Woolmark kann auch eine Garantie dafür sein, dass die Decke aus echter Wolle ist (Mit Betonung auf auch). Auf dem österreichischen und deutschen Markt habe ich noch kein Wollprodukt mit der Woolmark-Markierung gefunden (dazu gehört auch eine Registrationsnummer) (wenn jemand, der das liest, so eins zu Hause hat, soll er sich bitte bei mir melden).

Zwei Hersteller müssen beim Thema Wolldecken unbedingt erwähnt werden, Der eine ist Kaschmír Gold, bei ihnen sind Kaschmirdecken mit 30% Kaschmirgehalt erhältlich (üblich sind 3-10%). Der andre ist Wollde/Arangyapjú (deren Produkte sind ausschließlich bei dem Matratzenmann-Shop erhältlich), hier bekommt man 30 Tage Geld-zurück-Garantie für die Wollbettwäsche aus Lammwolle.

Wollsteppdecke

Wollsteppdecke ist was ganz anderes, als Decken. Bei einer Steppdecke wird in einen Überzug aus Baumwolle oder Baumwoll-Satin Streichgarn gefüllt. Baumwolle ist zwar saugfähig, bindet aber die Feuchtigkeit nicht so, wie Wolle, deshalb fühlt sie sich nicht trocken an, so ist die Warmhaltefähigkeit der Decke viel schwächer, als bei einer Merinoflordecke.

Die Isolierfähigkeit ist jedoch auch bei einer Wollsteppdecke ausgezeichnet, auch in einem ausgesprochen kühlen Schlafzimmer hält sie beim Schlaf warm. Der Grund für diese phantastische Warmhaltung ist, dass die Luft zwischen den krausen, flexiblen und schuppigen Wollfasern steckenbleibt.

Als Nachteil von Wolldecken und Decken mit Wollfüllung wird meisten ihr hohes Gewicht genannt (das ist jedoch ziemlich subjektiv). Je dichter die Wolle ist (je schwerer das Füllgewicht der Steppdecke ist), umso wärmer ist sie, aber dafür auch umso schwerer zu behandeln. Diese Eigenschaft tritt besonders beim Vergleich mit Daunendecken oder Seidendecken zu Tage.

Schauen wir nach, bei welchen Handlern es sich lohnt, nach Wollsteppdecken zu schauen. Ich kenne die Decken mit Wollfüllung von Naturtex Kft. gut und kann sie empfehlen (sie sind übrigens Profis im Bereich Daunen/Feder). Überraschenderweise bieten sowohl Billerbeck, als auch Novetex Steppdecken, die mit einer Wolle-Polyester Füllung hergestellt wurden.

Worauf man beim Kauf einer Wollsteppdecke achten sollte?

Immer eine Steppdecke mit Überzug aus natürlichem Material wählen (im Fachgeschäft ist das kein Problem), das kann luftdurchlässige Baumwolle, oder Baumwoll-Satin sein, oder auch bei Hitze kühles Leinen.

Das Füllmaterial sollte möglichst auch 100% Wolle sein, (und keine Mischung aus Synthetikfasern, obwohl die Steppdecke für den Sommer von Naturtex mit Seiden-Wolle eine gute Wahl ist), die Durchlüftung und Isolierung der Steppdecke ist nur so ideal.

Das Füllgewicht (also wie viel Wolle rein gefüllt wurde) beeinflusst die Wärmehaltung der Steppdecke. Das ist zum einen sehr subjektiv (jeder hat ein anderes Wärmebefinden), im Allgemein kann man sagen, dass Sommerdecken ein Füllgewicht von 400-800 Gramm haben, für die kalte Jahreszeit sind Steppdecken mit 1000-1500 Gramm Füllgewicht ideal (hier geht es um Decken für eine Person).

Daunendecken

Im deutschsprachigen Raum sind Daunendecken nach wie vor sehr beliebt.

Solange ich echte Daunendecken nicht kannte, dachte ich dabei immer an Großmutters riesengroße Daunendecke (man kennt diese sehr warmen, wahnsinnig schweren und kratzigen Decken). Das war ein Irrtum. Obwohl ich Wolldecken lieber mag, muss ich anerkennen, dass Daunendecken sehr gemütlich sind und schön warm halten (ich habe auch wegen meiner Allergie Vorbehalte).

Ihr größter Vorteil ist, dass sie Wärme halten, und trotzdem federleicht sind, ähnlich wie Seidendecken. Sogar die dickeren Daunen/Federdecken schmiegen sich an den Körper. Übertrieben gesagt fühlt es sich an, als wäre man gar nicht zugedeckt.

Die Steppdecken sind mit Daunen, mit Federn, oder mit einer Mischung dieser beiden gefüllt. Zwischen den vielen kleinen Verzweigungen der Daunen bleibt die Luft stecken (wie man weiß, das isoliert am besten), so schützen uns Daunendecken sogar in einem kühlen Zimmer vor Erkältung.

Ähnlich wie andere natürliche Materialien sind Daunen und Feder auch sehr saugfähig. Im Gegensatz zur Wollbettwäsche wird die Feuchtigkeit jedoch nicht so gut abgeleitet, und auch die Luftdurchlässigkeit ist weniger gut, als es für ein ideales Schlafklima nötig wäre –das sind meine Erfahrungen-.

Die Daunendecken sind gesteppt, das sorgt dafür, dass die Füllung nicht hin und her rutschen kann, und dass die Isolierung auf der ganzen Fläche effektiv ist.

Man könnte unendlich über das Thema Stauballergie und Daunendecken diskutieren. Ich als Allergiker empfehle die Benutzung einer Daunendecke für Allergiker nicht, selbst wenn ich weiß, dass sie nicht mehr so irritierend sind, wie die hausgemachten Daunen/Federdecken von Früher.

Ernstzunehmende Hersteller befüllen ihre Steppdecken nämlich nur mit gewaschenen und bei heißer Luft getrockneten, desinfizierten und entstaubten Daunen/Federn. Staub bleibt leicht an der Fläche von Federn haften, und auch die Milben, die sich von Hautpartikeln ernähren – und Allergien und Asthma verursachen- können sich in Daunendecken einnisten.

Staubmilben können am wirksamsten bei 90-95 Grad gewaschen bekämpft werden, die meisten Daunendecken sind aber nicht waschbar, oder wenn doch, dann nur bei 40 Grad.

Auch Daunendecken sollte man im Fachgeschäft für Schlafkultur kaufen, dort kann der Berater über all diese Punkte Auskunft geben. Am zuverlässigsten ist Naturtex Kft., und auch Billerbeck.

Worauf man beim Kauf einer Daunendecke achten sollte?

Am wichtigsten ist das Verhältnis von Daunen und Federn in der Decke. Daunen sind eigentlich die weichen Teile der Feder ohne den Stiel, von dem sich unzählige kleine Härchen abzweigen. Wegen der Struktur (die Luft bleibt zwischen den Härchen hängen) isolieren Daunen gut und wiegen kaum etwas. Sie sind also ideal als Füllung, im Gegensatz zur Feder, die schwerer, kratziger und weniger isolierend ist, dafür aber als Füllung in Kissen gut ist, denn die flexiblen Stiele stützen den Hals und den Kopf ideal.

Je mehr Daunen eine Decke enthält, umso leichter und wärmer ist die Decke. Je nach Verhältnis von Daunen und Federn gibt es Daunendecken und Halbdaunendecken. Halbdaunendecken sind mit einer Mischung aus Daunen und Federn gefüllt (meistens 50-70% Daunen), das macht die Decke günstiger. Für diese Decken gilt aber nicht, dass sie ausgezeichnet isolieren und federleicht sind (Eine Federdecke enthält 100% Federn, sie ist schwere und wenn der Überzug nicht richtig geeignet ist, stechen die Federn die Haut.)

Daunendecken dagegen sind zu 100% aus Daunen (eine kleine Anmerkung: ich weiß aus Insiderquelle, dass es keine 100% Daunendecken mehr gibt, kleinere Federn werden bei der Produktion beigemengt, also ist der Daunengehalt nur etwa 95%).Man sollte eine echte Daunendecke wählen, die ist gleichzeitig warm, weich und leicht.

Die Füllkraft bestimmt die Qualität der Daunendecke, und somit auch alle anderen Eigenschaften (Gewicht, Isolierfähigkeit, Haltbarkeit). Eine Daunendecke mit hohem Füllgewicht ist mit großen, flexiblen Daunen von guter Qualität gefüllt (die Füllkraft ist eigentlich das Gewicht der Daunen).

Eine Daunendecke dieser Art ist luftiger (sie enthält weniger Daunen und mehr Luft), wärmer, leichter und haltbarer (man sollte sich beim Kauf immer nach der Füllkraft erkundigen, die meisten Hersteller wollen das nicht preisgeben.) Im Allgemeinen kann man sagen, dass Gänsedaunen besser sind und höhere Füllkraft haben, als Entendaunen.

Das Füllgewicht beeinflusst die Wärmehaltung der Daunendecke. Daunendecken für eine Person mit Füllgewicht von 400-650 Gramm sind im Sommer und in der Übergangszeit praktisch, für die kalte Jahreszeit sind Daunendecken mit 800-1000 Gramm Füllgewicht ideal (doppelte Daunendecken für den Sommer und Winter wechseln zwischen 800-1500 Gramm).

Will man vermeiden, dass man nachts von der Daunen- oder Federdecke gestochen wird, sollte man eine aussuchen, bei der der Überzug aus speziellem, federfestem Gewebe ist. Meistens ist das Baumwolle, Baumwolle-Satin, oder auch Leinen (wenn die Decke aus Daunen ist, wird sie nicht stechen, im Gegensatz zur Federdecke.) Baumwolle ist luftdurchlässig und saugfähig, Leinen fühlt sich auch bei Hitze kühl an.

Die Füllmaterial, die zu 100% aus Natur sind, können leider Gefahr für die Gesundheit bedeuten. Aus diesem Grund werden die verwendeten Textilien und Materialien seit 1992 in Deutschland und in der Schweiz analysiert und es gibt eine OEKO-TEX Zertifizierung. Das bedeutet, die Textilien und die Materialien, die mit der OEKO-TEX Schadstoffprüfung überprüft wurden, können die Umwelt und die Gesundheit nicht schädigen. (Die meisten Hersteller haben heutzutage diese OEKO-TEX Zertifizierung)

Baumwolldecke und Seidendecke

Baumwolldecke

In Österreich besteht nicht so viel Bedarf an Baumwolldecken und Seidendecken, wenn man aber ein natürliches Material möchte, kann man auch diese wählen.

Baumwolle (die Fasern aus der Baumwollpflanze) ist ideal als Decke, wegen der – bereits erwähnten – ausgezeichneten Saugfähigkeit und Luftdurchlässigkeit. Sie bietet ein ideales Schlafklima, man schwitzt in der Nacht nicht. Im Gegensatz zu anderen natürlichen Materialien ist die Isolierung jedoch weniger gut. Ich denke, deshalb ist sie auch weniger beliebt.

Entscheidet man sich trotzdem für eine Baumwolldecke, sollte man darauf achten, dass sowohl die Hülle, als auch die Füllung zu 100% aus Baumwolle ist, damit sich alle günstigen Eigenschaften entfalten können. Wenn man oft friert, sollte man eine Decke mit hohem Füllgewicht wählen (mindestens 800-1000 Gramm).

Seidendecke

Seide ist echter Luxus, dementsprechend hoch ist auch der Preis (eine Seidendecke für eine Person kostet um die 80 000 Forint). Unter den Decken aus natürlichem Material ist die Seidendecke am feinsten und weichsten.

Ähnlich wie Wolle (aus Keratin) ist auch Seide eine Art Protein (Fibroin, Sericin), das Drüsensekret der Seidenraupe. Der Preis ist deshalb so hoch, weil nur sehr wenig Faden vom Kokon, in dem sich der Schmetterling entwickelt, abgewickelt werden kann. Die Textilindustrie verwendet auch den Kokon anderer Schmetterlingsarten. Der Faden von Wildseide ist dicker, und somit weniger wertvoll.

Das Wort „seidig” beschreibt genau, warum eine Seidendecke so super ist. Sie ist unfassbar weich, sanft, anschmiegsam, umgibt den Körper fein und streichelt die Haut. Sie ist schwerelos, trotzdem schützt sie auch bei kaltem Wetter. Seide hat netzartige Struktur, und isoliert ausgezeichnet, außerdem nimmt sie die Feuchtigkeit von der Haut auf und gibt sie in die Luft ab, und bietet damit ein ideales Schlafklima.

Worauf man beim Kauf einer Seidendecke achten sollte?

Wenn man eine Seidendecke genießen möchte, sollte man eine Decke aus Raupenseide wählen, keine aus Wildseide. Wildseide ist zwar sehr haltbar, aber verwöhnt wird man nur von der echten Decke aus Raupenseide.

Die Füllung sollte natürlich auch 100% Seide sein, bei einer Mischung fehlt gerade das Wesentliche. Das Füllgewicht sollte man demnach auswählen, ob man zum Frieren neigt, bzw. in welcher Jahreszeit man die Decke benutzen möchte. Ein Füllgewicht von 400-800 Gramm ist im Frühling-Sommer praktisch, im Winter halten Seidendecken von 1000-1500 Gramm schön warm.

Als Überzug wird sowohl Seide, als auch Baumwolle verwendet. Eine Seidendecke mit Seidenhülle ist noch feiner, als die mit Baumwollhülle.

Man sollte noch die Bambusdecke erwähnen. Die Textilindustrie verwendet Bambusfaser (auch Viskose wird daraus gemacht) zur Herstellung von Decken und Bettwäsche. Bambus ist auch vollkommen luftdurchlässig, hat viermal so viel Saugkraft, wie Baumwolle, und ihm wird auch desinfizierende Wirkung zugeschrieben.

Decken aus Chemiefasern

Warum sollte jemand eine Decke aus Chemiefasern kaufen?

Solche Decken sind in allen Faktoren weit hinter denen aus natürlichem Material. Von Chemiefasern bekommt man Ausschlag, man schwitzt, usw. Aber, um das ein wenig zu verdeutlichen, muss man sagen, dass Decken aus Chemiefasern zwar wirklich in jeder Hinsicht schlechter sind, als die natürlichen(es gibt zwar auch bessere Decken Chemiefasern, aber die kosten auch mehr), haben sie doch einen Vorteil: sie sind waschbar.

Wenn man an Allergie oder Asthma leidet, sollte man (neben Baumwolle und Seide) auch waschbare, antiallergene Synthetikdecken in Betracht ziehen. Man sollte aber eins genau beachten. Da Staubmilben (deren Kot Proteine enthält, die die Beschwerden hervorrufen) über 60 Grad absterben, sollte man eine Decke wählen, die man bei hoher Temperatur (90-95 Grad) waschen kann. Die Medisan Decke von Naturtex ist die beste, sie kann oft bei 95 Grad in Kochwäsche gewaschen werden (wegen dem speziellen Material wird sie nicht beschädigt.)

Ich wünsche viel Erfolg beim Kauf einer Decke oder Steppdecke!

Noch weitere Fragen? Schreiben Sie an info@matratzenmann.at


Wolldecke – 7 todsichere Tipps zur Auswahl und Pflege von Wollbettwäsche


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Wolldecke – 7 todsichere Tipps zur Auswahl und Pflege von Wollbettwäsche

Inhalt (klicken Sie auf das Thema, wofür Sie sich interessieren)

  1. Ist die Bettwäsche überhaupt aus echter Wolle?
  2. Material der Wolldecke
  3. Warum ist die Haardichte und Dicke der Wollbettwäsche so wichtig?
  4. Unterbett aus Wolle – Ein Muss!
  5. Wollbettwäsche – wie soll man sie behandeln, reinigen, waschen?
  6. Allergie gegen Wolle – wenn eine Wolldecke keine gute Wahl ist
  7. Garantie für Wollbettwäsche und sonstige Dienstleistungen

Man kann getrost behaupten, dass Wolldecken heute ebenso beliebt sind, wie eh und je.

Warum sind Wolldecken eigentlich so unglaublich populär?

Jeder kennt die Antwort auf diese Frage, der sich schon einmal in weiche Wollbettwäsche gekuschelt hat. In eine flauschige, warme Wolldecke kann man sich herrlich einkuscheln, sie hält in den kühlen Nächten warm, ohne gleich zu überhitzen, und man schwitzt selbst bei milderen Temperaturen nicht. Statt schweißgebadet steht man jeden Morgen frisch und energiegeladen auf.

Wolle – von der Menschheit schon seit Jahrtausenden benutzt – ist ein wahres Wunder der Natur, ein 100% natürliches Material aus nachhaltiger Quelle, unerschöpflich und vollkommen abbaubar. Dank ihrer thermoregulierenden Eigenschaften kühlt sie im Sommer, und hält im Winter warm. Wolle fühlt sich flauschig weich an, ist hautfreundlich, verursacht keine Allergien, wegen ihres Lanolingehalts (Wollwachs) ist sie staubabweisend und selbstreinigend.

Es ist jedoch nicht einfach, die individuell passende Bettwäsche aus echter Wolle auszuwählen. Und Auswahl ist erst der Anfang! Wolle ist für Pflege dankbar, sie garantiert 10-15 Jahre lang schöne Träume, dazu ist angemessene Pflege und Reinigung jedoch unerlässlich.

Mit Hilfe unserer Ratschläge liegt man garantiert nicht falsch!

1. Ist die Bettwäsche überhaupt aus echter Wolle?

Eines Tages tauchte bei mir im Fachgeschäft ein alter Herr auf, und versuchte mir sehr nett Wollbettwäsche anzudrehen. Es stellte sich heraus, dass er die Bettwäsche aus falscher Wolle  von Hausierern gekauft hatte. Die Bettwäsche war sichtbar von schlechter Qualität, wahrscheinlich aus Wolle-Kunstfaser.

Über solchen gefälschten Kram muss man wissen, dass sie bei weitem nicht dasselbe Erlebnis bieten, wie Bettwäsche aus 100% Wolle, ihre Thermoregulierung ist keinen Pfifferling wert.

So sieht angebrannte Wolle aus

Hätte der alte Herr diesen „uralten Trick” gekannt, wäre er sicher nicht reingefallen…

Die Wollfaser ist eigentlich ein Material aus Keratin, einem proteinartigen Stoff aus Stickstoff, Kohle, Sauerstoff und Schwefel, und enthalt noch 18 verschiedene Aminosäuren, ähnlich wie das Fell von anderen Tieren und das menschliche Haar auch (sie ist jedoch weicher und hat eine andere Form), Feuer ausgesetzt verhält Wolle sich sehr spezifisch.

Wolle anzünden! – die Feuerprobe, die alles entscheidet

Diesen Eigenschaften ist es zu verdanken, dass wir Wolle von Kunstfaser oder von pflanzlichen Fasern unterscheiden können. Man muss nur einen ganz einfachen Test durchführen, um nicht von schlauen „Woll”-Verkäufern über den Tisch gezogen zu werden.

Ziehen wir einige Fäden aus der Wollbettwäsche, und halten wir sie an ein brennendes Streichholz. Pflanzliche Fasern und Kunstfasern fangen schnell Feuer und brennen ab, Kunstfaser riecht dabei stark nach Kunststoff. Wenn man das merkt, kann man sicher gehen, dass es sich hierbei nicht um Bettwäsche aus echter Wolle handelt.

Wolle fängt nämlich nicht leicht Flamme, sondern fängt über Feuer gehalten erst langsam an zu glühen, dabei riecht sie nach angebranntem Fell/Haar (das riecht man auch beim Schweineschlachten, wenn dem Schwein  die Haare abgebrannt werden.) Wolle verfügt über die spezifische Eigenschaft der Selbstlöschung, das heißt, nach dem Entfernen des Feuers hört das Glühen sofort auf (gerade deswegen werden z. B. Sitzpolster in Passagierflugzeugen aus Wolle hergestellt.)

Die Brennstoffrückstände von 100% echter Wolle lassen sich leicht zerkrümeln

Mit diesem Trick könnte man also Wolle kinderleicht von Kunstfaser unterscheiden. Es gibt jedoch einen Haken..

Möchte uns der Handler hereinlegen, wird er es nicht mit reiner Kunstfaser versuchen, sondern mit einem Wolle-Kunstfaser-Gemisch, das sich beim Brennen genauso verhält, und auch so riecht, wie echte Wollbettwäsche. Wegen der Zusammensetzung bietet es aber nicht dasselbe Erlebnis.

Man kann also nur eines machen, um dahinterzukommen, ob die Bettwäsche nun 100% Wolle ist, oder nicht. Man muss versuchen, die Rückstände nach dem Brand zwischen den Fingern zu zerreiben, Mischfaser wird so hart, dass das nicht möglich ist, Wolle dagegen zerfällt leicht.

Ich möchte noch einmal betonen, dass Bettwäsche aus Kunstfaser oder Mischfaser nicht mit hautfreundlicher, weicher, thermoregulierender Wollbettwäsche mithalten kann, deshalb sollte man beim Kauf besonders vorsichtig sein.

2. Material der Wolldecke

Hat man sich davon überzeugt, dass die Bettwasche aus echter Wolle ist, kommt die Auswahl des idealen Wollmaterials. Bevor wir das erläutern, interessante Fakten: ursprünglich wurde das feinste Fell der Schafe, der Flaum Wolle genannt (gröbere Haare darf man also nicht mit Wolle verwechseln!), später nannte man den Flaum der Kaschmirziege, des Lamas (Alpaka, Vikunja), des Kamels und der Angoraziege (Mohairwolle) ebenfalls Wolle.

Decke aus Wolle des Merinoschafes und Lamms

Ich möchte hier auf Wollmaterialien eingehen, aus die die in Ungarn erhältliche Bettwasche hergestellt wird, die anderen werden nur als interessante Fakten erwähnt.

Wolle vom Schaf und vom Lamm unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, Lammwolle fühlt sich auch viel weicher an!

Schafrassen sind verschieden je nachdem, ob sie grobe, oder feine Wolle produzieren. Feine Wolle kommt von sogenannten Merinoschafen (diese Rasse stammt aus Spanien, die Vorfahren kommen ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Iran). Daher kommt der Name Merinowolle, die bekannteste und beliebteste Art von Wolle.

Damit das Leben nicht zu einfach ist, gibt es auch noch zwei verschieden Arten von Merinowolle. Wolle von schon öfter geschorenem, älterem Schaf ist spröder und gröber, als die flauschige, schneeweiße Wolle vom erstgeschorenem Lamm, das jünger ist, als ein Jahr. Sieht man also eine Decke aus Merinowolle, sollte man nachfragen, ob es weiche Wolle vom Lamm ist, oder die weniger weiche vom Schaf, das macht nämlich einen bedeutenden Unterschied.

Bettwäsche aus Merinolammwolle ist eine gute Wahl, vielleicht sogar die beste, hier muss man aber auch ein strenges Qualitätsmerkmal vor Augen halten. Und zwar den Abstammungsort der Rohwolle. Die beste Merinowolle kommt aus Australien (aus dem Südwesten, aus New-South-Wales und Victoria, und aus Tasmanien), und aus Neuseeland, und wird in die Webfabriken von Italien und Deutschland geliefert.

Australische Merinoschafe geben die beste Wolle. Bild Quelle: Dr. Vahid Yousefi-Kóbori Judit: Zucht und Auswahl von Merinoschafen. Verlag Szaktudás Kiadó Ház, Budapest, 2002.52.

Wolle aus Australien und Neuseeland ist schneeweiß und von besonderem Reinheitsgrad (Redement), sie ist sehr fein anzufühlen (das laue ozeanische Klima macht die Freilandhaltung der Schafe das ganze Jahr über möglich, so erhält die Wolle ihre besondere Qualität, ein Drittel der Wollproduktion der Welt stammt von hier.) Ich empfehle, australische oder neuseeländische Wolle zu wählen, ernstzunehmende Hersteller geben auch den Herkunftsort der Wolle an.

Besondere Wolldecken – Lama, Kaschmir, Kamel, Mohairwolle

In Ungarn sind neben Bettwäsche aus Merinowolle auch besondere, exklusivere Bettwäsche aus Lama- und Kaschmirwolle erhältlich (wenn auch viel seltener). Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass diese Bettwäsche nie aus 100% Lama- oder Kaschmirwolle gemacht sind, sondern mit Merinowolle gemischt wurden. Das ist keineswegs Betrug, diese Art von Wolle ist viel teurer, als Schafwolle, Bettwäsche aus reiner Lama- oder Kaschmirwolle wäre praktisch unbezahlbar. 

Bettwäsche aus Lamawolle besteht in Ungarn meistens zu 50% aus Lamawolle, 50% aus Merinowolle, Kaschmirwolldecken auf dem ungarischen Markt enthalten etwa 3-30% Kaschmirwolle. (Interessant ist, dass damals die Boch GmbH Decken aus 10% Kaschmir hergestellt hat, ihre Kaschmir Gold Wolldecke enthält 30% Kaschmir!)

Die bräunliche Wolle des zierlichen Packtieres aus den Anden, des Lamas ist ähnlich fein, wie die des Merinolamms. Die Kaschmirziege stammt aus Tibet, ihre Wolle ist besonders fein, da das Schergewicht sehr niedrig ist, ist Kaschmirwolle besonders teuer (für einen Männeranzug ist das Flaumhaar von 30 Kaschmirziegen nötig.)

Wolldecken aus Lamawolle sind ähnlich fein, wie Lamawolle

Nur um den Unterschied zwischen der Weichheit von Lammwolle, Lamawolle und Kaschmirwolle zu verdeutlichen, hier einige Daten: die weltberühmte australische Merinowolle hat einen Durchmesser von durchschnittlich 22-24 Mikrometer, die Wolle des Lamas 27 Mikrometer, die Kaschmirwolle jedoch nur 14-15 Mikrometer.

Was die Feinheit betrifft, besteht also ein Unterschied zwischen den verschiedenen Wollarten, dies ist aber nicht so beachtlich (Kaschmirwolle fühlt sich ein wenig seidiger an), allerdings verfügt jede Art von Wolle über die gleichen Eigenschaften, es ist also egal, ob man sich in eine Decke aus Merino- Lama- oder Kaschmirwolle einkuschelt, jede garantiert trockenes, nicht zu warmes Klima und Entspannung ohne Schwitzen.

In Ungarn sind diese Wollarten erhältlich, in anderen Ländern wird aber auch aus dem Fell von anderen Tieren Bettwäsche und Kleidung hergestellt. Mohair wird die Wolle der Angoraziege genannt, die ist etwas gröber, als die bisher genannten (Feinheit von etwa 12-90 Mikron), besonders flexibler und haltbarer Textilgrundstoff ist die exklusive Kamelwolle mit rötlich-brauner Farbe und besonders weicher Textur (10-30 Mikron).

Das feinste Tierhaar stammt vom wild lebenden Vikunja. Bild Quelle: Márton Zilahi: Rohstoffe der Textilindustrie. Lehrbuchverlag, Budapest 1953. Bild Nr.464.

Die kleinste Lamarasse, das Vikunja gibt das feinste Tierhaar. Das Unterhaar des wild lebenden Vikunjas ist 13 Mikron fein, Textil aus Vikunjawolle, die als Rarität gilt, kostet ein Vermögen.

Wollbettwäsche Superwash

Neben Bettwäsche aus normaler Wolle gibt es auch sogenannte Superwash Wolldecken. Superwash Wolle mit einem speziellen Behandlungsverfahren hergestellt, das die Schuppen auf der Oberfläche des Wollhaars ablöst.

Superwash Wollbettwäsche kann so auch in der Maschine gewaschen werden (mit Wollprogramm, schonender Schleudergang), sie verfilzen nicht (die Verfilzung der Wolle liegt nämlich an der schuppigen Oberfläche), sie sind seidiger anzufühlen und weicher, als herkömmliche Wolle (wegen des teuren Materials liegt eine Superwash Wolldecke  in einer höheren Preisklasse, als normale Wolldecken).

Links ist die seidige Superwash Merinowolle zu sehen.

Wenn man empfindliche Haut hat, und normale Wolle als „kratzig” empfindet, die Decke aber nicht in einen Bezug stecken möchte, bzw. leichte Waschbarkeit wichtig ist, dann ist die Superwash Wolldecke sicher die richtige Wahl (es werden sowohl Sommerdecken, als auch Übergangsdecken daraus hergestellt).

3. Warum ist die Haardichte und Dicke der Wollbettwäsche so wichtig?

Der Begriff Haardichte bei Wolle

Die Wolldichte oder Haardichte zeigt an, wie viel Gramm Wolle sich in einem Quadratmeter Tragefläche der Bettwäsche oder Decke befindet.

Wenn man es ganz vereinfacht ausdrücken möchte, kann man sagen, je größer diese Zahl ist, umso effektiver können sich die wohltuenden Eigenschaften der Wollbettwäsche entfalten (da sie mehr Wolle enthalten). Das stimmt aber nicht ganz, manchmal ist weniger mehr (die Qualität des Materials ist ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, als die Dichte).

Dicke der Wolldecke – Merinoflor Wollbettwäsche mit einer und mit zwei Schichten

Neben der Dichte ist es auch nicht egal, ob die Decke aus einer Schicht Wolle besteht, oder aus zwei Schichten. Bei dickeren Decken, die eher im Winter praktisch sind, werden zwei Schichten Wollstoff zusammengenäht, bei Sommer- und Übergangsdecken wird eine Schicht Wollstoff aufgebauscht.

Eine zweischichtige Wolldecke aus Lammwolle ist eher im Winter praktisch

Eine zweischichtige Wolldecke ist „schwerfälliger”, schwerer, sie hält jedoch Wärme besser, die bauschige einschichtige Decke ist weniger warm, dafür anschmiegsamer und leichter (+1 Tipp: bei kühlerem Wetter sollte man die Seite mit Merinoflor nehmen, die bauschige Seite bei angenehmerem Wetter). Das hängt natürlich auch von der Dichte der Wolle ab.

Welche soll man wählen?

Auf dem ungarischen Markt (der aus irgendeinem Grund schrumpft) beträgt die Dichte der Wollbettwäsche 400-700 g/m2. Je dichter eine Wolldecke ist, umso schwerer und wärmer ist sie.

Welche individuell am praktischsten ist, hängt von drei Faktoren ab: in welcher Jahreszeit man die Wolldecke benutzen möchte (im Winter oder das ganze Jahr über); welche Temperaturen im Schlafzimmer herrschen (wie es zB. im Winter beheizt wird); ob man wärmebedürftig ist, oder nicht (einige Leute fühlen sich auch bei kühleren Temperaturen wohl, andere mögen es, wenn es warm ist.)

Möchte man eine Wolldecke speziell für den Winter, sollte man eine zweischichtige mit mindestens 600 g/m2 Dichte wählen. Unseren Erfahrungen nach halten diese die Wärme ideal, auch bei kälterem Wetter. Ein Nachteil ist, dass sie schwer und steif sind. Wenn man oft friert, kann man auch noch dichtere Bettwäsche nehmen. Heutzutage ist die Premium Decke der Firma Arangyapjú die dichteste Decke in Ungarn.

Ich wurde schon oft gefragt, ob man dicke, dichte Wolldecken im Sommer überhaupt nicht verwenden kann. Es ist unmöglich unter einer thermoregulierenden Wolldecke zu schwitzen, eine Winterwolldecke könnte aber bei milderem Wetter trotzdem „zu viel” sein (es ist kein Zufall, dass viele Leute im Sommer gar keine Decke brauchen).

Bei milderem Wetter machen bauschige, einschichtige Wolldecken das Rennen.

Im Sommer und Frühling können dünne, einschichtige, 450-550 g/m2 dichte Wolldecken optimal sein. Sie sind anschmiegsam und leicht, sie halten die Wärme nicht so stark.

Natürlich wolle viele Wollbettwäsche für das ganze Jahr, die sie in jeder Jahreszeit verwenden können. Dafür eignen sich einschichtige, aber besonders dichte Wolldecken. Für das ganze Jahr ist einseitige Wollbettwäsche mit 600-700 g/m2 Dichte am besten geeignet.

Man sollte immer beachten, dass es individuell verschieden ist, wer bei welchem Klima sich wohlfühlt, die oben genannten Behauptungen sind also etwas subjektiv (Matracman beispielsweise heizt sein Schlafzimmer so sehr, dass er auch im Winter seine Sommerdecke mit 450 Dichte prima verwenden kann). Ich empfehle also, vor dem Kauf die Decke auszuprobieren, damit man sicher nicht falsch wählt. Am sichersten ist es, wenn es eine Rückzahlungsgarantie oder Umtauschgarantie gibt.

Länge des Wollfadens

Dieses Thema wird meistens vernachlässigt, obwohl es wichtig sein kann. Der Stoff, aus dem die verschiedenen Bettwäschen hergestellt werden, kann aus kürzerem und längerem Wollfaden bestehen. Eine Decke aus längeren Wollfäden ist empfindlicher, sie verfilzt schneller und sieht eher abgenutzt aus. Dichtere, kürzere Wolle hält länger, ist strapazierfähiger und filzt auch nicht so schnell.

Wolldecke oder Steppdecke?

Man darf Decke und Steppdecke nicht miteinander verwechseln, diese zwei sind grundverschieden. Wolldecken werden durch das Aufbauschen eines Wollgewebes (auch Merinoflor genannt), oder durch das Zusammennähen von zwei Wollgeweben hergestellt (es gibt auch Decken, in die auch Baumwolle dazu genäht wird.)

Wolldecken werden aus Kammgarn hergestellt (erstklassige, zum Spinnen geeignete Wolle mit 6-14 cm Länge wird Kammgarn genannt), die wärmeregulierende Wirkung entfaltet sich bei Kammgarn zu 100% (sie bieten ständig trockenes angenehm warmes Klima, ohne dass man sich erkältet oder schwitzt), da die Bettwäsche fast ausschließlich aus Wolle besteht.

Eine Steppdecke aus Wolle besteht meistens aus einer Außenschicht aus Baumwolle, diese wird mit Streichgarn aufgefüllt. Streichgarn hat schlechtere Qualität, als Kammgarn. Das ist aber nicht das wichtigste Problem mit Steppdecken, sondern viel schlimmer ist, dass Baumwolle nicht über die günstigen Eigenschaften von Wolle verfügt. Wolle ist besonders saugfähig, sie nimmt die Ausdünstungen des Körpers auf und bietet selbst bei höherer Feuchtigkeit trockenes Gefühl und ideales, trockenes Schlafklima, somit ruhigen und erholsamen Schlaf. Baumwolle kann das nicht, so hält eine Steppdecke zwar warm, aber man kommt leicht ins Schwitzen.

4. Unterbett aus Wolle – Ein Muss!

Dieses Thema wird leider meistens vernachlässigt, aber eine Unterbett aus Wolle ist ein unerlässlicher Bestandteil einer Wollbettwäschegarnitur. Wolle isoliert ideal, und schützt vor Wärme wie auch vor Kälte, sie bietet gleichmäßiges und beständiges Klima für die Nachtruhe.

Man deckt sich abends mit einer Decke zu bevor man einschläft, ebenso natürlich sollte es sein, dass man eine Wollunterbett unter sich legt. So wird der Körper in wohltuende Wolle eingewickelt, man kommt nicht ins Schwitzen oder friert von unten. Ich empfehle also, neben der Wolldecke auch immer eine Unterdecke zu verwenden, für den erholsamen Schlaf.

Wollunterbett ist ein Bestandteil der Bettwäschegarnitur

Eine Unterbett aus Wolle hat auch noch weitere Vorteile. Die dicke, weiche Wollschicht (aus einer doppelten Schicht Wolle angefertigt) macht das Bett bequemer, und funktioniert dabei auch noch als Matratzenschoner. Auf das Bett gelegt schützt sie es vor Abnutzung und Flecken.

+1 Tipp: auf ein Doppelbett sollte man lieber ein großes Unterbett nehmen, statt zwei kleinere, weil sie nicht verrutscht. Noch besser ist es, wenn das Unterbett an den Ecken mit Gummibändern versehen ist, die sie an der Matratze fixieren. Die Größen der Unterbetten richten sich nach den handelsüblichen Bettgrößen: Unterbetten für zwei Personen sind meistens 140, 160, bzw.180×200 cm groß, die für eine Person 80, 90×200 cm.

5. Wollbettwäsche – wie soll man sie behandeln, reinigen, waschen?

Lüften

Wolle ist nicht nur weich, bequem und warm, sie ist sogar noch selbstreinigend, Wollwachs, oder Lanolin (auch Wollfett genannt) befindet sich auf den Wollfasern und schützt sie vor Verschmutzung, indem es die Fasern staubabweisend (antistatisch) macht. Das heißt aber natürlich nicht, dass man sie nicht sorgfältig pflegen soll, und man sie nie reinigen oder waschen muss.

Am wichtigsten ist aber das häufige Lüften. Das mäßige ozeanische Klima des Südwesten Australiens macht es möglich, die Merinoschafe das ganze Jahr über draußen zu lassen (Freilandhaltung), die ständige frische Luft sorgt für die außergewöhnliche Qualität der Wolle dieser Schafe. Man hat ausgerechnet, dass Wolle 3-5 m3 frische Luft pro Stunde braucht.

Für Wolle bedeutet frische Luft dasselbe, wie das Wasser für einen Fisch.

Eine Wolldecke wird vom Lüften erfrischt und neu belebt, es lohnt sich die Bettwäsche  eventuell täglich an die frische Luft zu legen, aber mindestens einmal pro Woche für 8 Stunden. Man sollte sie am besten nicht in einen Bettkasten oder in den Schrank reinstopfen, sondern draußen lassen. Es ist praktisch, nach Regen zu lüften, denn Wolle nimmt die Luftfeuchtigkeit auf und wird davon erfrischt. Man sollte sie aber nie in die Sonne legen, davon trocknet Wolle aus.

Wenn man eine neue Wolldecke auspackt, kann es ein wenig nach Schaf riechen, das ist ganz natürlich, Rohwolle, der daraus gemachte Wollstoff und auch die fertige Bettwäsche wird in Folie gehalten, bevor man sie in die Hände bekommt. Der Geruch bleibt so stecken, das ist aber meistens halb so schlimm, vom häufigen Lüften geht es vorbei, etwa in 2-3 Wochen (bis zur völligen Geruchslosigkeit können aber auch Monate vergehen.)

Reinigung

Es gibt mehrere Methoden eine benutzte, fusseligere Wolldecke zu reinigen. Ein volkstümlicher Trick besagt, dass man sie im Winter durch den sauberen Schnee ziehen soll. Das wiederholt man mit der anderen Seite auch, anschließend klopft man den Schnee ab. Die Wolle saugt sich somit Feuchtigkeit voll und wird gereinigt.

Im Sommer sollte man beim Lüften der Wolldecke sauberes Wasser mit Wollwaschmittel in einen Blumenspritzer geben und die Fläche der Wolldecke einspritzen.

Waschen

Selbstreinigende Wolle neigt weniger dazu einzustauben, es genügt sie 2-3- mal pro Jahr zu waschen, öfter ist nur dann notwendig, wenn es einen „Unfall” gab, z. B. die Decke wurde mit Kakao bekleckert.

Wolle zu Hause zu waschen ist problematisch, man sollte das nur versuchen, wenn man einen Garten hat. Die Waschmaschine kann man ruhig vergessen, würde man das versuchen, wäre das schlimm für die Decke ebenso, wie für die Waschmaschine. Eine etwas dickere Wolldecke passt zum einen gar nicht in die Maschine, zum anderen würde sie sich so mit Wasser vollsaugen, dass die Trommel der Waschmaschine unter diesem Gewicht abreißen würde, außerdem würde die Wolle wegen der langen Zeit im Wasser und wegen des Schleudergangs schnell verfilzen.

Superwash Wolldecken können bei Schongang auch in der Maschine gewaschen werden.

Wollbettwäsche darf mit der Hand gewaschen werden. Das Wasser sollte 25-35 Grad warm sein, man sollte ein Wollwaschmittel mit Lanolin nehmen, und immer darauf achten, sie nicht zu lange im Wasser zu lassen, danach vorsichtig ausdrücken und nicht wringen, denn davon verfilzt die Wolle. Nach dem Waschen sollte man das Wasser sanft ausstreichen. Zum Trocknen ins Freie legen, nicht aufhängen, damit sie nicht durchhängt (man sollte damit rechnen, dass sie zum Trocknen viel Zeit braucht). Starker Sonne sollte sie nicht ausgesetzt sein, sonst vergilbt sie und trocknet aus.

Im Gegensatz zu herkömmlicher Bettwäsche kann eine Superwash Wolldecke auch in der Maschine gewaschen werden, denn dank der speziellen Behandlungstechnik (die für die Verfilzung verantwortlichen Schuppen werden von der Oberfläche der Wollfaser entfernt) filzen diese Decke nicht. Die besonders weiche Superwash Wollbettwäsche ist bei Schongang mit leichtem Schleudergang auswaschbar.

Bettbezug benutzen

Meiner Meinung nach ist die Benutzung von Wollbettwäsche ohne Bezug besser, so spürt man die Vorteile einer Wolldecke am effektivsten. Es gibt aber auch ernstzunehmende Argumente für die Benutzung eines Bettbezuges (man sollte Bezüge aus natürlichem Material bevorzugen, die luftdurchlässig sind, wie z. B. Baumwolle, Leinen).

Die schon öfter erwähnte Verfilzung (die Wolle verdichtet sich wegen Wärme-, Feuchtigkeitseinwirkung oder wegen Reibung) erfolgt langsamer, denn der Bezug trennt die Bettwäsche on der Haut, so ist sie nicht so starken Einwirkungen ausgesetzt. Der Bezug schützt die Wolldecke auch vor Verschmutzung und Flecken.

+1 Tipp: Wenn man die haarige Oberfläche einer Merinodecke nicht mag, sollte man einen Bezug nehmen, oder eine seidige Superwash Decke  nehmen.

6. Allergie gegen Wolle – wenn eine Wolldecke keine gute Wahl ist

Als Allergiker muss ich immer darauf achten, mit welchen Materialien ich mich umgebe. Ich würde mich niemals in Bettwäsche legen, die allergische Reaktionen oder Asthma auslöst. Einem weit verbreiteten Irrtum nach verursacht Wolle Allergien, weil sie „Haare” hat, und alles, was Haare hat – der Teddybär, Teppich, usw.- löst Niesen und Augenrötung aus, denn sie enthalten Milben und werden staubig.

Das Fell eines Schafes besteht aus gröberem Oberhaar, Deckhaar und feinem, weichem Unterhaar. Wolldecken werden aus dem seidigen Unterhaar angefertigt, das anders ist, als die Haare anderer Tiere. Die Harre eines Hundes oder einer Katze sind völlig gerade, Wollhaar dagegen hat Wellen. Versuche haben bewiesen, dass sich Milben in der welligen Wolle nicht festsetzen können.  (Dr. Vahid Yousefi-Kóbori Judit: Zucht und Auswahl von Merinoschafen Verlag Szaktudás Kiadó Ház, Budapest, 2002. Seite 20.)

Wollhaar hat auch noch eine Lanolinschicht (Wollwachs), so ist es antistatisch, also staubabweisend. Das trockene, kühlere Klima ist für die Vermehrung der Staubmilben auch nicht günstig (Die meisten Allergien und Asthmabeschwerden werden von den Proteinen im Milbenkot ausgelöst).

Am Wollhaar bleibt der Staub nicht hängen.

Der beste Beweis ist jedoch, dass ich, der ich schon seit meiner Kindheit an Asthma leide und beim Prick-Test blitzschnell durchgefallen bin (mein ganzer Arm wurde rot), hatte noch nie Beschwerden wegen Wolle bekommen.

In sehr seltenen Fällen kann Wolle Allergie auslösen, das betrifft aber nur 1% der Allergiker.

Führen wir diesen einfachen Test durch, wenn wir erfahren möchten, ob wir zu einer Allergie gegen Wolle neigen, oder nicht. Man drückt ein Stück Wollstoff auf die Hand etwa 10-15 Minuten lang. Wenn die Haut rot wird, oder ein Ausschlag erscheint, muss man auf Wollbettwäsche leider verzichten.

7. Garantie für Wollbettwäsche und sonstige Dienstleistungen

Garantie für eine Wolldecke – wann gilt sie?

Worauf bezieht sich die Garantie bei einer Wolldecke?

Im Grunde ist sie bei Produktionsfehler und Materialfehler gültig, im Falle von Wolle sind das meistens Fehler der Nähte (die Naht löst sich, usw.). In Ungarn ist es meistens eine 1-2 Jahre Garantie.

Wann gilt die Garantie nicht?

Wenn die Wolldecke nicht bequem genug, zu warm, oder nicht warm genug ist, gilt die Garantie nicht (das klingt zwar einleuchtend, trotzdem wissen das viele nicht).

Wegen der schuppigen Oberfläche, der Flexibilität und Dehnbarkeit neigt Wolle zur Verfilzung. Das ist ein natürlicher Vorgang, der mit Benutzung eines Bezuges aufgehalten werden kann, und der die wohltuenden physiologischen Wirkungen von Wolle nicht beeinträchtigt (bei der schon erwähnten Superwolle gibt es keine Verfilzung). Also wird der Garantieanspruch nicht akzeptiert, wenn man sich auf Verfilzung beruft.

Wegen Verfilzung soll man nicht reklamieren.

Eine neue Wolldecke kann ein wenig nach Schaf riechen (Superwash Wollbettwäsche wurde behandelt und riecht nicht), der Geruch geht nach einigen Wochen mit regelmäßigem Lüften vorbei. Das ist auch kein Grund für eine Reklamation.

Wo sollte man Wollbettwäsche kaufen?

Immer nur dort, wo man die hier genannten Informationen bekommt. Aber jetzt im ernst.

Fangen wir lieber damit an, wo man sie nicht kaufen sollte. Keinesfalls von einem Hausierer, bei Produktpräsentationen oder im Einrichtungsgeschäft. Auch nicht dort, wo das Material oder die Dichte der Wolldecke nicht angegeben wird, und darüber auch keine Auskunft geben kann.

Sichergehen kann man, wenn man die Wolldecke und die Unterdecke  im Fachgeschäft kauft. Hier ist Qualität garantiert, man wird fachkundig beraten, und wenn nötig, wird man auch später unterstützt.

Umtausch und Geldrückgabegarantie

Es gibt Leute, für die eine Wolldecke einfach nichts ist, sie finden sie zu schwer, oder sie mögen ganz einfach dieses „haarige Gefühl” an ihrer Haut nicht. Für sie ist es nicht einfach die ideale Wolldecke auszusuchen.

Geldrückgabegarantie sichert mehr als alles andere, dass man ganz gewiss nicht falsch liegen kann beim Kauf von Wollbettwäsche. Soviel ich weiß, bietet heute allein die Firma Aranygyapjú 30 tägige 100% Geld-zurück Garantie für ihre Wollprodukte.

Ich wünsche viel Erfolg zur Auswahl der Wollbettwäsche!

Noch weitere Fragen? Schreiben Sie an info@matratzenmann.at.

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Quellen:

  • Viele Jahre Erfahrung beim Verkauf von Wollbettwäsche.
  • Dr. Vahid Yousefi-Kóbori Judit: Zucht und Auswahl von Merinoschafen Verlag Szaktudás Kiadó Ház, Budapest, 2002.
  • Márton Zilahi: Rohstoffe der Textilindustrie. Lehrbuchverlag, Budapest 1953.
  • László Gaál: Handbuch der Wollproduktion. Wolle- und Textilrohstoffvertriebsfirma, Budapest, 1967.

Tipps zur Auswahl einer Kaltschaummatratze

Man kann guten Gewissens sagen, in der heutigen Matratzenindustrie gibt es kein besseres Material, als Kaltschaum. Die ganze Mannschaft vom Schlafblog Matratzenmann steht voll und ganz hinter dieser Aussage, es gibt nichts Besseres…

Aber was ist Kaltschaum überhaupt, und was muss man besonders beachten, wenn man die individuell passende Kaltschaummatratze aussuchen möchte? Wir erklären das!

Inhalt (klicken Sie auf das Thema, wofür Sie sich interessieren)

Was ist Kaltschaum?

Bei Herstellung von Schaumstoffen war die Entwicklung des hochelastischen Kaltschaums zweifellos eine Spitzenleistung. Wir meinen, diese Leistung ist so bedeutend, wie damals die Entwicklung von Memoryschaum.

noks-kaltschaum

Eine gute Matratze aus Kaltschaum ist komfortabel, hält lange, ist luftdurchlässig, demnach tragen alle Eigenschaften zur gesunden und hygienischen Nachtruhe bei. Kaltschaum sollte man nicht mit anderen Schaumstoffen (z. B. mit Schaumgummi) verwechseln, die Zusammensetzung und die Herstellungstechnologie ist grundlegend anders (daraus folgt, dass die typischen Merkmale auch anders sind, wie die besondere Homogenität und die Dichte).

Aber warum Kaltschaum?

Die Antwort darauf ergibt sich aus dem Herstellungsvorgang.

Herstellung von Kaltschaummatratzen

Kaltschaum ist eigentlich Polyurethan aus zwei Komponenten. Das sind Polyol (mit anderem Namen Zuckeralkohol, oder mehrwertiger Alkohol), und Isocyanat. Die chemische Reaktion der organischen Verbindungen der Hydroxygruppe (Polyol) und der isocyanathaltigen Gruppe (Isocyanat) ergibt das Polyuretan (Polimerkette), das unter dem Namen Kaltschaum bekannt wurde.

Bei der Herstellung wird jeder einzelne Vorgang strengstens überwacht, so können die Hersteller nicht nur die Merkmale und die Qualität des Kaltschaums gewährleisten (Elastizität, Härte, Dichte), sondern können auch auf den Umweltschutz achten (Zuckeralkohol – das auch als Süßstoff benutzt wird – ist völlig ungefährlich, der kontrollierte Verbrauch von Isocyanaten ist ebenso unbedenklich.)

Im Grunde gibt es zwei verschiedene Prozesse bei der Herstellung von Kaltschaum. Die eine Art war früher in Mode, die Schaumstoffe wurden lange Zeit bei hoher Temperatur hergestellt. Diese Technologie gehört mittlerweile der Vergangenheit an, die Behandlung bei niedriger Temperatur hat sich durchgesetzt und wurde verbreitet. In diesem Fall findet die chemische Reaktion bei relativ niedriger Temperatur (30-75 C°) statt, die Zyklusdauer ist kürzer (3-5 Minuten).

Daher kommt also der Begriff Kaltschaum.

Vorteile von Kaltschaummatratzen

Kaltschaum verfügt über zahlreiche günstige Eigenschaften, wenn man alle aufzählt, wird es klar, dass die Merkmale insgesamt das beste Matratzenmaterial ergeben. Kaltschaum ist bequem, formanpassend, punktelastisch, lange haltbar und luftdurchlässig.

Im Gegensatz zu anderen Schaumstoffen kann Kaltschaum die Wirbelsäule stützen, ohne Herausbildung von Druckstellen, er passt sich also perfekt der Körperkontur an. Dieser elastische Schaumstoff ist also fähig, Rücken- Hüft- oder Halswirbelschmerzen vorzubeugen oder diese zu lindern, indem er die Rückenwirbel entlastet.

kaltschaum

Kaltschaum passt sich der Körperform so perfekt an!/Quelle: sleepdelivered.com

Kaltschaum, der dem Körpergewicht entsprechend hart und geformt (profiliert) ist, passt sich der Körperform so perfekt an, wie Memoryschaum, oder qualitative Matratzen mit Taschenfederkern.

Einzigartige Punktelastizität ist auch charakteristisch für Kaltschaum (auch Memoryschaum zeichnet sich damit aus), wenn man also auf die Matratze hüpft, wird sich die Seite des Partners nicht einmal regen, die Matratze fällt also nicht in die Richtung ab. Unnötig zu betonen, wie wichtig das für die vollkommene Entspannung ist.

Jeder weiß schon im Schlaf, dass man für die erholsame Nachtruhe relativ kühles und trockenes Klima benötigt. So muss man sich im Schlaff nicht so oft umdrehen, man schwitzt nicht, und die Entgiftung ist optimal. Die „durchlöcherte“ Struktur der Kaltschaummatratze bietet dieses ideale Schlafklima. Man muss sich das so vorstellen, dass es tausende und abertausende dünne Adern in der Matratze befinden, diese mikroskopisch kleine Kanäle leiten die Feuchtigkeit, die beim Schlaf aus dem Körper entweicht, ab, so erwacht man am Morgen unter hygienischen Bedingungen.

Neigt man zum Schwitzen, ist Kaltschaum die ideale Lösung für das Problem, im Gegensatz zu Memoryschaum wird er nämlich ausgezeichnet durchgelüftet, man schwitzt also in der Nacht nicht.

Belastungstests haben ergeben, dass Kaltschaum selbst bei dauerhafter, hoher Belastung weniger aus der Form kommt, als andere Materialien. Eine Betteinlage aus Kaltschaum sollte also bei passender Behandlung (Umdrehen, Beachten des Gewichtslimits, kein „Sofaeffekt“) mindestens 7-8 Jahre lang halten (Fachleute aus Amerika meinen übrigens, man sollte eine Matratze 5-7 Jahre lang nutzen). Matratzen mit Federung halten deshalb nicht länger, als Kaltschaum, weil in denen als Komfortschicht ebenfalls irgendeine Schaum- oder Latexpolsterung ist, und wenn die kaputtgeht, bietet die Federung allein keinen Komfort.

Ein weiterer Vorteil von Kagerollte Matratzenltschaummatratzen ist, dass sie besonders pflegeleicht sind. Es gibt nur sehr wenige Betteinlagen, die man nicht ab und zu umdrehen muss, damit beide Seiten gleichmäßig gebraucht werden, um keine Seite durchzulegen. Latexmatratzen und Matratzen mit Federung sind wahnsinnig schwer, eine Kaltschaummatratze dagegen kann mit einer leichten Bewegung umgedreht werden. Da sie vakuumverpackt sind, sehen die Kaltschaummatratzen  so aus, wie eine übergroße Kapsel, so ist der Transport ein Kinderspiel (sie passen sogar in ein kleineres Auto), Folienverpackung in mehreren Schichten schützt sie vor Verschmutzung und Verletzungen.

Dieses wunderbare Material ist vielseitig kombinierbar, so kann jeder für sich das individuell günstigste aussuchen. Kaltschaummatratzen unterscheiden sich in Härte, Elastizität und Dichte, es gibt verschiedene Variationen von vollkommen dichten, in Form geschnittenenund profilierten Kaltschaummatratzen.

Härtegrad der Kaltschaummatratzen

Dieses Thema wirft Probleme auf, es gibt nämlich keine einheitliche Norm oder Kategorie bezüglich des Härtegrades. Einige Vertreiber verwenden zwar die Kennzeichnungen H1, H2, H3, andere nicht, also kann man nicht bequem von zu Hause aus entscheiden, welche die geeignete ist, oder wenn man die eine mit H kennzeichnete Härte ausprobiert hat, hat man immer noch keine Grundlage, diese mit anderen zu vergleichen.

So bleibt einem nichts anderes übrig, als ins Fachgeschäft zu gehen und die Matratzen auszuprobieren. Dann und dort, die gewohnte Schlafposition aufnehmend kann man fühlen, ob es sich lohnt, in die Matratze zu investieren. Im Voraus können wir sagen, dass das Körpergewicht und die Schlafposition entscheidend für die Auswahl der sympathischsten Kaltschaummatratze sein werden.

Warum ist die Dichte des Kaltschaumes ausschlaggebend?

Die Dichte des Materials ist ein ausschlaggebendes Kriterium für den Wert einer Kaltschaummatratze. Die dichtere ist einfach besser. Sie enthält mehr Material, ist länger haltbar, man kann sie einfach nicht so leicht durchliegen. Die Maßeinheit ist kg/m3, davon hängt auch das Gewicht der Matratze ab.

Wie auch bei anderen Themen, gibt es in dieser Frage auch bedeutende Meinungsunterschiede zwischen der österreichischen und der ausländischen Matratzenindustrie. In Österreich sind Kaltschaummatratzen von 28-32 kg/m3 Dichte verbreitet, eine mit 35 Dichte hebt sich schon hervor. In Westeuropa oder in den Vereinigten Staaten schwört man dagegen auf Kaltschaum mit 40 kg/m3 Dichte.

Wonach soll man sich also richten? Am besten wählt man Kaltschaum ab 35 kg/m3 oder höheren Dichte, solche schon als Premiummarke geltenden Matratzen  kann man vereinzelt auch auf dem ungarischen Markt finden.

Hochelastischer Kaltschaum

In Österreich kann man eher festen Kaltschaum finden, der ist härter und bietet bei überdurchschnittlichem Gewicht, stärkerem Körperbau oder bei Schlaf in Rückenlage echten Komfort.

Elastischer Kaltschaum dagegen ist bequemer, bietet optimale Gewichtverteilung, unabhängig von der Schlafposition und vom Körpergewicht. Unserer Erfahrung nach kann es eine relativ härtere, an der Oberfläche feste (nicht in Zonen aufgeteilte), aber elastische Kaltschaummatratze mit einer Matratze mit 2-3 cm Memoryschaumschicht aufnehmen.

Profilierte und in Zonen geteilte Kaltschaummatratze

Forschungen haben ergeben, dass halbharte Matratzen bei Menschen mit durchschnittlichem Körpergewicht Rücken- und Kreuzschmerzen lindern können, weil diese Matratzen die Wirbelsäule optimal entlasten.

Herkömmliche feste, steife oder auch elastische Kaltschaummatratzen können bei Seitenlage oder Bauchlage die Hüfte oder die Schultern zu sehr unter Druck setzten. Diese bieten also nur bei überdurchschnittlichem Gewicht, oder bei Leuten, die ausschließlich auf dem Rücken schlafen, echten Komfort.

Der Durchschnitt (Statistiken zufolge schlafen 50-60% der Menschen auf der Seite, 10-20% auf dem Bauch) kann die Wirbelsäule auf profilierten, halbharten Kaltschaummatratzen besser regenerieren.

Was bedeutet eigentlich Profilierung?

Mikrocomputergesteuerte Schneidmaschinen (auch CNC genannt) bilden auf der Oberfläche des Kaltschaums verschiedene Mustern. Kaltschaummatratzen mit profilierter Oberfläche sinken besser ein, bilden keine Druckpunkte auf den verschiedenen Körperteilen, sie sind auch ideal luftdurchlässig, und verhindern so das Schwitzen während der Nachtruhe. Die Formen auf der Oberfläche der Matratze sind meistens nicht so tief geschnitten, dass der Körper zu sehr  einsinkt, das würde nämlich die Wirbelsäule deformieren.

Profilierte Kaltschaummatratze

Die Ventilation kann noch weiter verbessert werden, indem man nicht nur die untere, und/oder obere Liegefläche der Matratze formt, sondern auch ins Innere Kanäle schneidet. So wird die Matratze auch von Innen durchgelüftet, und sie ist an diesen Stellen auch weicher.

Durch die Technologie der Profilierung wird aus der auch so schon ausgezeichnete Stütze bietenden Kaltschaummatratze eine Matratze mit mehreren Zonen, die sich getrost mit qualitativ hochwertigen Memorymatratzen oder Taschenfederkernmatratzen messen kann, was Formanpassung und Bequemlichkeit betrifft.

Wie dick soll die Kaltschaummatratze sein?

Unserer Meinung nach ist eine Matratze erst ab 16-18 cm zu gebrauchen. Eine dickere Matratze enthält mehr Material, wird nicht so leicht weich, es bilden sich keine Dellen, und die Liegefläche ist auch höher, so muss man am Morgen nicht mühsam aus dem Bett klettern, sondern man steht einfach auf. Es ist kein Zufall, dass ernstzunehmende Matratzen für Erwachsene mindestens 18 cm dick sind, nur die können nämlich das Körpergewicht entsprechend halten.

Es stimmt aber auch, dass das Material der Matratze, und ihre Härte die ideale Dicke ebenfalls beeinflussen. 18 cm will nichts heißen, wenn die Matratze viel zu weich ist, und eine entsprechend festere von 14 cm auch geeignet wäre.

Die Kaltschaummatratze sollte mindestens 16-18 cm dick sein, oder noch höher, ihre Lebensdauer hängt unter anderen Faktoren (Qualität, Dichte, usw.) auch davon ab.

Welches Bettgestellt eignet sich für Kaltschaummatratzen?

Dünnere, 10-15 cm hohe Matratzen haben den Nachteil, dass sie nicht tief genug für das Körpergewicht sind, so kann man an der Hüfte das darunter liegende Bettgestell fühlen. Bei so einer Matratze muss also das Gestell elastisch sein, um Formanpassung zu bieten.

Hält man sich jedoch an die oben genannte Regel (und nimmt eine mindestens 18 cm Matratze), kann man auch ein elastisches, verstellbares Gestell zur Kaltschaummatratze kaufen, wenn man Lust hat, möchte man aber eher Geld sparen und trotzdem eine dauerhafte Lösung finden, nimmt man ein Bettgestell aus festem, massivem Kieferholz, oder Hartholz.

Für die Hygiene der Kaltschaummatratze: waschbarer Bezug und Matratzenschoner

Eine Matratze, die man jahrelang benutzt, wird zu einer echten Ansammlung von Milbenkot, was ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem sein kann, denn die Proteine im Milbenkot sind für die meisten allergischen und asthmatischen Beschwerden verantwortlich. Außerdem gelangen mehrere Liter Schweiß in den Matratzenkern, ganz zu schweigen von der Verschmutzung. Kurz gesagt wird die Matratze in einigen Jahren abgenutzt.

Was die Luftdurchlässigkeit betrifft, ist Kaltschaum der eindeutiger Sieger unter den Schaumstoffen, dank der zahlreichen dünnen Kanälen im Inneren sorg die Profilierung für noch effektivere Luftdurchlässigkeit. Sie ist also praktischer, als andere Schaumstoffmatratzen, trotzdem muss man noch weitere Maßnahmen treffen, um die Hygiene der Matratze jahrelang zu sichern.

Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug gehört mittlerweile zur Standardausstattung jeder Matratze. Es klingt gut, dass der Bezug der ausgesuchten Kaltschaummatratze abziehbar und sogar waschbar ist. Eins vergisst man aber immer wieder: Matratzenbezüge sind viel dicker, als ein Bettlaken, und ein Bezug in Doppelbettgröße passt nicht in die Waschmaschine, die meisten können nur in einem Stück abgezogen werden.


Noks Matratze – die perfekte Matratze


Man sollte also auf der Hut sein, und eine Kaltschaummatratze mit einem Bezug wählen, der rundherum mit Reißverschluss versehen ist, so kann man den Bezug in zwei Teilen von der Matratze nehmen, und die Liegefläche passt ganz einfach auch in eine kleinere Waschmaschine. Diese Bezüge sind im Übrigen nicht dazu gedacht, sie jede Woche zu waschen, sie halten auch Wäsche über 60 Grad nicht so gut aus.

Der Matratzenschoner ist geeignet für häufiges Waschen (eventuell jede Woche) bei hoher Temperatur (90-95°). Diese Schonbezüge sind meistens aus Mischfaser (Baumwolle-Polyester), so gehen sie nicht vorzeitig kaputt und können beliebig oft „gekocht” werden. Die schon erwähnten Milben können nur bei hoher Temperatur (mindestens über 60°) 100% sicher abgetötet werden.

Möchte man die Lebensdauer der Kaltschaummatratze verlängern, sie vor Abnutzung, Verschmutzung und Milben schützen, sollte man Matratzenschoner benutzen!

Bei weiteren Fragen im Zusammenhang mit Kaltschaummatratzen, schreiben Sie einfach an diese Adresse: info@matratzenmann.at

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Quellen:

  • topxltwinmattress.com/cold-foam-mattress-reviews/
  • www.chemtrend.com/process/high_resilience_cold_foaming
  • www.slideshare.net/laurieblackford/cold-foam-mattress-for-the-best-night-sleep
  • www.eurofoam.hu/alvaskultura/hideghab/
  • www.eurofoam.hu/termekek/specialis-komfort/
  • www.us-mattress.com/what-is-hi-resiliency-foam.html
  • www.bedtek.com/flexible-foam-mattresses-s/13024.htm
  • en.materasso.eu/materials/hr-foam-cold-foam.html

Wir vergessen oft, dass der gemütliche und erholsame Schlaf nicht nur von unserer Matratze abhängt. Dabei können wir ohne ein Kissen, dass an unsere persönlichen Ansprüche angepasst ist, alle schönen Träume vergessen.

Lass dich durch mich in die Welt der Kissen einführen und dir zeigen, worauf du achten musst, um das für dich ideale Kissen zu finden.

In den vergangenen paar Jahren habe ich zahllosen Mensche geholfen, Kissen auszuwählen und jetzt teile ich meine Erfahrungen mit dir in diesem Artikel.

Inhalt – Die Titel sind klickbar!

Aufbau und Funktion der Halswirbelsäule

Unser Hals ist eine gut aufgebaute Konstruktion aus Wirbeln, Muskeln, Sehnen, Sehnenbändern und Nervenwurzeln, die erstaunlich stark und elastisch ist und es ermöglicht, unseren Kopf in jede beliebige Richtung zu drehen.

Er besteht aus 7 Wirbeln, die die Schädelbasis mit dem oberen Abschnitt der Brustwirbel verbinden. Zwischen den Wirbeln befinden sich die Bandscheiben (6, die bei der Elastizität und Bewegung des Halses helfen) sowie 8 Nervenwurzeln. Die vom Gehirn ausgehenden Nervenwurzeln (die zum Rückenmark gehören) verlaufen entlang der gesamten Wirbelsäule, sie übermitteln Informationen an unseren gesamten Körper und lenken seine motorischen und sensorischen Fähigkeiten.

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Quelle: http://corewalking.com

Die Halswirbelsäule umschließt das Rückenmark und schützt es. Aber der unbestreitbar größte Verdienst unserer Halswirbel ist, dass sie unseren Kopf stützen und auch seine Beweglichkeit garantieren (dabei spielen die beiden Wirbel unter dem Hinterhauptbein eine besondere Rolle, der Atlas und der Axis, die die Bewegung des Kopfes in drei Richtungen ermöglichen). Ferner unterstützt er auch die Blutversorgung des Gehirns und sorgt für eine effektivere Durchblutung.

Warum ist ein gutes Kissen wichtig und was für Eigenschaften hat es?

Das Kissen spielt also eine genauso wichtige Rolle für die Qualität deines Schlafs wie die Matratze selbst, aber während die Matratze für die Gesundheit der Brust- und Lendenwirbel verantwortlich ist, sorgt das Kissen jeden Tag für die Entlastung der Halswirbel.

Das optimale Kissen hält deinen Kopf stabil und verhindert die Deformierung deiner Halswirbel, da es den natürlichen C-Bogen der Halswirbelsäule vollkommen abstützt. So kommt es auch nicht zur Entstehung der für Effizienz deiner Durchblutung so gefährlichen Druckpunkte.

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Das Kissen deiner Träume ist als bequem und stützt deinen Hals ab, indem es ihn entlastet. Die Bewahrung der Hygiene ist beim Kissen genauso wichtig wie bei der Matratze. Dabei bedeutet es einen großen Vorteil, wenn das Kissen durchlüftet wird und gewaschen werden kann.

Was für Probleme kann ein ungeeignetes Kissen verursachen?

Ein zu hohes/zu hartes oder gerade zu niedriges/zu weiches Kissen kann Halsschmerzen oder einen steifen Nacken verursachen (Deformation der Wirbel, Druck auf die Nerven, Spannung de Muskeln oder Sehnenbänder), die Schultern bzw. die Arme fühlen sich taub an (Durchblutungsprobleme), das ständige sich Wälzen in der Nacht kann ebenfalls Kopfschmerzen, Husten und Atembeschwerden verursachen – so Andrew Hecht, Orthopäde (diese Probleme hängen natürlich nicht nur von deinem Kissen ab, aber sie können mit einer solchen Verschlechterung deines Gesundheitszustands zusammenhängen).


Kennt ihr schon unsere Rausch Wollkissen?


Mit solchen Problemen wird ein ruhiger und regenerierender Schlaf unmöglich, ebenso wie ein heiterer und ausgeglichener Alltag.

Wie suche ich mir das perfekte Kissen aus?

Um das für dich am besten geeignete Kissen zu finden, musst du deine Schlafgewohnheiten (Schlafpositionen), deinen Körperbau, ggf. deine Gesundheitsprobleme (Erkrankungen der Wirbelsäule, Allergien usw.) berücksichtigen.

Zuerst musst du also diese durchdenken und nach der Auswahl des Grundmaterials für dein Kissen bzw. dessen Typs dich auf den Weg machen und das Fachgeschäft für Kissen und Matratzen aufsuchen, wo du die Kissen ausprobieren kannst.

Kissen und Schlafposition

Eindeutig ist das der wesentlichste Gesichtspunkt beim Kissenkauf, da ja jede Schlafposition ein anderes Kissen erfordert (je nach Höhe und Härte, das Material ist sekundär). Das Ziel ist also, dass dein Kissen – egal, wie du schläfst – deine Halswirbel in einer natürlichen (neutralen) Position hält.

Seitenlage

Beginnen wir mit der Seitenlage, welche die beliebteste Schlafposition ist (das ist also kein Zufall, das ist die eine, durch die sich die natürlichen Biegungen der Wirbelsäule abstützen lassen), laut Erhebungen schlummern 50-60 % aller Menschen in dieser Position. Bei der Seitenlage muss das Kissen die Distanz zwischen deiner Schulter und deinem Hals ausfüllen. Bzw. hängt davon ab, ob du ein relativ hohes Kissen brauchst, auf dem dein Kopf nicht herabhängt, aber auch nicht zu hoch rutscht (um es noch detaillierter auszudrücken: das kann ein hohes, aber weiches oder ein ein bisschen niedrigeres, aber hartes Kissen sein). Und es ist auch nicht egal, wie hart deine Matratze ist bzw. wie sehr darauf deine Schulter versinkt, auch das kann sich nämlich auf die Höhe deines Kissens auswirken.

Wenn du auf der Seite schläfst, können deine Knie auseinanderrutschen und deine Lendenwirbelsäule kann sich verdrehen. Deswegen empfehlen die Fachleute, leg dir ein kleines flaches Kissen zwischen deine Knie, das Kreuzbein wird so nämlich in Symmetrie gehalten und du kannst vermeiden, dass sich die Lendenwirbel anspannen, so können sie sich in einer neutralen Position ausruhen (das kann ich bestätigen, auch ich schlafe nämlich so, und es ist einfach viel bequemer, mit einem Kissen zwischen den Knien zu schlafen).

Schlafpositionen

Quelle: http://www.ladylifehacks.com

Rückenlage

Viele mögen auf dem Rücken schlafen (20-30 %), in dieser Position wir dein Rückgrat am wenigsten belastet (am besten ist nämlich eine Gewichtsverteilung). Zum Schlafen in der Rückenlage brauchst du nämlich ein niedrigeres Kissen als für die Seitenlage, aber es sollte auch nicht so flach sein, als wenn du auf dem Bauch schlafen würdest. Wesentlich ist, dass deine Halswirbel beim Schlafen nicht angespannt sind. Wir können also sagen, das für die ein Kissen von mittlerer Dicke (und Härte) praktisch sein kann, wenn du auf dem Rücken schläfst.

Wenn du so einschlummerst, solltest du wissen, dass du deinem Rückgrat nicht nur mit dem Kissen unter deinem Kopf etwas Gutes tun kannst. Es lohnt sich, auch unter deine Knie ein flaches Kissen zu legen, um eine Überbelastung auszugleichen, die für deine Lendenwirbel gefährlich sein kann.

Bauchlage

Am Ende der Aufzählung als die schlechteste Schlafweise, 10-20 % von uns schlafen nur so (wenn du mir einen Tipp erlaubst, versuch anders zu schlafen, wenn du kannst!) Deine Wirbelsäule steht zu sehr unter Druck, wenn du so schläfst, vor allem die Wirbel und Muskeln des lumbalen Abschnitts können angespannt sein. Deswegen musst du auch hier ein Körperkissen verwenden, noch dazu ein flaches auf der Höhe des Beckens bzw. unter deinem Bauch, das den Schlaf erträglicher und komfortabler gestaltet.

Der andere große Nachteil der Bauchlage besteht darin, dass du nur so schlafen kannst, dass dein Kopf eine Richtung gedreht ist (sonst würdest du schwer Luft bekommen), was die Nervenbahnen deiner Halswirbel zu sehr belastetManche Leute benutzen überhaupt kein Kissen in dieser Position, andere wiederum ein flaches, dünnes Kissen, das den Kopf nur ein bisschen anhebt. Die Kissenprobe wird dann entscheiden, was für dich am besten ist.

Kissen nach Materialien

Kissen, welche aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden, können sich ganz anders als die übrigen Kissen anfühlen. Wenn du das Kissenmaterial auswählst, dass für dich am bequemsten ist, achte auch auf die Möglichkeit, es zu reinigen und zu durchlüften.

Memorykissen

Die Popularität des Memoryschaums ist bis heute ungebrochen (sowohl als Kissen als auch als Material für Matratzen). Das ist der Tatsache zu verdanken, dass der besondere Memoryschaum – der auf Gewicht und Wärme weich wird – so bequem ist und sich mit einer derartigen Präzision an die Form von Hals und Kopf anpasst, zu der nur wenige Kissen fähig sind (und das schreibe ich, der ich kein Anhänger von Memoryschaum bin!). Diese Kissen entlasten die Halswirbel am effektivsten.

Memory-Kissen

Drei wesentliche Gesichtspunkte bei der Auswahl des Memoryschaumkissens: die Dichte des Memoryschaums, die Form des Kissens und seine Höhe sowie seine Härte. Die Materialdichte beeinflusst die Bequemlichkeit bzw. wie lange das Memorymaterial seine Fähigkeit, sich zurückzudehnen, behält.  Nimm ein Memorykissen mit einer Dichte von mindestens 50 kg/m (oder mehr) (ein Kissen mit einer geringeren Dichte von 30-40 verliert zu schnell seine Elastizität, während dichtere Kissen sich ziemlich erwärmen, auch wenn sie bequem sind).

Neben den traditionellen Memorykissen (mit „Seifenform“) sind auch die anatomischen Memorykissen sehr beliebt. Diese ergonomischen Kissen ermöglichen eine noch bessere Abstützung des Halses. Ich denke, dass das anfängliche Interesse an anatomischen Memorykissen schon etwas nachgelassen hat. Die Memorykissen mit ihrer „Wellenform“ stützen nämlich zwar den Hals gut ab, aber ich fühle mich z. B. so. als wenn mein Kopf davon herunterhängen würde. Andererseits sind auch die Änderungen der Position in der Nacht nicht so einfach damit zu bewerkstelligen (wir alle wenden uns, das ist bis zu einem gewissen Grade natürlich!) (Bei Mehrheit der Menschen muss der dickere Teil des anatomischen Kissens unter den Hals kommen, ein geringerer Abstand zwischen Hals und Schulter kann optimal sein).

Nur interessehalber möchte ich die sogenannten mit Chips gefüllten Memorykissen erwähnen, die einen Übergang zwischen den Memorykissen und den konventionellen Kissen darstellen. Sie werden nicht aus gegossenem bzw. geformten Memoryschaum hergestellt, sondern aus winzigen Memoryschaumchips, mit denen ein Überzug gefüllt wird (wenn du dein Kissen gerne ordentlich drückst, sind sie vielleicht praktischer als die massiven Memorykissen bzw. bei einem Teil von ihnen lässt sich sogar die Härte einstellen).

Deine Schlafposition entscheidet, welche Höhe und welche Härte dein Memorykissen haben sollte. Meide jedoch die sehr harten Kissen oder die zu weichen Kissen, die weichen können nur selten genügend abstützen, während die steinharten deinem Hals nicht das Gefühl geben, dass sie ihn umschmiegen.

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Wenn du leicht schwitzt, vergiss die Memorykissen (es gibt natürlich neu entwickelte mit Memorygel, die deinen Kopf auch im Sommer kühl halten, aber von ihrer Effizienz bin ich nicht so überzeugt), auf dem wärmeempfindlichen, sich zu leicht aufwärmenden und schwer zu durchlüftenden Memorystoff wirst du die Hitze noch schwerer ertragen.

Pro: sehr bequem, sorgen für eine gesunde Haltung

Kontra: erwärmen sich leicht, lassen sich schwer durchlüften

Feder/Daunenkissen

Nicht mit den guten alten Federkissen zu vergleichen, die du bei Oma verwendet hast. Bequemer, sie werden nämlich nicht nur mit Federn gefüllt, sondern auch mit Daunen. Sie pieksen weder deinen Hals noch dein Gesicht, da die Hersteller einen feder-/daunenfesten Anginbezug aus Wolle verwenden.

Das Verhältnis von Federn zu Daunen in diesen Kissen ist unterschiedlich, die Federn sind elastischer und können so den Hals besser abstützen, während die Daunen mit ihrer feinen Weichheit für Bequemlichkeit sorgen. Vielleicht sie die Kissen am besten geeignet, bei denen die Füllung zu 3/4 aus Federn und zu 1/4 aus Daunen besteht bzw. es gibt auch Daunenkissen aus mehreren Schichten auf dem Markt, bei denen der abstützende Federkern von einer oder mehreren Daunenschichten umgeben ist.


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Wenn du dich für ein Daunenkissen entscheidest, schau dir auch immer das Füllgewicht an, davon hängt ab, wie sehr das Kissen gefüllt ist, seine Härte (und probier das Kissen natürlich auch aus). Eine strittige Frage ist, ob das Feder-/Daunenkissen allergische Reaktionen hervorrufen kann. Die Hersteller betonen, dass nur mit Thermalwasser gewaschene und sterilisierte Federn und Daunen in den Bezug gefüllt werden, weswegen sie auch weder Asthma noch Allergien verursachen können. In der Theorie.

Ich denke, dass du wahrscheinlich weniger von einem Daunenkissen hustest als von einem Federkissen, wenn du aber Allergien oder Asthma hast, rate ich dir jedoch zu letzteren (die Staubmilben sterben nur bei höheren Temperaturen, während man die Daunenkissen nur bei 30 Grad waschen kann). (es gibt auch Daunenkissen, die man in einen Trockner tun kann, die 120-130 Grad darin bringens dann doch).

Pro: elastisch, bieten eine bequeme Abstützung

Kontra: können Stauballergie/ Asthma hervorrufen

Biokissen

Eine immer größere Nachfrage gibt es nach den Dinkel- und Hirseschalenkissen, auch wenn Sie sich nicht der gleichen Beliebtheit wie die Memorykissen erfreuen. Die wohltuende Wirkung des Dinkelweizens hat man schon im Mittelalter entdeckt, der Kieselsäure enthaltende Dinkel mit seiner schmerzstillenden und beruhigenden Wirkung auf Ruhebedürftige überzeugte die Menschen (ich persönlich habe davon nichts gemerkt, aber das angenehme Rascheln des Dinkel beruhigt wirklich, auch wenn ihm das eher als Nachteil zur Last gelegt wird).

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Die Dinkelflocken bewegen sich frei im Bezug, deswegen passt sich das Dinkelkissen gut an den Bogen deines Halses an und stützt den Kopf gut ab. Ich schrieb stabil, auch wenn er sich im Vergleich zu einem Memoryschaumkissen hart anfühlt. Aber das Dinkelkissen ist deswegen mein Lieblingskissen, weil es sich super durchlüften lässt. Die vielen kleinen Dinkelschalen stellen eine luftige Füllung für das Kissen dar, sie atmen viel besser als der massive Schaum oder andere Kissen.

Wenn du dich nach einer feinen Verwöhnung sehnst und dir das Dinkelkissen zu hart ist, probier das Hirsekissen aus. Die winzigen Hirseschalen schmiegen sich besser an deinen Hals und deinen Kopf an, du wirst dich wohler fühlen (sie lassen sich nicht ganz so gut durchlüften wie der Dinkel, dafür rascheln sie aber auch nicht so). Der Vorteil des Dinkel- bzw. Hirsekissens besteht darin, dass sich die Höhe der Füllung einstellen lässt, sie können als an jede Schlafposition angepasst werden (Mithilfe des Reißverschlusses am Bezug kannst du die Dinkelfüllung austauschen oder deine Höhe einstellen).

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Auch als Allergiker kannst du das Dinkelkissen benutzen, du musst es nur vor dem Hinlegen sterilisieren (entkeimen) (tu es für 8 Stunden ins Tiefkühlfach oder für 15-30 Sekunden bei 50 Grad in den Backofen, während sich der Bezug in lauwarmem Wasser auswaschen lässt.

Pro: stabile Stütze, verstellbare Höhe, hervorragendes Durchlüften

Kontra: laut („raschelt“)

Ich darf es auch nicht unterlassen, ein, zwei Worte über Woll- und Baumwollkissen zu verlieren. Als Füllung sind meiner Meinung nach Wolle und Baumwolle nicht so praktisch, sie verdichten sich ziemlich schnell und verflachen sich vorzeitig. Sie sind eher als Bezugsmaterial (oder unter den Bezug gesteppt) geeignet. Baumwolle fühlt sich angenehm an und lässt sich gut lüften, die sich warm anfühlende Wolle hingegen schafft beim Schlafen ein ideales Schlafklima.

Kunstfaserkissen

Zwei Arten halte ich in dieser Kategorie für erwähnenswert. Ein Teil der mit Kunstfasern gefüllten Kissen wird so hergestellt, dass in den äußeren (im Allgemeinen gemischte Fasern, z. B. Bambus oder Baumwolle-Kunstfaser) Bezug eine innerer Bezug kommt, an dem auch ein Reißverschluss angebracht ist. Die Größe der Silikonkugelfüllung lässt sich über diesen leicht einstellen, so dass es für jede Schlafposition einen fantastischen Komfort bietet. Das Kissen mit Kunstfaserkugeln und verstellbarer Härte ist elastisch, angenehm weich und stützt die Halswirbel dennoch stabil ab, außerdem lässt es sich relativ gut durchlüften.

Insofern du an Allergien leidest, schlage ich Ihnen vor, das Kissen im Tiefkühlfach zu gefrieren (davon sterben die Staubmilben ab) und es dann auszuwaschen. Der Nachteil dabei ist, dass dies oft wiederholt werden muss, um effektiv zu sein. Es gibt jedoch eine viel bequemere Lösung für dich.

Diejenigen Kissen, die bei hoher Temperatur gekocht werden können, sind die sicherste Lösung bei Allergien und Asthma. Das im Kot der Staubmilben zu findende Eiweiß löst die meisten Symptome aus, die Milben lassen sich durch ein Waschen über 60 °C aus dem Kissen entfernen. Die gemischten Kissen, diejenigen mit Baumwoll-Kunstfaser-Bezug bzw. die kochbaren Kissen mit antiallergener Füllung lassen sich beliebig oft bei 95 Grad waschen. Du kannst sie also so, wie sie sind, in die Waschmaschine geben und bei hoher Temperatur auswaschen.

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Pro: verstellbare Härte; bei hoher Temperatur auswaschbar, antiallergen

Kontra: kurze Lebensdauer

Wann brauchst du ein neues Kissen?

Genauso wie die Matratzen nutzen sich auch die Kissen nach einer Zeit ab. Sie verlieren aber nicht nur ihre Stabilität und verursachen Tag für Tag Halsschmerzen, sondern sie amortisieren sich auch sonst und werden aus hygienischer Sicht unvertretbar.

Wie lange stützt dich dein Kissen noch ab?

Abhängig vom Grundmaterial kann sich ie Füllung aus Silikonkugeln, Baumwolle oder eben Wolle schon nach 1-3 Jahren verdichten, und auch bei den Federn/Daunen sieht es nicht viel besser aus, auch der Memoryschaum kann bedeutend an Bequemlichkeit verlieren (aufgrund seiner nur langsamen Elastizität), innerhalb von 3-4 Jahren, im Hinblick auf die Haltbarkeit geht das Dinkelkissen aus dem Wettbewerb als Sieger hervor, das hält auch (bei einem entsprechend starken, massiven Bezug) einige Jahre, die Füllung aus Dinkel oder Hirse ist nämlich so gut wie unabnutzbar (wenn du den Geruch von frischem Dinkel magst, tausche sie ruhig alle 4-5 Jahre aus).

Falls das irgendwie ins Gewicht fällt. Es ist auch nicht dumm, schon dann über ein neues Kissen nachzudenken, wenn es noch relativ bequem ist. Denk nur daran, wie viel Schweiß jeden Tag in dein Kissen gelangt, wie viele Liter das ausmacht, außerdem kann es im Laufe der Jahre zur Spielwiese von Milben, Bakterien und anderen Parasiten werden. Dabei ist natürlich eine große Hilfe, wenn sie waschbar sind, aber wenn du nicht gerade Kissen verwendest, die bei 95 Grad gekocht werden können, wird sich der eben genannte Faktor auch bei dir bemerkbar machen (wenn du kannst, kaufe ein Kissen, dessen Bezug sich bei mindestens 60 Grad waschen lässt bzw. mir ist auch schon ein kochbarer Kissenschoner begegnet, leider ist ihnen bis jetzt noch nicht der Durchbruch gelungen.

Ähnlich wie bei unseren Matratzen neigen wir dazu, unsere Kissen auch dann noch zu benutzen, wenn sie schon nicht mehr so bequem und stabil sind. Warte nicht ab, bis du die Nachteile eines schlechten Kissens am eigenen Leib erfährst, tausche es rechtzeitig aus. Laut Schlafexperten aus westlichen Ländern ist alle 1-1,5 Jahre ein Kissenwechsel empfohlen.

Wie muss man Kissen ausprobieren?

Welches Kissen für dich am bequemsten ist, kann nur durch Ausprobieren festgestellt werden. Nachdem du ein dir sympathisches Kissen ins Auge gefasst hast, suche ein Fachgeschäft auf (Tipp: ruf ruhig an und frage, ob man das jeweilige Kissen wirklich ausprobieren kann).

Frag den Verkäufer, ob er dir Matratzen zeigen kann, die deiner besonders ähnlich sind. Leg dich auf die Matratze, so wie du auch zu Hause schläfst (wenn du dich wälzt und die Position änderst, solltest du das auch hier tun). Verbringe so viel Zeit auf dem Kissen, wie viel deiner Meinung nach notwendig ist, um zu entscheiden: Ist das Kissen nicht etwa zu hart/hoch oder weich/niedrig? Ist es sowohl bequem als auch eine gute Stütze? Lässt es sich gut durchlüften und schwitzt man nicht darauf?

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Bei der Probe kann man natürlich nicht hundertprozentig sicher sein (das stellt sich erst nach ein paar Nächten heraus, ob du wirklich eine gute Wahl getroffen hast), aber es gibt Grund zu hoffen, denn in einigen Geschäften gibt es bereits die Möglichkeit zum Tausch bzw. eine Geld-zurück-Garantie für dein Kissen.

Hoffentlich konnte ich dir helfen, und du kennst dich jetzt besser in den Geheimnissen der Kissenwahl aus.

Bei einer beliebigen Frage stehe ich gerne zu deiner Verfügung, schreib mir ruhig an die Adresse:  info@matratzenmann.at

Ich wünsche dir eine erfolgreiche Kissenwahl!


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Quellen:

  • www.spine-health.com/conditions/spine-anatomy/cervical-nerves
  • www.spine-health.com/conditions/spine-anatomy/cervical-spine-anatomy-and-neck-pain
  • www.bpillow.com/
  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/snuggle-up-with-the-perfect-pillow#1
  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/snuggle-up-with-the-perfect-pillow#2
  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/snuggle-up-with-the-perfect-pillow#3
  • sleep.org/articles/what-pillow-is-best-for-you/
  • sleephabits.net/best-pillow

Was sind die wichtigsten Gesichtspunkte beim Kauf eines Bettes aus Fichtenholz?

Welches Grundzubehör darf bei einem Bett aus Fichtenholz nicht fehlen?

Wovon wird ein Bett aus Fichtenholz sexsicher?

Wir fassen es für dich zusammen.

Inhalt – Die Titel sind klickbar!

Warum sind Betten aus Fichtenholz so beliebt?

Die Antwort ist einfach: Betten aus Fichtenholz sind deswegen so beliebt, denn sie massiv und haltbar sind und schön aussehen. Wenn man in ein Möbelgeschäft tritt, wo Möbel aus Fichtenholz verkauft werden, spürt man sofort diesen feinen Tannenduft, als befände man sich in einem nordischen Fichtenwald.

Ein Bett aus Fichtenholz ragt durch seine überdurchschnittliche Belastbarkeit, durch sein Lebensdauer von bis zu mehreren Jahrzehnten (bei entsprechender Nutzung und Pflege) hervor, es bezaubert durch die würdevolle Schlichtheit und Freundlichkeit, es ist ein praktisches Möbelstück für den täglichen Gebrauch, es sorgt im Schlafzimmer oder sogar am Arbeitsplatz für Stimmung.

Dazu kommt noch das unüberbietbare Preis-Leistungsverhältnis.

Bett aus Fichtenholz – aus welchem Grundmaterial von Fichte soll es sein?

Das bekannteste Grundmaterial für die Herstellung von Möbeln aus Fichtenholz ist der Waldkiefer (in Ungarn häufig als Borower Kiefer genannt).  Das ist die verbreitetste Fichtenart neben der Silberfichte und Lärche, wächst im nordischen Florenreich, vom Nordeuropa bis zu Ostsibirien auf einer 1 Millionen km² großen Fläche.

Fichtenholz

Es ist eine anspruchslose, widerstandsfähige Fichtenart, die wegen ihrer Eigenschaften wie Festigkeit und Elastizität, außerdem wegen der schönen Berippung auf der höchsten Stufe der Siegestreppe stehen kann. Infolge der dichten Struktur und dass es außerordentlichen reich an Harz ist, ist der Kiefer nämlich stärker und haltbarer als die Edeltanne oder die Fichte. Auch das ist nicht egal, woher das Grundmaterial stammt: der Waldkiefer aus Skandinavien wächst unter dem rauen Klima langsamer, deswegen ist es noch widerstandfähiger und stärker als der rumänische oder bulgarische.


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Die Betten aus Waldkiefer sind verdammt massiv, ihre Belastbarkeit und Lebensdauer kommen der des Hartholzes gleich, so ist es keine Frage, dass man am besten mit dem Bett aus Waldkiefer fährt. (Die auf dem österreichischen Markt angebotenen Betten sind übrigens größtenteils aus Waldkiefer, das Grundmaterial ist aber nicht alles, außer diesem muss man noch auf viele andere Gesichtspunkte achten.)

Ich weiß nicht, wie häufig es derzeit vorkommt, aber sicher ist sicher, frag‘ mal bei deinem Händler nach, ob das Bett tatsächlich aus massivem Waldkiefer oder nur aus mit einer Farbe mit dem Kode des Kiefers angemalten Furnier– oder eventuell Möbelplatte ist.

Die Möbelplatte (beim alten Typ auf eine laminierte Platte geklebt, beim neuen mit Kunststoff – man findet sie auch unter dem Namen Holzspanplatte) besteht im Gegensatz zum aus Hartholz hergestellten Bettgestell eigentlich aus zusammengepressten Holzspan, die Belastbarkeit und Lebensdauer dieser Betten stehen hinter der der Bettgestellen aus Hartholz (Kiefer oder Hartholz) weit zurück.  Die Betten aus Möbelplatte stehen nicht nur in Hinsicht Belastbarkeit, Strapazierfähigkeit und Dauerhaftigkeit hinter den Betten aus Fichtenholz zurück, sondern auch ihre Reparatur bereitet einem Kopfschmerzen.

Die Belastbarkeit des Kieferbettes hängt auch in großem Maße vom Material und Qualität des Bettrostes ab.  Es gibt Vertreiber, die in ein Gestell aus Waldkiefer Lattenrost aus Fichte einbauen. Dadurch kann das Bett von seiner Strapazierfähigkeit bedeutend viel verlieren (auch die Dicke und Breite der Latten sind natürlich wichtig).

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Ich muss noch über diesen „verdammten Knoten“ sprechen. Im Fichtenholz gibt es natürlich Holzknoten. Ich könnte sagen, das ist die Zierde der Fichte, aber manche fliegen nicht darauf. Für sie empfehlen ich die Betten aus Hartholz oder sie können versuchen, Kieferbetten ohne Holzknoten zu finden, aber das wird nicht weniger als z.B. ein Eichenbett kosten (Achtung! Das Beizen entspricht bei den Kieferbetten nicht dem Streichen, das dünn aufgetragene Beizstoff verdeckt nicht die Holzknoten).

Kieferbetten – sollte man mit oder ohne Bettkasten kaufen?

Die Kieferbetten werden sowohl mit als auch ohne Bettkasten angefertigt (die letzteren werden auch fix genannt, die haben nämlich kein aufhebbares Bettgestell).

Die traditionellen Kieferbetten ohne Bettkasten enthalten weniger Holz, deswegen ist ihr Struktur etwas schwächer als die mit Bettschubladen.  Die Versteifung in der Mitte besteht aus einer Latte und einem darauf aufgeschraubten Bein, deswegen müssen sie vorsichtig bewegt werden, denn wenn man sie auf dem Boden zieht, können die Beine ausbrechen.

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Die fix Kieferbetten nehmen mehr Platz weg, denn wenn man doch etwas verstauen will, dann kauft man eine seitlich ausziehbare Bettschublade (obwohl in diese passt doch nicht so Vieles rein, wie in einen Bettkasten).

Ihr Vorteil ist aber, dass sie effektiv belüftet sind, man kann unter ihnen leichter sauber machen, und bei Bodenheizung ist es sogar obligatorisch, so ein Bett zu wählen.

Eine ganz andere Sache ist das Kieferbett mit Bettkasten, das wie eine Kiste aussieht, mehr Material enthält, eine stärkere und dauerhaftere Struktur hat. In der Mitte liegt sie auf einem dicken Kieferbrett auf dem Boden, ihm passiert auch dann nichts, wenn man sie hin- und herzieht.

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An den Bettkasten kommt man heran, indem man das Bettgestell hochklappt. Es bietet somit viel mehr Stauraum als die festen Betten und man braucht nicht mal zusätzlichen Platz im Zimmer. Tatsache ist jedoch, dass das geschlossene System die Durchlüftung beeinträchtigt (man sollte möglichst ein Bett wählen, wo die untere Platte leicht herausgenommen werden kann und dadurch das Staubsaugen möglich wird).

Wovon hängt die Massivität des Kieferbettes ab?

Die Belastbarkeit und Massivität des Kieferbettes bestimmen die Art und Qualität der Fichte, woraus der Grundmaterial besteht bzw. die Dicke des Bettgestells und das, wie robust der Bettrost ist.

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Wie ich es oben geschrieben habe, der beste Kiefer ist der skandinavische, damit kann man sich nicht vergreifen. Die Qualität, die Verarbeitung des Holzes und die präzisen Anpassungen sind ebenfalls wichtige Faktoren.

Je dicker die Bettelemente sind, desto besser sind sie. Im Allgemeinen kann ein Kieferbett aus 2,5-3,5 cm dickem Kieferholz schon optimal sein (viele Hersteller geben diesen Wert auf ihrer Homepage nicht an, es lohnt sich, nachzufragen, denn auch ein schmales Bett kann genau so viel kosten).

Man darf auch die Latten nicht vergessen, darauf kommt nämlich die Matratze, die Belastbarkeit des Bettes hängt eigentlich davon abJe dicker und breiter die Latten sind, umso mehr können sie das Turnen im Bett ab, die in den größeren Möbelhäusern zu Dutzenden angebotenen dünneren Latten ertragen die Belastung weniger und bei einem überdurchschnittlichen Körpergewicht ergeben sie sich auch schneller.

fichtenholz

Pluspunkt bedeutet bei den Kieferlatten das Querteilen, wodurch die Strapazierfähigkeit und die Dauerhaftigkeit erhöht werden, außerdem dreht sich das Material nicht und auch die Dehnung und die Schrumpfung werden auf das Minimale verringert.  Der quergeteilte Lattenrost wird durch das Zusammenkleben zweier Kieferlatten angefertigt (ausschließlich mit umweltfreundlichem Klebstoff).

Andererseits ist das starre Lattenrost praktischer (dafür braucht man allerdings eine dickere, 18-20 cm hohe Matratze) als die flexiblen Latten, außerdem auch noch massiver und zeitbeständiger (ein flexibles Bettrost für ein Doppelbett mit großer Belastbarkeit kostet ein Vermögen).


Kieferbett Horizont mit hohem Kopfende


Das Kieferbett mit geschlossenem System und mit Bettkasten ist die bessere Wahl als das traditionelle feste Bett (ohne Bettkasten), denn dank seiner Gestaltung ist es enorm stark und langlebig.

Was ist das sexsichere Kieferbett?

Vor ein paar Jahren sind die sexsicheren Kieferbetten in Ungarn erschienen. Die geistreiche Bezeichnung – was vom Matrackuckó Fachgeschäft für Schlafen „erfunden“ hat – spielt darauf an, dass diese Betten sind viel belastbarer als die durchschnittlichen Kieferbetten.

Die von der Horváth Bútor Kft. hergestellten sexsicheren Kieferbetten werden aus den Waldkiefern bester Qualität aus Nord-Karelien mit einer Dicke von 2-4-3,2 cm angefertigt. Die Horváth-Gebrüder, die Perfektionisten sind, machen den Lattenrost für ihr Kiefer-Bettgestell aus 12×2 quergeteilten Latten aus Waldkiefer, die auch mit ihrem eigenen Markenstempel versehen sind.

Wie haltbar ist ein Kieferbett?

Vor 100 Jahren waren die Kieferbetten praktisch zusammengezimmerte Konstruktionen, bei denen die äußerst einfache Herstellung und die Funktionalität im Vordergrund standen. Sie bedienten sogar eine Garantien. Mit der Zeit wurden die Verarbeitungsmethoden, die Anpassungen, Verzapfungen und die Oberflächenbehandlung verfeinert.

Heutzutage können wir von den einbaufertigen Kieferbetten sagen, dass sie uns bei sorgfältiger Pflege und regelmäßiger Instandhaltung – so wie einst – jahrzehntelang bedienen können.

Das gilt natürlich für Kieferbetten, die aus entsprechend behandeltem (getrocknetem) Kiefer erster Qualität als Grundmaterial, mit präzisen Anpassungen angefertigt werden. Der Kiefer als Material ist beinahe unverwüstlich, man hat wenige Probleme mit den Bettelementen im Laufe der Jahre.

Eine Sache kann man aber leider bei den einbaufertigen Betten nicht ganz auszuschließen: das Ächzen. Das ist natürlich nicht selbstverständlich, wenn dein Kieferbett gleich nach dem Zusammenmontieren zu ächzen anfängt (während des Trocknens kann das Bett Geräusche von sich geben, das kann man durch Nachziehen der Schrauben bzw. durch Wenden der Latten beseitigen), aber das ist wiederum keine reelle Erwartung einem 20 Jahre alten Kieferbett gegenüber, dass es kein Mucks von sich geben soll.

(Der Redakteur: Dazu habe ich eine Anmerkung – Lösung. Mein eigenes Bett quietschte nicht bei den Anpassungen, sondern beim Treffen der Latten und der Halteleiste, ich glaube, auch die anderen Betten quietschen an dieser Stelle, wegen des „Zusammenpolierens“ der Materiale. Ich habe eine Filzschicht (Kunstgras) unter die Latten gelegt, seitdem kuschen sich die Latten – Barnabás Hahn, Besitzer, Matrackuckó).

fichtenbett

Das am Anfang helle Kieferbett erhält mit den Jahren durch die Sonnenstrahlung eine tiefere, bernsteinfarbige Schattierung, so sieht es meiner Meinung nach noch herrlicher aus. (Sieh im Bild!)

Welches Zubehör gibt es zum Kieferbett?

Der größte Reinfall beim Kauf eines Kieferbetts kann das – meiner Meinung nach obligatorische – Zubehör sein. Das bedeutet, was im angegebenen Preis inbegriffen ist und wofür man einen Aufpreis zahlen soll?

Ich glaube, das ist eindeutig, dass man kein Kieferbett kauft, zu dem es keine Ausrüstung (Schrauben, Dübel, Mutter) gibt. Worauf man aber sehr achten soll, ob es ein Bettrost zum Bett gibt oder man einen saftigen Aufpreis draufzahlen muss?  (Je nach Hersteller und Typ sind die Unterschiede recht groß).

An deiner Stelle würde ich dort kaufen, wo die Latten bzw. bei Bettgestell mit Bettkasten auch die Gasdruckfeder im Preis inbegriffen sind (der Gaskolben ist eine bequemere Lösung als der normale Feder, denn das Bettgestell leichter hochzuklappen ist und man auch nachts nicht das Knattern der Feder hören muss). Einige Hersteller verlangen einen Aufpreis, wenn man das Kieferbett anstelle mit traditionellen Federn mit Gaskolben bestellt.

Zubehöre des Fichtenholzbettes

Kieferbett Größen

Die Größen der Kieferbetten entsprechen den genormten Matratzengrößen, das Einzelbett ist immer 90×200 cm, die Doppelbetten sind 140, 160 bzw. 180×200 cm groß.

Hier reden wir natürlich über die innere Größe des Bettgestells (Matratzengröße), die gesamte Größe hängt von der Materialdicke bzw. der Breite des Kopf- und Fußendes ab. Man muss ungefähr 6-12 cm dazurechnen. Wenn du ein kleineres Schlafzimmer hast, dann miss es unbedingt mit Bandmaß ab, ehe du dich verrechnest.

In den meisten Geschäften kann man Kieferbetten auch in abweichenden, individuellen Größen bestellen (ob wegen des engen Raumes oder der maßgeschneiderten Größe deiner Matratze), in diesem Fall muss man aber mit einem Aufpreis rechnen. Den Kaufpreis des Bettgestells in individueller Größe muss man teilweise oder vollständig bei der Bestellung im Voraus bezahlen bzw. die Zeit der Herstellung kann sich auch bedeutend verlängern (kann sogar 1-2 Monate dauern).

Kieferbett Garantie

Die Garantie erstreckt sich bei Kieferbetten auf eine Sache sicher nicht: auf die Verletzung der Oberfläche. Der Kiefer ist ein weiches Holz, man muss es vorsichtig behandeln, es entstehen leicht Druckstellen oder Kratzer.

Auf alles anderes gibt es aber Garantie. Was kann das sein? Materialfehler, Risse (bei Querteilung Fehler des Klebens), eventuell wenn das Bettrost bricht. Der Hersteller kann wegen nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs den Garantieanspruch ablehnen, deswegen soll man immer gründlich die Gebrauchsanweisung durchlesen.

Fichtenholz

Die vom Gesetz vorgeschriebene Garantie für Kieferbetten ist 1 Jahr, einzelne Hersteller gewähren es, die großzügigen können es um mehrere Jahren verlängern (die längste Garantie, wovon ich gehört habe, war eine von 1 Jahr Herstellergarantie + 4 Jahre erweiterte Garantie).

Wo soll man Kieferbetten kaufen?

Wie alles andere, auch Kieferbetten sollte man im Fachgeschäft kaufen. Im Geschäft kann man die Bettgestelle anschauen und ausprobieren, der Berater versteht tatsächlich was von Kieferbetten (in optimalem Fall kann er alles sagen, was du in diesem Artikel gelesen hast) und hilft dir, das optimalste Bett auszuwählen.

Im Fachgeschäft ist die Garantie nicht nur solange gültig, solange du dich im Geschäft aufhältst, sie nehmen den – berechtigten – Garantieanspruch bzw. auch die spätere Unterstützung (falls du Probleme mit dem Bett hättest) ernst, geschweige denn davon, dass du eine größere Chance hast, ein qualitatives Kieferbett zu kriegen als in den großen Möbelgeschäften).

Lieferung und Montierung von Kieferbetten

Die Dauer der Herstellung und die Lieferzeit können in den verschiedenen Fachgeschäften für Kieferbetten ziemlich unterschiedlich sein, in manchen muss man wochenlang auf sein Kieferbett warten, andere bedienen vom Lager und es gibt Händler, wo man das Bett gleich mitnehmen kann.

Da der Kiefer ein weiches Holz ist, muss sehr vorsichtig behandelt werden, sowohl bei der Lieferung als auch bei der Montierung. Ich schlage vor, diese Dienstleistungen des Fachgeschäfts in Anspruch zu nehmen, anstelle selber zuzupacken. Die Mitarbeiter des Fachgeschäfts werden die Oberfläche deines Kieferbetts garantiert nicht ankratzen bzw. viel schneller das Bett zusammenmontieren als würdest du dich damit rumplagen (es lohnt sich, die paar Tausend Forint dafür auszugeben).

Kann sein, dass die Firma nur dann eine Garantie gewährt, wenn sie das Bett zusammenmontieren, da muss man sich also in jedem Fall erkundigen.

Und noch eine wichtige Sache (viele wissen es nämlich nicht): Kieferbetten werden weder von der Post noch von Kurierdiensten geliefert (da sie groß und verletzlich sind).

wie kann man die Kratzer am Kieferbett verschwinden lassen?

Wenn es schon passiert ist und du dein Kieferbett angekratzt hast, dann lies‘ mal hier, wie es wieder neuwertig aussehen kann! (Vielen Dank für die Tipps für Zsolti Pistyúr!).

Die Konstruktion der massiven Kiefermöbel hält lange, aber die mit Lack behandelten Oberflächen können während der Nutzung leicht verletzt werden. Das ist dann verdrießlich, wenn sie aus ästhetischem Gesichtspunkt nicht mehr so aussehen wie in neuem Zustand. Dazu möchte ich jetzt ein paar Praktiken nennen, die auch zuhause einfach auszuführen sind, um die Kratzer zu verdecken. Wenn es um eine geringe Verletzung geht und nur der Lack beeinträchtigt ist, dann hier sind einige gute Ratschläge:

Walnusskern

Die normale Walnuss gehört zu den Ölsaaten, deswegen ist es geeignet, Kratzer zu verdecken. Die verschiedenen Nussarten kommen von Süd-Ost-Europa bis zu Japan vor, so gibt es ihn auch meistens in jedem Haushalt. Die geschälten Walnuss in zwei schneiden und das dünne Häutchen entfernen. Danach die verletzte Oberfläche damit einreiben und so können wir eine positive Änderung erzielen. Es wird zwar nicht perfekt aussehen, aber den Ausmaß der Verletzung verringern. Von anderen habe ich gehört, dass es sowohl für unbehandelte als auch für lackierte Oberflächen verwendet werden kann. Ich benutze sie eher nur bei naturbelassenen Kiefermöbeln.

Petrolatum

Dieses Material ist nichts anderes als die Vaseline. Farblos, durchsichtig, ohne Geschmack und Geruch. Es oxidiert nicht an der Luft und tritt schwierig mit anderen Stoffen in Reaktion. Es kann eine perfekte Lösung sein, abgesehen davon, dass es die Vertiefung nicht ausfüllt.  Das ist mein Lieblingshilfsmittel bei kleineren Verletzungen! Nachdem die Oberfläche damit eingeschmiert wurde, mehrere Stunden lang einwirken lassen, kann auch ein Tag sein, ist aber nicht notwendig! Wenn wir es so beurteilen, es hat schon lange genug eingewirkt, dann gründlich ins Holz einreiben und den überflüssigen Rest abwischen.  Anschließend wie gewohnt polieren.

Schuhcreme

Das Haupt-Grundmaterial ist ein natürliches Wachs, was aus den Blättern der Carnaubapalme gewonnen wird. Deswegen eignet sich auch die farblose Schuhcreme für Kratzer, genauso wie die Vaseline! Die Verletzungen einreiben und mit einem weichen Tuch polieren. Diese beiden Wundermittel sind perfekt für jede Art von Holz, was hell  und glänzend ist, um sie wieder neuwertig zu zaubern!

nagellack

Nagellack

Wenn die verletzte Oberfläche unseren Blick Tag für Tag anzieht. Bei dieser Methode empfehle ich jedenfalls, vorher zu testen. An einem wenig sichtbaren Ort, wo wir uns vergewissern können, dass es keine Reaktion auslöst. Denn der Nagellack kann manche Lacke ächzen! In der Möbelindustrie werden die Oberflächen meistens mit Lösemittel haltigem Lack behandelt, es gibt aber auch welche auf Wasserbasis, darauf muss man achten.

Ich hoffe, ich konnte dein Wissen mit nützlichen Tipps erweitern und du wirst den Handschuh gegen die Kratzer aufnehmen können!

Ich wünsche euch auch in der Praxis viel Erfolg!


Kieferbetten – Zum Webshop


Sollte irgendwas im Zusammenhang mit dem Kauf von Kieferbetten nicht klar sein, schreibe mir auf die Adresse info@matratzenmann.at und ich antworte umgehend.

Viel Erfolg beim Kauf von Kieferbetten!

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Was für eine Matratze soll ich kaufen?

Suche dir die ideale Matratze aus – eine neue Wirbelsäule kannst du dir nämlich nicht kaufen!

Ich hätte meinem Artikel auch den Titel geben können: „Worauf man beim Matratzenkauf achten sollte”, ich schreibe hier nämlich nicht nur über verschiedene Matratzen, deren Vor- und Nachteile, sondern biete ein komplettes Nachschlagewerk zum Thema Matratzenkauf. Befolge meine Ratschläge, und schlafe besser!

Wieso ich mich an so ein komplexes Thema wage?

Mit der von mir durchgelesenen Fachliteratur könnte man eine Bibliothek füllen, außerdem habe ich schon ca. 1297 Matratzen verkauft, anhand dieser Erfahrungen habe ich diese Studie verfasst.

Inhalt – Die Titel sind klickbar!


Warum sind bequeme Matratzen und guter Schlaf wichtig?

In einem Internetforum habe ich diese sehr zutreffende Meinung über die Bedeutung des guten Schlafes in Alltag gefunden. Es ging etwa so: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Schlaf die Grundlage von allem ist, seit ich richtig schlafe, bin ich ein besserer Mensch, ein besserer Vater, besserer Ehemann, und auch besserer Angestellter. Als ich zu wenig schlief, habe ich die Tage bestenfalls nur überstanden, schlimmstenfalls wurde ich ein gereiztes Arschloch.”

unterschied zwischen den Matratzen

Nach einem ausreichenden Schlaf sehen wir die Welt ganz anders (Quelle: pixabay.com, imgur.com)

Das ist wirklich so, eine bequeme Matratze, die die Wirbelsäule unterstützt, und  der daraus folgende richtige, tiefe Schlaf verbessern die Lebensqualität. Der Mangel daran kann gefährliche physische und mentale Beschwerden verursachen. (Link zum Artikel über Gefahren falscher Matratzen) ( Rücken- und Kreuzschmerzen, erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, Übergewicht, Gereiztheit, oder sogar aggressives Verhalten, Libidoverlust und Fertilitätsprobleme, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2, vorzeitige Alterung, Gedächtnisstörungen, schwaches Immunsystem, Anfälligkeit für Krankheiten).

Der Schlaf wird beim Thema gesundes Leben leider immer noch schwer vernachlässigt – obwohl das Interesse daran stetig wächst. Man braucht nur in Zeitschriften über gesundes Leben zu blättern. Man liest da alles über Diäten, Tipps, wie man bis Sommer einen richtigen Waschbrettbauch bekommen kann, oder was man gegen Zellulitis unternehmen kann. Über den Schlaf, der für das Wohlbefinden sorgt und erfolgreicheres Leben bedeuten kann, finden wir kein einziges Wort…

Philip Krim, der kreative Generaldirektor  der amerikanischen  Matratzenvertriebsfirma  Casper stellte einmal fest: „Wir haben beobachtet, dass alle grüne Säfte trinken, und an einem Schreibpult arbeiten, um gesund zu bleiben und leistungsfähiger zu sein, den Schlaf aber opfert jeder. – sagte er. Was noch schlimmer ist, viele prahlen sogar damit, wie wenig sie geschlafen hätten.” (Arianna Huffington: Die Schlaf-Revolution, ungarisch erschienen:  Az alvás forradalma. Geopen Verlag, 2016. 329)

Wenn du gesünder, erfolgreicher sein möchtest, also ein erfüllteres Leben wünschst, musst du dir die individuell für dich passende Matratze sorgfältig aussuchen.

Betrachte den Matratzenkauf als langfristige Investition in deine Gesundheit!

Wie ist die ideale Matratze?

Seit jeher existiert die hartnäckige Vorstellung, dass eine steinharte Matratze am besten ist, denn nur die könnte die Wirbelsäule stützen, ich habe sogar schon die Meinung gehört, „es ist am besten für die Gesundheit, auf dem Boden zu schlafen.

In Wahrheit ist diese seit vielen Jahren bestehende fixe Idee völlig unbegründet. In der medizinischen Forschung  wurde nie auf den Zusammenhang zwischen Schlaf und Matratze fokussiert. Darüber schrieb Jenny McConell Wirbelsäulenspezialistin an der University Of Melbourne und Prof. Maureen Simmonds (University of Southampton, Institut für Rehabilitation) auf dem renommierten britischen Internetportal  für Gesundheit in 2003 erschien in Spanien eine Studie, die endlich einen Paradigmenwechsel bewirkte, für die Ärzte gilt sie als wegweisend, seitdem empfehlen sie ihren Patienten Matratzen.

An der 90 tägigen Studie nahmen 313 an Kreuzschmerzen leidende Erwachsene teil, und das Ergebnis war eindeutig:  halbharte Matratzen sind am besten für die Gesundheit, mit denen kann man am wirksamsten Rückenschmerzen vorbeugen.

wirbelsäule

Unsere Wirbelsäule (Quelle: http://anatomy4fitness.blogspot.hu)

Unsere Wirbelsäule hat drei natürliche Beugungen. Der konkave Rückenwirbel in Form eines umgedrehten C besteht aus 12 Wirbeln, der konvexe  Kreuzwirbel  aus 5, und der Halswirbel aus 7. Fachärzte meinen, nur die halbharten Matratzen passen sich dieser natürlichen Beugungen der Wirbelsäule  an. Für Menschen mit durchschnittlichem Körperbau bieten also mittelmäßig harte  Matratzen erholsamen Schlaf.

Eine zu harte Matratze kann in Hüft- Kreuz- und Schultergegend Druckpunkte bilden, diese harte Stützen verursachen chronische Deformationen an der Wirbelsäule (im mittleren Teil wird sie U-förmig), sie drücken auch auf den Blutkreislauf, weiche Matratzen können dagegen die Kreuzwirbel nicht stützen, der Körper versinkt völlig.  „Zu weiche oder zu harte Matratzen verursachen Spannungen in den Wirbeln im Hüftbereich.”( Harry N. Herkowitz, Leiter der Orthopädie im William Beaumont Krankenhaus). Das heißt, die Sehnen und Nerven in der Wirbelsäule werden überlastet.

Härtegrad und Stützfähigkeit dürfen nicht miteinander verwechselt werden!

Die ideale Matratze ist hart genug, um die Wirbelsäule zu stützen, aber so weich, dass sie die Konturen des Körpers annimmt und die Beugungen der Wirbelsäule stützt. Bei Seitenlage sind Schultern und Hüfte gefährdet, bei Rückenlage das Kreuz, bzw. der Rücken, wenn man auf dem Bauch liegt, kann der Oberkörper (hauptsächlich die Taille) und die Halswirbeln (in dem Fall kann man nur schlafen, wenn man den Kopf zur Seite dreht), diese können gedrückt werden.

optimale-liege

Quelle: www.sterlingmattress.com

Man kann also harte Druckstellen und Kreuz- und Rückenschmerzen  am Morgen oder tagsüber am ehesten loswerden, indem man eine halbharte Matratze benutzt.

Eine gute Matratze bietet nicht nur ideale Stütze für die Wirbelsäule, sie ist natürlich auch formstabil und langanhaltend, sie ist luftdurchlässig, sorgt damit für ein optimales Schlafklima (der Begriff antiallergisch wird hier nicht behandelt, er wird später ausgeführt.)

Welche Matratze sollte man kaufen?

Die Auswahl der Matratze ist immer subjektiv. Man muss das Gewicht (den Körperbau), die Schlafgewohnheiten, und auch eventuelle gesundheitliche Beschwerden berücksichtigen (z. B. Knorpelverschleiß, Allergie, usw.)

Der Matratzenkauf kann einen auch durcheinanderbringen. Es ist, wie wenn man ein unendliches Labyrinth betritt. Informationen über Materialien, Brands und Typen schwirren nur so um uns herum. Man muss schon aufpassen, nicht den Überblick zu verlieren…

Nehmen wir zuerst die verschiedenen Matratzentypen durch, nur in Stichwörtern, die wichtigsten Eigenschaften, Vor- und Nachteile.

Ich bin überzeugt, dass es nicht das eine richtige Matratzenmaterial  gibt, man kann nicht das eine finden, das für einen ganz sicher geeignet ist. Es gibt nur praktische oder weniger praktische Matratzen.

Matratzen mit Federung

Im Grunde gibt es zwei Arten von Matratzen mit Federung.

Über Bonell-Federkernmatratzen möchte ich nicht allzu viel Wort verlieren, man kann eindeutig feststellen, dass diese Technologie heute schon veraltet ist. Die großen, spiralförmigen Federungen sind miteinander verbunden in einem Stahlgerüst im Matratzenkern eingebaut (sie sind an sich nicht allzu bequem, so kommt meistens eine weiche Schicht darauf), sie sind mechanisch verknüpft, daher kommt auch der größte Nachteil von Bonell-Federkernmatratzen, nämlich dass sie sich kein bisschen der Form des Körpers anpassen können (vereinfacht gesagt: sie sind zu hart), ein weiterer Nachteil ist das Nachschwingen (Flächenelastizität). Die Matratze fällt in die Richtung nach unten ab, wo sie stärker belastet ist, also bekommt man die kleinste Bewegung des Partners mit.

Taschenfederkernmatratzen sind eine ganz andere Liga, man kann sie auch als Weiterentwicklung der Bonell-Federkernmatratzen betrachten (es gibt auch eine Zwischenstufe in der Evolution der Matratzenfederungen, sie wird Herkules-Federung genannt, die Federn sind ein wenig kleiner, als beim Bonell.)

Die Schwachpunkte der Bonell-Federkernmatratzen sind bei dieser Matratzenart aus der Welt geschafft, der Federkern besteht aus vielen kleinen Federungen, die in Gewebetaschen eingenäht sich voneinander unabhängig bewegen können. Die Taschenfederkernmatratze kann sich der Körperform genau anpassen, und damit die Wirbeln effektiv entlasten. Auch in Sachen Punktelastizität schneidet sie besser ab, als die Bonell-Federkernmatratzen, allerdings nicht so gut, wie Kaltschaum oder Memoryschaum.

taschenfedermatratzen

Quelle: https://johnryanbydesign.co.uk

Die Anzahl der Federungen bestimmt die Bequemlichkeit und den Wert einer Taschenfederkernmatratze. Je mehr Federungen sie hat, desto bequemer, anpassungsfähiger ist sie. Dies wird mit einer Zahl zwischen 200-2000 bewertet.

Über die ideale Anzahl der Federungen gehen die Meinungen auseinander. Michael Breus (Phd), der Schlafspezialist bei webmd, und Arya Nick Shamie (Santa Monica UCLA Medical Center, Professor für Orthopädie, Gehirnchirurgie und Neurologie) vertreten die Meinung, dass man über 390 Stück/m2 kein bedeutender Unterschied mehr zu spüren ist. Die Dicke der Federungen und die Anzahl der Spiralen wirken sich ebenfalls auf den Komfortgrad aus, dickere Federn und mehr Spiralen ergeben eine härtere Matratze, sie ist schwer eindrückbar (die Dicke der Federungen liegt etwa zwischen 1-2 mm, 10-20 Spiralen sind dafür typisch). Auch bei den Taschenfederkernmatratzen wird oft eine Komfortschicht angewendet, um sie noch bequemer zu gestalten.

Wem ist eine Federkernmatratze zu empfehlen, und wen sollte man davon abraten?

Sie ist zu empfehlen, wenn man auf Flächenelastizität besteht, und eine luftdurchlässige Matratze möchte. Es lohnt sich, eine bequemere Taschenfederkernmatratze auszuwählen, diese sind in Matratzenfachgeschäften in den verschiedensten Komfortgraden erhältlich, man kann sich also die mit der idealen Härte aussuchen.

In der Handhabung sind sie allerdings nicht gerade praktisch, eine Taschenfederkernmatratze ist massiv und ziemlich schwer. Viele meinen, das hat den Vorteil, dass sie langanhaltend sind. Die Stahlfederung hält vielleicht wirklich länger, als die Schaumstoffe, da aber der Schaumstoff um und über der Federung kaputtgeht, verliert die Matratze ihren Komfort. Im Preis-Leistungsverhältnis liegen die Taschenfederkernmatratzen leider weit hinter den Schaumstoffmatratzen.

“Biomatratzen”

Das Wort steht in Anführungszeichen, weil es Biomatratzen eigentlich gar nicht gibt. Ein natürliches Material  und ein Bio-Material sind nämlich nicht dasselbe. Ein Kissenbezug kann zum Beispiel aus normaler Baumwolle sein, oder aus Bio-Baumwolle, wo die Baumwolle nicht mit Chemie behandelt wurde, in dem Fall gilt nur die letztere als Bio-Material.

Die Matratze, die als „Bio” bezeichnet wird, ist nicht einmal aus einem  100% natürlichen Material angefertigt. Bei der Herstellung werden nämlich Technologien angewendet, aus der nur teilweise natürliche Materialien entstehen.

Hier sollten Kokos und Latex erwähnt werden, da besteht ein Unterschied wie Tag und Nacht. Meiner Meinung nach ist Latex eines der  besten Materialien für eine Matratze, Kokos das schlechteste. Kokos ist schon deshalb weniger praktisch, weil es an sich nicht als Grundmaterial eignet (das gilt natürlich auch für Memoryschaum), aber auch als Stützschicht liegt Kokos Lichtjahre hinter Kaltschaum was die Brauchbarkeit angeht (es ist steinhart, wenn es nicht dick genug ist, bricht es leicht, usw.) Es wird auch mit Memoryschaum und Latex kombiniert, um die harte Fläche ein wenig erträglicher zu  gestalten (vom Gefühl her liegt jedoch eine Memory-Latex Matratze immer noch weit hinter einer Memory-Kaltschaummatratze.)

latex-matratzen

Quelle: http://thomasvillelatexmattresses.com

Das Material Latex, aus Kautschukmilch vulkanisiert und aufgeschäumt, ist besonders elastisch und formstabil. Die meisten Latexmatratzen mögen vielleicht nicht völlig natürlich sein, sie sind jedoch sehr bequem. Sie sind elastisch, und da sie sich der Körperform anpassen, entlasten sie die Wirbel wirkungsvoll. Latexmatratzen gibt es in verschiedenen Härtegraden, sie können also auch als Komfortschicht eingesetzt werden, auf dem Markt gibt es aber auch komplett aus Latex angefertigte Matratzen.

Wann ist eine Biomatratze zu empfehlen, und wann nicht?

Sucht man eine angenehm federnde, bequeme Matratze, die sich prima dem Körper anpasst, sollte man sich Latexmatratzen genau anschauen. Neben Schaummatratzen eignen sich diese gut zur Linderung von Rückenschmerzen. Matratzen aus dichtem Latex sind herausragend formstabil und langanhaltend.

Ihr Nachteil ist jedoch, dass sie ein enormes Eigengewicht haben, deshalb verflixt schwer sind, es ist keine leichte Aufgabe, sie zu bewegen oder zu wenden. Über die Durchlüftung von Latexmatratzen sind die Meinungen gespalten. Sicher ist, dass die meisten im Inneren durchgelöchert sind (darüber später mehr), diese Lüftungskanäle sorgen für optimale Ventilation.

Schaummatratzen

In der Matratzenindustrie werden vielerlei Schaumstoffe verwendet, davon möchte ich nur zwei herausheben, die wegen ihrer vorteilhaften Eigenschaften besonders beliebt sind, Kaltschaum und Memoryschaum.

Man kann getrost behaupten, dass Kaltschaum das beste Grundmaterial der Matratzenindustrie des 21.Jahrhunderts ist. (Hier kannst du mehr über die Kaltschaummatratze lesen!)Er hat rein gar nichts mit dem Schaumgummi zu tun, der früher bei Sofas eingesetzt wurde. Sowohl die Zusatzstoffe als auch die Herstellungstechnologie (der er auch den Namen verdankt) sind grundlegend anders. Zwei Komponente (Isozyanat und Polyol) treten bei relativ niedriger Temperatur (30-75 Grad) miteinander in Reaktion in relativ kurzer Zykluszeit.

Der größte Vorteil von Kaltschaummatratzen ist ihre Variabilität, sie sind für Menschen mit dem verschiedensten Körperbau und Schlafgewohnheiten geeignet. Ihre drei Haupteigenschaften sind die Härte, Dichte und Elastizität. Das Spektrum reicht vom sehr harten, steifen  und konsistenten bis hin zum halbharten oder weichen, elastisch profilierten Kaltschaum, aus diesen kann sich jeder den geeignetsten aussuchen. Der Hersteller braucht also nicht unbedingt Memoryschaum auf den Kaltschaum zu legen, um eine richtig bequeme Matratze zu bekommen.

kaltschaummatratze

So sieht eine profilierte Matratze aus.

Der besonders elastische, halbharte Kaltschaum (HR-Schaum) kann eine Bequemlichkeit bieten, die mit der des Memoryschaums vergleichbar ist, aber sie sind viel luftdurchlässiger (die Fläche ist durch und durch mit Millionen von mikroskopisch kleinen Kanälen durchsetzt; nur Federkernmatratzen sind noch luftdurchlässiger). Sie sind punktelastisch, selbst wenn man ins Bett hüpft, stört man dem Partner beim Schlafen nicht. Das Ergebnis von Belastungstests ergab, dass sich die Kaltschaummatratzen selbst nach langzeitiger, dauerhafter Belastung weniger deformieren, als Matratzen aus anderem Material. Die Dichte des Kaltschaumes ist entscheidend dafür, wie lange die Matratze unter einem hält.

Die elastische Fläche und die Profilierung (die obere Seite der Matratze ist in Form geschnitten, deshalb sinkt sie mehr ein und ist besser durchgelüftet) sorgen für Entspannung der Wirbelsäule in  natürlicher Position beim Schlaf auf einer Kaltschaummatratze.

Wenn man sich also unter Kaltschaummatratzen umsieht, sollte man auf die Härte, Elastizität und Dichte achten. Die elastischere ist bequemer, und je elastischer, desto besser wird die Wirbelsäule unterstützt, wenn man eine Matratze möchte, die sich gut der Körperform anpasst, ist die mit Körperzonen-Profilierung ideal. In Ungarn sind vor Allem welche mit einer Dichte von 28-32 kg/m3 erhältlich, ich empfehle die mit größerer Dichte, mindestens 35 kg/m3.

Memoryschaummatratzen sind bis heute ununterbrochen beliebt, sie bieten nämlich einen Komfort, mit der es nur wenige Betteinlagen aufnehmen können. Der spezielle Memoryschaum reagiert auf den Gewicht und die Temperatur des Körpers, er wird weich und umgibt einen zart. Demzufolge entwickeln sich keine Druckstellen, die Gelenkschmerzen verursachen, die Wirbelsäule liegt in einer natürlichen Position, so dass die Wirbel entlastet sind, und man kann ungestört schlafen. Die Punktelastizität der Memoryschaummatratze ist am besten, so stören einander die Partner ganz sicher nicht, wenn sie sich in der Nacht manchmal umdrehen.

Dieses ausgezeichnet druckentlastende Material bietet also Komfort auf einer steiferen, härteren Stützschicht  (die kann aus irgendeinem Schaum, Taschenfederkern oder Kokos sein).

Der Bequemlichkeitsgrad der Memoryschaummatratze hängt von der Härte, von der Dichte und von der Dicke ab. Ich habe nie verstanden, warum viele ausgesprochen harten Memoryschaum vertreiben, da gerade die Weichheit und Formanpassung das Wesentliche sind, glücklicherweise überwiegen in den meisten Geschäften die weicheren.

Die Materialdichte beeinflusst nicht nur den Wert der Memoryschaummatratze, sondern auch andere wichtige Eigenschaften. In Ungarn sind Memoryschaummatratzen mit einer Dichte von 50 kg/m3 am meisten verbreitet, in einigen Einrichtungshäusern scheut man sich nicht vor 30-er Schaum, bzw. in immer mehr Geschäften ist  schon die Premium-Qualität  mit 85-95 kg/m3 erhältlich.

Es wäre grob vereinfacht zu behaupten, je dichter der Memoryschaum, umso besser. Bei Memoryschaummatratzen mit hoher Dichte werden sowohl die Vorteile als auch die Nachteile verstärkt. Sie sind bequemer, sie umgeben einen noch angenehmer, sie sind länger haltbar, aber sie werden auch wärmer, das für Memoryschaummatratzen typische „Sumpf-Gefühl” ist stärker.

viscoschaum

Es hängt von zwei Faktoren ab, wie dick die ideale Memoryschaumschicht sein soll. Bei einer Memoryschaummatratze mit Durchschnittsdichte (50 kg/m3) auf einer harten Unterschicht ist 4-7 cm Dicke optimal zur Formanpassung, wenn die untere Stützschicht elastisch ist, reichen auch 2-3 cm, bei Schaum mit hoher Dichte kann es auch 8-10 cm sein.

Wem ist Memoryschaummatratze zu empfehlen, und wem nicht?

Wenn man ganz einfach eine sehr bequeme (lieber weiche) Matratze möchte, oder man unter Gelenkschmerzen leidet, sich in der Nacht oft umdreht, oder morgens Rücken- oder Hüftschmerzen hat. Bei bettlägerigen Patienten kann man mit dem Gebrauch der Memoryschaummatratze wirksam Druckgeschwüre vorbeugen.

Man sollte jedoch die Finger von Memoryschaummatratzen lassen, wenn man zum Schwitzen neigt (nur um es klarzustellen, für einen astronomischen Preis kann man auch weniger erwärmende Memory-Materialien, wie z. B. Memorygel), wenn einem das Gefühl des Einsinkens nicht behagt (viele empfinden so), oder wenn man keine Matratze möchte, die einem an Bewegung hindert.

Matratzen mit Zonen

Wie schon beschrieben, können sich beim Schlafen harte Druckstellen entwickeln, die für Wirbelsäulenschmerzen verantwortlich sind, außerdem können sie auch den Kreislauf beeinträchtigen. Verschiedene Körperteile brauchen jeweils andere Unterstützung, sie sind nämlich nicht gleich schwer und gleichförmig.

Dieses Ziel wird mit der ergonomischen Ausarbeitung der Matratzen erfüllt, so kann sich die Matratze noch präziser der Körperform anpassen und die Wirbelsäule entlasten. Die Matratzen mit Zonen (5-Zonen und 7-Zonen sind am meisten verbreitet) haben verschiedene Härtegrade, vom Kopf in Richtung Beine, im Schulterbereich sinken sie mehr ein, und unterstützen an der Hüfte bisschen mehr.

kaltschaummatratze

Bei Memoryschaummatratzen werden die Zonen von der unterschiedlichen Dicke der Schichten und der Profilierung  gebildet; bei Latexmatratzen durch die Zahl und der Durchmesser  der  im Kern eingesetzten Kanäle; bei Matratzen mit Taschenfederkern bestimmt die Anzahl, der Durchmesser und die Dicke die Zonen.

Matratzenhärte und Körpergewicht

Es ist sehr wichtig, und wird von Fachleuten wird immer wieder betont, dass Härtegrad nicht mit dem Grad der Stützung gleichzusetzen ist.

Steinharte Matratzen sind niemandem zu empfehlen!

Die Matratze soll so hart sein, dass die Wirbelsäule in der natürlichen Form unterstützt wird.

Es gibt natürlich Zusammenhänge zwischen der Härte der Matratze und dem Körpergewicht, für schwerere Leute (100-110+) kann eine härtere Matratze mit größerer Wahrscheinlichkeit geeignet sein, Fliegengewichte können sich auch auf weicheren wohlfühlen.

Dr. Raymond Hall Wirbelsäulenspezialist empfiehlt Leuten unter 50 kg weiche oder extraweiche Matratze, für Leute zwischen 50-90kg halbharte, über 90 kg harte.

Trotzdem bin ich nicht der Meinung, dass solche und ähnliche Grundsätze allgemein gültig sind, es hängt nämlich von so vielem ab, auf welcher Matratze man sich ausruhen kann.  Der Körperbau (z. B. wie groß der Beckenknochen ist), und die Schlafposition spielen dabei auch eine Rolle.

Wenn man normal gebaut ist, wird die Wirbelsäule am besten von einer halbharten Matratze unterstützt.

Wie kann man die geeignete Härte heraussuchen?

Man kann nur eines tun, losgehen, und in den Fachgeschäften Matratzen ausprobieren, nur danach kann man die Entscheidung treffen, welche Härte die beste wäre.

Wie dick soll die Matratze sein?

Die optimale Matratzendicke hängt von vielem ab, je beleibter man ist, umso dicker sollte sie sein, dann hält die Matratze länger, aber es ist auch nicht egal, was für ein Bettgestell  man verwendet, und die Qualität und Härte des Materials können auch entscheidend sein.

gesamthöhe

Erwachsenen mit normalem Gewicht empfehle ich mindestens 17-18 cm dicke Matratzen, das reicht schon aus, den Körper zu stützen, und die Latten nicht zu spüren. Unter eine halbharte, 18 cm dicke Matratze braucht man kein elastisches Bettgestell, es kann getrost auch fester sein. Außerdem halten dickere Matratzen länger, da sie mehr Material enthalten.

Wenn man schon ein flexibles Bettgestell hat, oder einfach nur das lieber mag, kann man ruhig eine 12 cm dicke Matratze nehmen, das Bettgestell mit Holzfederung bietet nämlich weitere Formanpassung und Komfort. Eine relativ dünnere Matratze muss aber öfter ausgewechselt werden, weil sich das Material abnutzt.

Matratze und Schlafposition

Schlafspezialisten halten eindeutig die Rücken– und die Seitenlage für gesund, man sollte also möglichst in diesen Positionen schlafen gehen. Natürlich haben beide auch Nachteile, sind aber trotzdem um Klassen besser, als die Bauchlage

Man kann nicht das einzig richtige Material bestimmen, ebenso wenig die richtige Schlafposition. Man sollte also immer der eigenen Schlafposition entsprechende Matratze und Zubehör verwenden, um sich wirklich ausruhen zu können (das stimmt auch umgekehrt, man soll die Schlafposition der vorhandenen Matratze anpassen).

Für die Wirbelsäule ist die Rückenlage am angenehmsten, so wird sie am wenigsten belastet, das Gewicht ist gleichmäßig verteilt. Man kann Sodbrennen und Reflux vorbeugen (dazu muss jedoch der Kopf etwas höher liegen, als der Magen). Bei Rückenlage kann man halbharte, oder auch relativ härtere Matratze verwenden (hart wie Beton ist aber auch in diesem Fall verboten!). Liegt man auf dem Rücken, sollte man unter das Knie ein flaches Kissen legen, das entlastet die Kreuzwirbeln, und auch ein Kissen unter den Kopf, das die Halswirbel nicht deformiert.

Diese Schlafposition hat aber auch Nachteile, es ist kein Zufall, dass laut Statistik nur 20-30 % der Menschen so schläft. Bei der Rückenlage ist man am ehesten von Atmungsbeschwerden, Schnarchen und Schlafapnoe (Atemaussetzer) betroffen.

Auch bei Seitenlage kann die Wirbelsäule entlastet werden, sie kann sich in natürlicher Position regenerieren. Man muss nur eine halbharte Matratze wählen, auf der die Schultern, die Hüfte und das Kreuz einsinken können, denn nur so hält sich die Wirbelsäule gerade. Es ist sinnvoll, ein flaches Kissen zwischen die Knie zu legen, damit sie nicht auseinanderrutschen, keine Spannung in den Lumbalwirbeln entsteht, und das Kreuz symmetrisch bleibt.

schlafposition

Quelle:http://www.ladylifehacks.com

In dieser Position beugt man Schnarchen und Atemaussetzer vor, sie ist aber auch bei Refluxbeschwerden ideal. 50-60% der Leute in Übersee, aber auch hier bei uns, schlafen am liebsten in dieser Position.

Auf dem Bauch zu schlafen ist unvorteilhaft, weil fast die gesamte Wirbelsäule überlastet wird, besonders die Kreuz- und Halswirbeln, deshalb schlafen nur 10-20% auf dem Bauch. Es ist ein weiteres Problem, dass man nur schlafen kann, wenn man den Kopf zur Seite dreht, das deformiert die Halswirbel mit Sicherheit. Wenn man auf keinem Fall anders einschlafen kann, sollte man ein dünnes Kissen unter die Hüfte und den Bauch legen. Um auch ein Vorteil zu nennen, gegen Schlafapnoe und Schnarchen ist die Bauchlage ideal.

Spezielle Wirbelsäulenprobleme

Bei Arthritis, seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule und Rheuma sollte man harte Matratzen, die Spannungen bei den Wirbeln verursachen, unbedingt meiden.

Wenn man von Osteoarthritis geplagt wird, können die Embryonalstellung (Seitenlage mit hochgezogenen Beinen) und halbharte Matratzen Abhilfe schaffen. Diese Position ist auch bei Wirbelkanalverengung wirksam.

Die Entzündung des Schleimbeutels macht ebenfalls eine halbharte Matratze nötig, auf der keine Druckstellen entstehen können. Man sollte in Seitenlage schlafen, mit einem flachen Kissen zwischen den Beinen, wenn man an Schmerzen an der Hüfte leidet.

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Quelle: thespinaldecompression.in

Auf dem Bauch zu schlafen ist im Allgemeinen nicht zu empfehlen, aber im Falle von degenerativem Wirbelsäulenverschleiß kann es die Lösung sein. Die Bandscheiben zwischen den Wirbeln können in Bauchlage auf einer  eher harten Matratze entlastet werden. Man sollte unter den Bauch und unter die Hüfte ein flaches Kissen legen, um keinen Druck auf die Lendenwirbel auszuüben.

Patienten mit parazentralem Bandscheibenvorfall ist ebenfalls die Bauchlage zu empfehlen, bei foraminalem kann die Embryonalstellung Linderung der Schmerzen bewirken.

Was man sich nicht sparen darf: Matratzenprobe

Eine Matratze ist eine Langzeitinvestition in die Gesundheit, man sollte sich also immer ausreichend Zeit für die Auswahl der idealen Matratze nehmen. Mit sicherer Hand eine gute Wahl zu treffen ist nur mit Ausprobieren möglich.

Ich bin kein Fan von der Idee jedes Matratzengeschäft aufzusuchen und alle Matratzen zu probieren, die Matratzen sind nämlich, von kleinen Unterschieden abgesehen alle gleich. Als Matratzenhändler habe ich die Erfahrung gemacht, je mehr der Kunde probeliegt, umso verstörter wird er. Wenn man in ein Fachgeschäft geht, sollte man ca. 3 Arten von Matratzen ausprobieren je nach Material und Härtegrad.

Wie lange und wie sollte man probieren?

Einige Experten meinen, es sollte 10-15 Minuten dauern. Das kann stimmen, trotzdem sollte man sich ein wenig mehr Zeit dazu nehmen (ich hatte schon einen Kunden, der etwa 10mal ins Geschäft kam und stundenlag auf der Matratze lag und las, das ist schon ein wenig übertrieben J).

polster/kissen

Vergiss dein Lieblingskissen zu Hause nicht!

Beim Probeliegen sollte man die Position aufnehmen, in der man zu Hause schläft (wenn man sich oft dreht, dann alle Positionen). Man kann auch das Lieblingskissen mitnehmen, oder den Verkäufer um ein ähnliches bitten. Die ausgestellten Matratzen sind wahrscheinlich nicht erst seit gestern im Geschäft, man sollte also damit rechnen, dass die brandneu gekaufte Matratze etwas härter ist, bei der Nutzung wird sie mit der Zeit weicher.

Ist die ausgesuchte Matratze nicht gerade dick (etwa 14-15 cm), muss man nachfragen, was für ein Bettgestell sich darunter befindet, es ist möglich, dass man zu Hause auf einem elastischen oder härteren ein anderes Gefühl hat.

Dienstleistungen zu den Matratzen

Wie bei anderen Einkäufen, sollte man bei Matratzen auch darauf achten, welche Unterstützungen, Extraleistungen vom Vertrieb zur Matratze angeboten werden, die eine gute Wahl bestätigen können.

Bei vakuumverpackten Matratzen (die sehen aus, wie riesengroße Kapseln, vor Allem die Schaumstoffmatratzen) zum Beispiel ist der Transport oft gratis, einige Vertreiber entsorgen die alte Matratze beim Kauf einer neuen, unter den Dienstleistungen ist jedoch die Garantie, die Umtauschgarantie und die Geldrückerstattungsgarantie am wichtigsten.

Die Garantie bezieht sich bei Matratzen auf Produktionsfehler, und nicht auf Materialabnutzung (und auf Bequemlichkeit). Wenn in der Matratze sich schon nach einem halben Jahr eine riesige Delle gebildet hat, ist das ein Hinweis auf Materialienfehler, es fällt also unter Garantie, ist jedoch die 8 Jahre alte Matratze (die realistische Haltbarkeit einer Matratze liegt bei 7-8 Jahren ) im Hüftbereich schon etwas weicher, gilt die Garantie dafür nicht. Ich will damit nicht sagen, dass man eine Matratze mit 2 Jahren Garantie kaufen soll, aber eine Garantie länger als 10 Jahren ist unrealistisch. Selbst die bedeutendsten Hersteller (z.B. Tempur) bieten eine Garantie, wenn eine Dell von mindestens 2 cm darin ist, das wird aber niemals vorkommen…

Nach 1-2 Nachten kann man noch nicht sagen, ob die Matratze wirklich passend ist, das dauert mindestens eine Woche (einige meinen, es dauert noch länger, bis die Matratze ein wenig gebrochen ist). Liegt man schon seit Jahren auf einer durchgelegenen Matratze, und die Wirbelsäule hat sich daran gewöhnt, braucht es Zeit, eine neue Matratze als bequem zu empfinden.

Matratzenkauf ist also auch Glückssache…

Genau deswegen wurden die Umtauschgarantie und die Geldrückgabegarantie erfunden. Diese zwei darf man nicht verwechseln, die erstere bedeutet, man kann sich statt der unbequemen im Geschäft eine andere aussuchen. Die letztere verspricht die Rückerstattung des ganzen Preises, oder einen Teil davon. Das ist in der Regel mit Bedingungen verknüpft (die Matratze wird schmutzig oder beschädigt nicht zurückgenommen, deshalb sollte man sich einen Matratzenschoner kaufen), manchmal wird das Geld auch ohne Bedingungen zurückgezahlt.

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Quellen:

  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/how-to-pick-your-perfect-mattress#1
  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/how-to-pick-your-perfect-mattress#2
  • www.webmd.com/sleep-disorders/features/how-to-pick-your-perfect-mattress#3
  • lifehacker.com/5862152/how-to-choose-the-right-mattress-so-you-sleep-peacefully-every-night
  • www.getrichslowly.org/blog/2009/07/17/how-to-buy-a-mattress/
  • www.getrichslowly.org/blog/2009/07/15/preparing-to-shop-for-a-new-mattress/
  • www.spine-health.com/blog/top-12-tips-buying-a-new-mattress
  • www.theguardian.com/lifeandstyle/2016/feb/01/softly-does-it-how-to-choose-the-perfect-mattress
  • sleepopolis.com/guides/how-to-choose-a-mattress/
  • www.goodhousekeeping.com/home-products/a25695/mattress-buying-guide/
  • www.huffingtonpost.com/2015/06/29/mattress-myths_n_7662014.html
  • www.pillo1.com/blog/tips-tricks/how-to-choose-the-right-mattress-and-the-right-firmness.html
  • sleepopolis-mattress-reviews.com/mattress-firmness-guide/
  • www.medicalnewstoday.com/releases/4678.php
  • www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14630439
  • www.amerisleep.ca/best-mattresses-for-back-pain
  • johnryanbydesign.co.uk/understanding-beds/pocket-springs/
  • www.eurofoam.hu/alvaskultura/hideghab/
  • www.sleeplikethedead.com/mattressreview-memory-foam.html
  • www.medicaldaily.com/sleeping-positions-stay-healthy-best-and-worst-ways-sleep-during-night-296714
  • www.spine-health.com/wellness/sleep/mattresses-and-sleep-positions-each-back-pain-diagnosis